Die ständige Meldung „Die App, die Sie installieren möchten, ist keine von Microsoft verifizierte App“ kann wirklich nervig sein, besonders wenn man sich sicher ist, dass die App sicher ist. Sie ist Teil von Windows Defender SmartScreen (der ehrlich gesagt manchmal etwas übereifrig wirkt).Diese Funktion soll Nutzer schützen, indem sie vor nicht verifizierten Apps warnt, aber in manchen Fällen – etwa bei der Entwicklung oder dem Testen von Drittanbietersoftware – ist sie einfach nur hinderlich. Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, diese Warnung zu deaktivieren oder abzuschwächen. Aber Vorsicht: Dadurch wird die Sicherheit etwas reduziert.Überlegen Sie sich also gut, was für Sie akzeptabel ist, bevor Sie fortfahren.
Bei manchen Systemen funktionieren diese Methoden reibungslos, bei anderen kann Windows jedoch störrisch sein, oder die Einstellung ist durch Unternehmensrichtlinien versteckt. Wenn Sie sich dennoch sicher fühlen, finden Sie hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anpassung.
So deaktivieren Sie App-Empfehlungen in den Windows-Einstellungen
Wenn es hilft:
- Die Warnung erscheint jedes Mal, wenn man versucht, eine neue App zu starten. Das ist nervig, und man möchte sie einfach nur überspringen.
- Sie sind damit einverstanden, die Sicherheit etwas zu reduzieren, um die Softwareinstallation zu vereinfachen.
Warum es funktioniert:
Diese Methode ändert eine Einstellung direkt in Windows, sodass die Installation von Apps nicht mehr durch die Microsoft-Verifizierung eingeschränkt wird. Es ist der einfachste Weg, steht aber möglicherweise nicht zur Verfügung, wenn Sie einen verwalteten oder Firmen-PC verwenden.
Der Prozess:
- Klicken Sie auf die Schaltfläche „Start“ und anschließend auf das Zahnradsymbol, um die Einstellungen zu öffnen.
- Apps auswählen.
- Gehen Sie links zum Bereich „Apps & Funktionen“.Suchen Sie rechts das Dropdown-Menü mit der Bezeichnung „ Auswählen, wo Sie Apps beziehen möchten“.
- Ändern Sie dies von „Nur Microsoft Store (Empfohlen)“ auf „Überall“.
Sobald Sie das getan haben, versuchen Sie erneut, Ihre App zu installieren. Manchmal benötigt Windows einen Neustart, oft funktioniert es aber auch ohne Neustart. Es ist etwas seltsam, aber auf manchen Rechnern klappt es sofort, während andere einen Neustart benötigen, damit die Änderung vollständig wirksam wird. Beachten Sie das bitte.
So deaktivieren Sie die Funktion über den Registrierungseditor
Wann Sie dies ausprobieren sollten:
- Der Weg über die Einstellungen hat nichts gebracht, oder die Option ist nicht vorhanden.
- Sie haben keine Probleme damit, die Registry zu bearbeiten (Backups werden dringend empfohlen!).
Warum es hilft:
Diese Methode passt die internen Richtlinien von Windows direkt an. Sie arbeitet auf einer niedrigeren Ebene und kann daher einige Einschränkungen außer Kraft setzen, die über die Einstellungen möglicherweise nicht erreicht werden, insbesondere auf manchen Unternehmensrechnern.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Drücken Sie die Eingabetaste Windows key + R, geben Sie ein
regeditund klicken Sie auf OK. Wenn die Benutzerkontensteuerung (UAC) Sie dazu auffordert, klicken Sie auf Ja. - Navigieren Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer.
- Suchen Sie nach einer Zeichenkette namens AicEnabled. Falls diese nicht vorhanden ist, müssen Sie sie möglicherweise als neuen Zeichenkettenwert erstellen.
- Doppelklicken Sie auf AicEnabled und ändern Sie den Wert von StoreOnly in Anywhere. Falls der Wert bereits auf StoreOnly eingestellt ist, passen Sie ihn entsprechend an.
- Als Nächstes gehen Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender\SmartScreen.
- Suchen oder erstellen Sie eine Zeichenfolge mit dem Namen ConfigureAppInstallControl. Doppelklicken Sie darauf und setzen Sie ihren Wert auf Anywhere.
- Schließen Sie den Registrierungseditor und starten Sie anschließend Ihren PC neu, um die Änderungen anzuwenden.
Achtung: Fehlen diese Schlüssel oder Zeichenfolgen, handelt es sich möglicherweise um ein verwaltetes System oder eine Windows-Version mit abweichenden Richtlinien. Auch das Bearbeiten von Registrierungseinträgen kann Probleme verursachen, wenn man nicht vorsichtig vorgeht. Erstellen Sie daher immer zuerst eine Datensicherung – Windows macht es einem natürlich unnötig schwer.
Verwendung von Gruppenrichtlinien (Pro/Enterprise-Editionen)
Wann man dies verwendet:
- Sie verwenden Windows Pro oder Enterprise, und lokale Gruppenrichtlinien sind verfügbar.
- Standardmäßige Registry-Änderungen wurden nicht übernommen oder sind keine Option.
Warum es hilft:
Dies ist ein zentralisierterer Ansatz, der häufig in Arbeitsumgebungen eingesetzt wird. Er ermöglicht das Deaktivieren oder Konfigurieren von Windows Defender SmartScreen-Richtlinien, um Warnungen vor nicht verifizierten Apps zu unterbinden.
Die Schritte:
- Drücken Sie die Taste Windows key + R, geben Sie ein
gpedit.mscund klicken Sie auf OK. - Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows Defender SmartScreen.
- Suchen Sie nach „App-Installationssteuerung konfigurieren“ und doppelklicken Sie darauf.
- Stellen Sie die Option auf „Aktiviert“ und wählen Sie dann im Dropdown-Menü „App-Empfehlungen deaktivieren“.
- Klicken Sie auf „Anwenden“ und „OK“. Starten Sie anschließend Ihren PC neu.
Dadurch wird die Richtlinie systemweit durchgesetzt und die Warnmeldungen für vertrauenswürdige Apps sollten aufhören. In manchen Konfigurationen können Gruppenrichtlinien jedoch vom Administrator gesperrt werden. Wenn die Option ausgegraut ist oder sich nicht ändert, handelt es sich möglicherweise um ein verwaltetes System.
Ehrlich gesagt, sollte man diese Warnungen nicht leichtfertig deaktivieren. Wenn Sie sich aber der Quelle sicher sind, können diese Tricks viel Ärger ersparen. Seien Sie sich jedoch der Sicherheitsrisiken bewusst, denn nicht verifizierte Apps können gefährlich sein.