SM Entertainment gewinnt Verleumdungsprozess gegen YouTuber Sojang wegen Verbreitung falscher Informationen

SM Entertainment gewinnt Verleumdungsprozess gegen YouTuber Sojang wegen Verbreitung falscher Informationen

Das Bezirksgericht Seoul hat entschieden, dass der Betreiber des YouTube-Kanals Sojang insgesamt 170 Millionen Won (etwa 115.000 US-Dollar) Schadenersatz an SM Entertainment und die mit dem Kanal verbundenen Künstler zahlen muss. Grund für die Entscheidung ist die Produktion und Verbreitung diffamierender Videos mit falschen Behauptungen durch den Kanal.

Am 22. April 2026 stellte das Gericht fest, dass die Handlungen des Kanalbetreibers eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte mehrerer Künstler von SM Entertainment darstellten. Insbesondere Gruppen wie aespa, EXO und Red Velvet wurden durch die Erstellung irreführender und beleidigender Inhalte ins Visier genommen.

Finanzielle Folgen der Verleumdung

Das Gericht ordnete laut Allkpop an, dass 130 Millionen Won (ca.88.000 US-Dollar) direkt an die von den diffamierenden Äußerungen betroffenen Künstler ausgezahlt werden. Zusätzlich wurden SM Entertainment selbst weitere 40 Millionen Won (ca.27.000 US-Dollar) zugesprochen. Diese Entscheidung unterstreicht den erheblichen Schaden, den die diffamierenden Inhalte der Integrität des Unternehmens zugefügt haben. Sie verschlechterten das öffentliche Image der Künstler und minderten deren Markenwert – allesamt entscheidende Faktoren für ein Unterhaltungsunternehmen.

Die ergriffenen rechtlichen Schritte

Laut Soompi erstattete SM Entertainment im April 2024 Strafanzeige gegen den Betreiber des Sojang-Kanals wegen Verleumdung und Beleidigung, die unter das Gesetz zur Förderung der Nutzung von Informations- und Kommunikationsnetzen und zum Schutz von Informationen fallen.

Im Januar 2025 verhängte das Bezirksgericht Incheon gegen die Betreiberin, eine Frau namens Park, eine zweijährige Haftstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie die Einziehung von 211 Millionen Won und 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der Oberste Gerichtshof bestätigte dieses Urteil im Januar 2026.

Ausmaß des Schadens

Zwischen Oktober 2021 und Juni 2023 veröffentlichte der Betreiber des Sojang-Kanals insgesamt 23 diffamierende Videos, die sich gegen verschiedene Prominente und Influencer richteten. Die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin, dass der Betreiber durch die Verbreitung dieser schädlichen Inhalte rund 250 Millionen Won Gewinn erzielte.

Zusätzlich zu den rechtlichen Herausforderungen durch SM Entertainment sah sich der Betreiber laut Korea JoongAng Daily ähnlichen Klagen von anderen prominenten Persönlichkeiten der Unterhaltungsbranche ausgesetzt, darunter Jang Won-young von IVE und der Solokünstler Kang Daniel.

Quellen & Bilder

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