Der Samsung Exynos 2600 führt die proprietäre DLSS-Technologie für eine 15%ige Leistungssteigerung ein, versagt aber in einem wichtigen Bereich.

Der Samsung Exynos 2600 führt die proprietäre DLSS-Technologie für eine 15%ige Leistungssteigerung ein, versagt aber in einem wichtigen Bereich.

Moderne Chipsätze integrieren zunehmend Upscaling-Technologien zur Leistungssteigerung. Samsungs ENSS (Exynos Neural Super Sampling) wurde speziell für den Exynos 2600 entwickelt. Diese innovative Funktion, ähnlich NVIDIAs DLSS, erzielte in Benchmark-Tests eine bemerkenswerte Leistungssteigerung von 15 %.Ihre praktische Anwendung gibt jedoch Anlass zur Sorge, da jenseits synthetischer Workloads nur wenige kompatible Anwendungen verfügbar sind.

Die Chancen und Risiken von ENSS und NFG

Neben ENSS hat Samsung mit NFG (Neural Frame Generation) seinen ersten Schritt in die Welt der Frame-Interpolationstechnologie unternommen. NFG funktioniert ähnlich wie NVIDIAs Frame Generation, indem es KI-generierte Frames zwischen die eigentlichen Frames einfügt und so die Videowiedergabe flüssiger gestaltet, ohne die Bildqualität wesentlich zu beeinträchtigen.

Sowohl ENSS als auch NFG wurden entwickelt, um die Grafiklast der GPU zu reduzieren und dadurch den Stromverbrauch zu senken und die Effizienz zu steigern. Wie Yonhap News berichtet, erzielte der Exynos 2600 im 3DMark Steel Nomad Lite-Test mit aktiviertem ENSS eine um 15 % höhere Leistung als vergleichbare Chipsätze. Mit aktiviertem Raytracing erreichte der Exynos 2600 zudem den Spitzenplatz im Basemark Power Board-Ranking.

Die Leistungskennzahlen von Samsungs erstem 2-nm-GAA-Chipsatz sind zwar beachtlich, doch scheint der Fokus unverhältnismäßig stark auf technologischen Fortschritten zu liegen, anstatt die Unterstützung von Anwendungen zu fördern, die die Vorteile von ENSS und NFG wirklich nutzen könnten. Im Gegensatz dazu haben Konkurrenten wie der Snapdragon 8 Elite Gen 5 Spiele, darunter Resident Evil Requiem, mit minimalem Aufwand erfolgreich emuliert, was auf ein breiteres Anwendungsspektrum hindeutet.

Die Hardware-Leistung des Exynos 2600 ist zweifellos beeindruckend und spiegelt Samsungs erhebliche Investitionen in die Entwicklung wider. Es ist jedoch besorgniserregend, dass bisher nur wenige Spieleentwickler Samsungs Upscaling- und Interpolationstechnologien in ihre Titel integriert haben.

Der historische Kontext unterstreicht diese Herausforderung zusätzlich: Die letzte bedeutende Veröffentlichung im Google Play Store war die mobile Version von Tomb Raider, die ursprünglich 2013 für PC erschien. Unternehmen wie Capcom und Remedy haben hingegen zahlreiche Resident Evil-Spiele und Control erfolgreich auf iOS-Plattformen portiert. Um den langfristigen Erfolg ihrer Upscaling-Technologien zu sichern, müssen Samsung und Google Spieleentwickler dazu inspirieren, dieselbe Begeisterung und dasselbe Engagement zu zeigen wie bei iOS. Ohne die kontinuierliche Unterstützung der Entwicklergemeinschaft könnten Samsungs Fortschritte im Bereich Upscaling-Technologie letztendlich nicht die gewünschte Wirkung erzielen.

Nachrichtenquelle: Yonhap News

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