Führende Automobilhersteller wie Volvo haben fortschrittliche LiDAR-Kamerasysteme in ihre Fahrzeuge integriert. Diese Systeme nutzen schnelle Infrarot-Lichtimpulse (IR), um eine hochpräzise 3D-Erfassung der Fahrzeugumgebung zu ermöglichen. Obwohl Infrarotlicht für das menschliche Auge unsichtbar ist, tritt ein interessantes Phänomen auf, wenn man eine Smartphone-Kamera auf ein LiDAR-System richtet: Es kommt zu starken Bildstörungen im Sucher des Smartphones, die oft schwere und unter Umständen irreparable Schäden am Sensor des Geräts verursachen.
CMOS-Sensoren in Smartphones zeigen Empfindlichkeit gegenüber hochenergetischem Infrarotlicht
Ein kürzlich von Nutzer @Rainmaker1973 auf X geteiltes Video zeigte einen Volvo EX90 mit einem LiDAR-Sensor auf dem Dach. Diese innovative Ergänzung erweitert die Funktionalität des Fahrzeugs und ermöglicht den Einsatz eines fortschrittlichen Fahrerassistenzsystems (ADAS).Diese Technologie ist die Grundlage für Funktionen wie Notbremsung, Kollisionsvermeidung und adaptive Geschwindigkeitsregelung. Das System erkennt zuverlässig verschiedene Objekte, darunter Fußgänger, Radfahrer und Gefahren im Straßenverkehr. Wie das Video zeigt, stellt es jedoch auch ein Risiko für Smartphone-Kameras dar.
In dem Video war im Sucher des Smartphones ein starker Bildfehler zu erkennen, der durch rosaviolette, sternenähnliche Artefakte gekennzeichnet war. Dieser Bildfehler entsteht durch die Bestrahlung des Kamerasensors mit hochenergetischen Infrarotlasern, die typischerweise eine Wellenlänge von 1550 Nanometern aufweisen. Längere Bestrahlung kann zu dauerhaften Schäden an den Pixeln des Kamerasensors führen. Da die CMOS-Sensoren mobiler Geräte nicht für die Verarbeitung intensiver Lichtstrahlen ausgelegt sind, die von entfernten Objekten reflektiert werden, können sie übermäßige Hitze erzeugen und die Integrität des Sensors beeinträchtigen.
Das Filmen des LiDAR-Systems dieses Autos zerstört die Handykamera.pic.twitter.com/PVMGhpvzbt
— Massimo (@Rainmaker1973) 16. Januar 2026
Wer sich Sorgen um die Sicherheit des LiDAR-Systems im Volvo EX90 für das menschliche Auge macht, kann beruhigt sein. Fahrzeuge mit dieser Technologie sind als Laser der Klasse 1 eingestuft und im Normalbetrieb sicher, da die Leistung zu gering ist, um Augenschäden zu verursachen. Das Infrarotlicht mit einer Wellenlänge von 1550 Nanometern wird blockiert, bevor es die Netzhaut erreichen kann. Allerdings ist zu beachten, dass Kamerasensoren weiterhin anfällig für direkte Lichteinwirkung sind. Experimente mit einem alten Smartphone mögen verlockend sein, doch es empfiehlt sich, das Hauptgerät vor solchen Risiken zu schützen.
Nachrichtenquelle: @Rainmaker1973
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