Samsungs Speichersparte priorisiert KI gegenüber dem Smartphone-Sektor angesichts steigender Kostenrisiken

Samsungs Speichersparte priorisiert KI gegenüber dem Smartphone-Sektor angesichts steigender Kostenrisiken

Die rasante Expansion des Sektors der künstlichen Intelligenz (KI) hat die Nachfrage nach dynamischem Direktzugriffsspeicher (DRAM) drastisch erhöht und zu Engpässen bei verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Branchen geführt. Dieser Nachfrageanstieg hat die Speicherhersteller vor große Herausforderungen gestellt; Prognosen zufolge können sie bis 2027 voraussichtlich nur 60 % des weltweiten Bedarfs decken.

Unter den wichtigsten Akteuren in der DRAM-Produktion hat Samsung dem kurzfristigen finanziellen Wachstum Vorrang vor der Unterstützung seiner Geschäftsbereiche Device Experience (DX) und Mobile Experience (MX) eingeräumt, die eine entscheidende Rolle bei Smartphone-Einführungen spielen. Jüngste Berichte deuten auf wachsende Bedenken hin. TM Roh, Führungskraft beider Bereiche, deutete an, dass der MX-Sektor möglicherweise ein jährliches Defizit verzeichnen könnte – ein Novum für Samsung seit seiner Gründung.

Potenzielles Jahresdefizit der MX-Sparte von Samsung

Steigende Preise für DRAM- und NAND-Flash-Speicher haben Samsung gezwungen, die Kosten seiner Flaggschiff-Smartphone-Reihe Galaxy S26 anzuheben. Diese Preisanpassung führte in der Folge zu geringeren Konsumausgaben. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Produktion seiner LPDDR4- und LPDDR4X-Speicherchips eingestellt und setzt stattdessen auf die leistungsfähigeren LPDDR5- und LPDDR5X-Modelle, die speziell für KI-Nutzer entwickelt wurden.

LPDDR-Speicher, eine entscheidende Komponente in Mobilgeräten, gewinnt im KI-Markt zunehmend an Bedeutung und verschärft den aktuellen Mangel. So wird beispielsweise NVIDIAs kommende KI-CPU „Vera“ voraussichtlich beeindruckende 1, 5 TB LPDDR5X-Speicher enthalten. Im Vergleich dazu nutzt das Flaggschiff Galaxy S26 Ultra lediglich 12 GB dieses Arbeitsspeichers, was den enormen Unterschied verdeutlicht: Der Speicherbedarf fortschrittlicher KI-Prozessoren ist um das 125-Fache höher.

Ein Samsung-Manager warnt davor, dass das Smartphone-Geschäft des Unternehmens ein Defizit aufweisen könnte.
Anteil des DRAM-Preises an den Smartphone-Kosten nach Preisklasse / Bildnachweis: Lee Ji-hye

Obwohl Samsung seine MX-Sparte durch die Produktion kostengünstigerer DRAM-Chips für die Galaxy S26-Serie hätte unterstützen können, scheint das Zusammenspiel der Geschäftsbereiche nicht so reibungslos zu verlaufen wie erwartet. Speicherlieferverträge werden üblicherweise vierteljährlich abgeschlossen, und die seit Mitte 2022 beobachteten Preiserhöhungen werden sich voraussichtlich bis zum zweiten Quartal 2026 vollständig in den Produktionskosten niederschlagen.

Counterpoint Research prognostiziert, dass bei Premium-Geräten ab einem Preis von 800 US-Dollar die Speicherkosten bis zu 20 % der gesamten Produktionskosten ausmachen werden. Daher ist es wahrscheinlich, dass Samsungs MX-Sparte vor dem Eintritt in eine Erholungsphase finanzielle Verluste verzeichnen wird.

Weitere Einblicke in diese sich entwickelnde Geschichte finden Sie in der Quelle: Money Today

Quellen & Bilder

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