Nach erheblichen DRAM-Engpässen und rasant steigenden RAM-Preisen zeichnet sich nun ab, dass der SSD-Markt vor ähnlichen Herausforderungen steht. Experten der Lieferkette weisen auf einen bevorstehenden Preisanstieg bei NAND-Chips hin – ein besorgniserregender Trend für Verbraucher und Hersteller gleichermaßen.
Samsungs erwartete 100%ige NAND-Preiserhöhung im ersten Quartal 2024
Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) hat dramatische Auswirkungen auf die Lieferketten. KI trägt maßgeblich zu den Preisschwankungen im PC-Markt bei. Infolgedessen sind die RAM-Preise in die Höhe geschnellt, die Markteinführung von Grafikkarten hat sich verzögert, und große NAND-Hersteller bereiten sich nun auf drastische Preiserhöhungen vor. Einem Bericht von ETNews zufolge wird Samsung im ersten Quartal 2024 vertraglich vereinbarte Preiserhöhungen von über 100 % umsetzen. Dies ist auf umfangreiche Langzeitverträge (LTAs) mit führenden Kunden wie Apple, NVIDIA und AMD zurückzuführen.



Die Verdopplung der NAND-Chip-Preise in diesem Quartal könnte zu drastischen Umwälzungen im PC-Markt führen und insbesondere den SSD-Absatz beeinflussen. Aktuelle Daten von PCPartPicker zeigen einen kontinuierlichen Anstieg der SSD-Preise, wobei die Konfigurationen täglich deutlich teurer werden. Konkret sind die SSD-Preise seit Oktober 2025 um etwa 18 % gestiegen, und angesichts der bevorstehenden Preiserhöhungen bei NAND-Chips könnten die aktuellen Preise bald als Schnäppchen gelten.

Diese Situation verdeutlicht die besorgniserregende Realität für die PC-Branche: Die Hardwarebeschaffung wird aufgrund stetig steigender Preise für essentielle Komponenten immer schwieriger. Da sich die technologischen Innovationen im Bereich der KI weiter beschleunigen, dürfte die Nachfrage nach DRAM, NAND und anderen wichtigen Ressourcen weiter steigen. Analysten gehen davon aus, dass es keinen klaren Zeitplan für die Lösung dieser Probleme gibt, sodass Gamern kaum eine andere Wahl bleibt, als PC-Upgrades um mehrere Quartale zu verschieben.
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