Der anhaltende DRAM-Mangel zwingt Apple, seine Ambitionen für den kommenden A20-Chip, der im Standard-iPhone 18 zum Einsatz kommen soll, zurückzuschrauben. Diese Situation verdeutlicht, dass selbst Technologiegiganten wie Apple nicht immun gegen die Schwankungen auf dem DRAM-Markt sind.
Herausforderungen für Apples A20-Chip: Verzicht auf die fortschrittliche WMCM-Gehäusetechnologie
Ursprünglich wurde erwartet, dass Apples A20-Chip von TSMCs InFO-Gehäusetechnologie (Integrated Fan-Out) auf die fortschrittlichere WMCM-Gehäusetechnologie (Wafer-Level Multi-Chip Module) umgestellt würde. Dieses innovative Verfahren ermöglicht die Kombination mehrerer einzelner Chips – darunter CPU, GPU und Neural Engine – in einem einzigen kompakten Modul. Der Wechsel zu WMCM sollte eine beispiellose Konfigurationsflexibilität bieten und Apple so eine deutliche Leistungsoptimierung ermöglichen.
Die WMCM-Technologie ermöglicht verschiedene Chipkonfigurationen durch die gezielte Kombination von CPU- und GPU-Kernen. Sie erlaubt es jeder Komponente – wie CPU, GPU und Neural Engine – unabhängig zu arbeiten, den Stromverbrauch für spezifische Aufgaben zu optimieren und so die Energieeffizienz insgesamt zu verbessern. Ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes ist die Möglichkeit, RAM direkt auf dem Chip-Wafer zusammen mit dem Prozessor zu integrieren. Dies steigert die Leistung durch die Reduzierung der Latenz erheblich.
Durch die Anordnung aller wesentlichen Komponenten auf einer Umverteilungsschicht und den Verzicht auf den herkömmlichen Silizium-Interposer verbessert WMCM zudem das Wärmemanagement und erhöht die Dichte der Verbindungen, was letztendlich zu einer effizienteren Chiparchitektur führt.
Ich bin skeptisch, ob Qualcomm in diesem Jahr noch eine nennenswerte Erholung schaffen kann. Warum hat Apple sich beim iPhone 18 für WMCM entschieden? Genau, um mehr DRAM für die integrierte KI nutzen zu können. Doch laut aktuellen Branchenrecherchen scheint selbst Apple… https://t.co/O7Mdh7cxqG
– Jukan (@jukan05) 29. April 2026
Laut Brancheninsider Jukan veranlasst der aktuelle DRAM-Mangel und die steigenden Preise Apple dazu, die Pläne zur Integration der WMCM-Technologie in den A20-Basischip aufzugeben. Das ursprüngliche Ziel dieser neuen Gehäusebauform war die Unterstützung höherer RAM-Kapazitäten und geringerer Latenzzeiten, insbesondere für Edge-KI-Anwendungen.
Berichten zufolge plant Apple, die WMCM-Technologie für den A20 Pro Chip beizubehalten, der voraussichtlich in den höherwertigen iPhone 18 Pro- und Pro Max-Modellen zum Einsatz kommen wird. Es wird jedoch nicht erwartet, dass diese Premium-Modelle eine höhere RAM-Kapazität aufweisen werden; Apple ist der Ansicht, dass die vorhandenen 12-GB-LPDDR5-Module ausreichen, um die Vorteile der WMCM-Technologie optimal zu nutzen.
Demnach wird das Standard-iPhone 18 wohl nicht mit der in einigen Branchenanalysen spekulierten 12-GB-RAM-Konfiguration ausgestattet sein. Unsere aktuelle Analyse zeigt, dass ein 12-GB-LPDDR5-Modul Apple im Jahr 2027, dem voraussichtlichen Marktstart des iPhone 18, rund 180 US-Dollar pro Stück kosten könnte. Angesichts dieser Kosten ist ein RAM-Upgrade beim margenschwachen Basismodell unwirtschaftlich.
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