Sonys jüngstes Update zur PlayStation-DRM-Richtlinie
Am vergangenen Wochenende kamen Berichte auf, wonach Sony seine PlayStation-DRM-Richtlinien überarbeitet hat. Nutzer müssen sich nun mindestens einmal alle 30 Tage online verbinden, um weiterhin Zugriff auf digitale Spiele zu haben, die nach März 2026 erworben wurden. Sony hat zwar noch keine offizielle Stellungnahme zu diesen Änderungen veröffentlicht, doch Recherchen des ResetERA-Nutzers andshrew deuten auf einen Zusammenhang zwischen dieser Richtlinie und der 14-tägigen Rückgabefrist für digitale Käufe hin.
Die Mechanismen des PlayStation-DRM untersuchen
Mithilfe einer gejailbreakten PlayStation 4 untersuchte das ResetERA-Mitglied die zugrundeliegenden Mechanismen digitaler Lizenzen auf der Plattform und entdeckte dabei wichtige Erkenntnisse darüber, wie diese Lizenzen innerhalb des Systems funktionieren.
Die PS4 installiert automatisch eine Lizenzdatei für alle Inhalte, die Ihrem Konto gehören, unabhängig davon, ob diese Inhalte tatsächlich installiert sind (dies ist ein wichtiger Punkt, falls es sich tatsächlich um die Behebung einer Lizenzlücke handelt).Dies geschieht automatisch. Wenn ich also ein Spiel im PS Store kaufe und meine PS4 einschalte, wird die Lizenz für diesen Kauf automatisch installiert. Ob ich die Lizenz für das Spiel nutzen kann, hängt dann vom Aktivierungsstatus meiner Konsole ab (ist sie beispielsweise als primäre Konsole für Offline-Spiele eingestellt?) oder davon, ob ich online und mit dem PSN verbunden bin (bei nicht-primären Konsolen).In beiden Fällen scheinen die Lizenzdateien immer vorhanden zu sein.
Die aktuellen Richtlinien für PlayStation-DRM-Lizenzen sehen vor, dass gekaufte Inhalte unbegrenzt gültig bleiben, während Inhalte, die über PS+ Extra und Premium erworben wurden, nur 14 Tage gültig sind. Spiele der PS+ Essential -Stufe hingegen bleiben während der gesamten Abonnementlaufzeit spielbar.
Aktuelle Einblicke in die Spielelizenzierung
Laut andshrew spiegelt sich die geänderte Politik in der Lizenzlaufzeit für Neuanschaffungen wider:
- Erstes Spiel: Der Nutzer kaufte das Spiel am 9. April und schaltete die PS4 am 21. April ein. Dabei wurde eine temporäre 30-Tage-Lizenz installiert. Nach der Installation des Spiels am 25. April wurde die Lizenz 16 Tage nach dem Kauf in eine unbefristete Lizenz umgewandelt.
- Zweites Spiel: Am 27. April gekauft und am selben Tag installiert; es generierte eine ähnliche 30-Tage-Lizenz. Im Gegensatz zum ersten Spiel wurde jedoch noch keine dauerhafte Lizenz ausgestellt.
Auswirkungen der neuen Politik
Die Diskrepanz zwischen den beiden Käufen deutet darauf hin, dass die überarbeitete DRM-Richtlinie von PlayStation weniger restriktiv sein könnte als zunächst angenommen. Die unmittelbare Sorge betrifft offenbar das Rückgaberecht – die Lizenz des ersten Spiels wurde erst nach dessen Ablauf dauerhaft. Bis Sony weitere Erläuterungen liefert, wird weiterhin über mögliche Parallelen zu den ursprünglichen DRM-Richtlinien der Xbox One spekuliert, die aufgrund ihrer Verbraucherunfreundlichkeit heftig kritisiert wurden.
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