Urteil des Gerichts in Seoul: Die Geber wurden im Fall FIFTY FIFTY zur Zahlung von ATTRAKT verurteilt
In einer bedeutenden juristischen Entwicklung hat das Bezirksgericht Seoul das Label The Givers und dessen CEO Ahn Sung Il zur Zahlung von rund 499, 5 Millionen Won (ca.340.000 US-Dollar) Schadensersatz an die Agentur ATTRAKT von FIFTY FIFTY verurteilt. Das Urteil erging am 15. Januar 2026.
Wichtigste Details der Gerichtsentscheidung
Das Gericht stellte fest, dass sowohl Ahn als auch The Givers für die finanzielle Entschädigung mitverantwortlich sind. Darüber hinaus wurde auch Regisseurin Baek Jin-sil in diese gemeinsame Zahlungsverpflichtung einbezogen.
Dieses Gerichtsurteil stellt einen Teilerfolg für ATTRAKT dar, nach einem Rechtsstreit, der im September 2023 eingeleitet wurde. Ursprünglich forderte ATTRAKT rund 2, 1 Milliarden Won (etwa 1, 4 Millionen US-Dollar) Schadensersatz. Richter Choi Jong-jin kam zu dem Schluss, dass Ahn und The Givers ihre vertraglichen Verpflichtungen verletzt und dadurch finanzielle Verluste für ATTRAKT verursacht hatten. Wie allkpop berichtete, betonte das Urteil, dass Täuschung und Verletzung der Treuepflicht in diesem Fall eine entscheidende Rolle spielten.
Vorwürfe der Vertragsmanipulation
Das Gerichtsurteil bestätigte schwerwiegende Vorwürfe, die in der K-Pop-Industrie weit verbreitet sind und gemeinhin als „Manipulation“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um unautorisierte Interaktionen mit Künstlern vor Ablauf ihrer Exklusivverträge. Die Klage von ATTRAKT enthielt zahlreiche Anschuldigungen gegen Ahn und The Givers.
- Ahn soll sich rund 150 Millionen Won (etwa 100.000 US-Dollar) durch einen nicht genehmigten Dienstleistungsvertrag, der ohne vorherige Zustimmung abgeschlossen wurde, veruntreut haben.
- Den Givers wurde vorgeworfen, den Geschäftsbetrieb zu behindern, indem sie Werbeinitiativen ohne Zustimmung ablehnten, das offizielle Fan-Café schlossen und wichtige E-Mail-Konten löschten.
- ATTRAKT behauptete außerdem, dass The Givers ihre finanziellen Entschädigungsverpflichtungen vernachlässigt hätten.
Als Reaktion darauf argumentierten The Givers, dass der Dienstleistungsvertrag im gegenseitigen Einvernehmen beendet worden sei, und behaupteten, nur in begrenztem Umfang in die Streitigkeiten zwischen ATTRAKT- und FIFTY FIFTY-Mitgliedern verwickelt zu sein, wie Sports Khan berichtete.
Kontext des Rechtsstreits
Dieser Rechtsstreit entbrannte nach dem bemerkenswerten Erfolg von FIFTY FIFTY mit ihrem Hit „Cupid“ im Jahr 2023. Kurz darauf beantragten die Gründungsmitglieder der Gruppe die Aussetzung ihrer Exklusivverträge mit ATTRAKT. Sie begründeten dies mit Misstrauen und dem Vorwurf unfairer Behandlung. ATTRAKT verdächtigte Ahn Sung Il, der maßgeblich an „Cupid“ als Produzent beteiligt war und seit Juni 2021 einen Fünfjahresvertrag mit der Agentur für Projektmanagement hatte, die Handlungen der Mitglieder beeinflusst zu haben.
Was kommt als Nächstes für ATTRAKT?
Das jüngste Urteil ermöglicht die sofortige Auszahlung des Schadensersatzes. Gleichzeitig verfolgt ATTRAKT eine separate Klage, in der 13 Milliarden Won (ca.8, 8 Millionen US-Dollar) gegen drei ehemalige FIFTY FIFTY-Mitglieder – Saena, Sio und Aran – sowie mehrere weitere Beklagte, darunter die Eltern der Mitglieder, gefordert werden.
Bemerkenswerterweise hat Mitglied Keena ihren Einspruch zurückgezogen und ist zu ATTRAKT zurückgekehrt, die FIFTY FIFTY inzwischen in eine fünfköpfige Gruppe umstrukturiert hat, die neue Mitglieder umfasst, wie MK mitteilte.
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