Vorsicht vor Phishing-Kommentaren auf LinkedIn: Wichtige Warnsignale, auf die Sie achten sollten

Vorsicht vor Phishing-Kommentaren auf LinkedIn: Wichtige Warnsignale, auf die Sie achten sollten

Phishing-Betrugsmaschen auf LinkedIn entwickeln sich ständig weiter. Die neueste Taktik besteht darin, irreführende Kommentare in die Feeds der Nutzer einzuschleusen. Diese Strategie hat sich bereits als wirksam erwiesen, weshalb es unerlässlich ist, sich dieser Problematik bewusst zu werden, um persönliche Daten zu schützen.

Phishing-Kommentare erkennen

Bei der Interaktion mit Kommentaren auf LinkedIn sollten Nutzer vor allem eines befürchten: Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden. In der Regel möchten sie sinnvolle Gespräche führen und ihr berufliches Netzwerk erweitern, doch die zunehmende Verbreitung von Betrugsmaschen hat die Nutzer vorsichtiger gemacht.

Betrüger geben sich als LinkedIn-Moderations-Bots aus und warnen in Kommentarspalten vor vermeintlichen Richtlinienverstößen, die zur Kontosperrung führen könnten. Diese gezielt gestalteten Kommentare wirken glaubwürdig und zielen auf die Impulsivität der Nutzer ab. Leider führt das Anklicken von Links oft zu gefälschten Webseiten, die sensible Daten abgreifen sollen.

Besonders gefährlich an diesen Phishing-Taktiken ist ihr scheinbar legitimer Eindruck. Anders als herkömmliche Betrugsmaschen, die oft grammatikalische Fehler enthalten, nutzen diese Kommentare das professionelle LinkedIn-Branding und formatieren Links häufig im bekannten „lnkd.in“-Stil, was ihre Glaubwürdigkeit erhöht.

Die durch diese Kommentare erzeugte Dringlichkeit kann Nutzer zu überstürzten Handlungen verleiten, insbesondere wenn sie glauben, die Nachricht stamme direkt von LinkedIn. Der Einsatz künstlicher Intelligenz durch Betrüger, um massenhaft Kommentare zu versenden und dabei authentisch zu wirken, verschärft das Problem zusätzlich.

Betrüger erkennen: Verlinkt

Eine bemerkenswerte Welle dieser Betrügereien steht im Zusammenhang mit Konten, die unter dem Namen „Linked Very“ firmieren. Der Nutzer Mark O demonstrierte, wie diese Phishing-Kommentare in sein LinkedIn-Profil eingeschleust wurden.

Beispiel verlinkter Kommentar, der stark nach Phishing aussieht.
Beispiel eines Phishing-Kommentars von Linked Very, geteilt von Mark O.

Die Links in diesen Kommentaren leiten Nutzer auf Seiten weiter, die authentischen LinkedIn-Oberflächen täuschend ähnlich sehen. Obwohl es Variationen dieser Nachrichten gibt, verfolgen sie alle dieselbe betrügerische Absicht. Da die Meldungen über „Linked Very“ zunehmen, werden Betrüger wahrscheinlich ihre Profilnamen regelmäßig ändern, um nicht entdeckt zu werden.

Wenn Sie auf dieses oder ein anderes verdächtiges Profil stoßen, klicken Sie nicht auf die Links. Melden Sie das Konto stattdessen direkt an LinkedIn. Gehen Sie zum Profil, klicken Sie auf „ Mehr “ und wählen Sie „Melden/Blockieren“. Je mehr Profile gemeldet werden, desto sicherer wird die Plattform für alle Nutzer.

Bericht über Phishing-Kommentare auf LinkedIn

LinkedIn benötigt dringend die Mithilfe der Nutzer, um diese betrügerischen Identitätsdiebstähle zu erkennen. Derzeit wird daran gearbeitet, die mit diesen Betrügereien in Verbindung stehenden Konten zu entfernen.

Beurteilung der Profilauthentizität

Um festzustellen, ob ein alarmierender Kommentar echt ist, sollten Sie das Profil genauer unter die Lupe nehmen, anstatt auf darin enthaltene Links zu klicken. Authentische LinkedIn-Supportprofile weisen eine beträchtliche Anzahl an Followern auf. Beispielsweise hat das LinkedIn-Hilfeprofil 7.000 Follower, während viele Betrugsprofile gar keine Follower haben – ein deutliches Warnsignal.

Beispiel einer offiziellen LinkedIn-Supportseite.

Während neue oder inaktive Konten möglicherweise unvollständig sind, verfügen seriöse Support-Profile über gut ausgearbeitete Profile. Sollten Betrüger ihre Vorgehensweise ändern, ist es weiterhin wichtig, Profile mit wenigen Informationen oder ohne Follower zu meiden.

Das Warnprotokoll von LinkedIn verstehen

Es ist wichtig zu wissen, dass LinkedIn Nutzer nicht öffentlich in Kommentarspalten vor Verstößen warnt. Stattdessen werden solche Fälle per E-Mail an registrierte Konten kommuniziert, in der der Verstoß und die weiteren Schritte erläutert werden. Obwohl Phishing-E-Mails von LinkedIn existieren, ist es ratsam, keine Links in diesen E-Mails anzuklicken. Melden Sie sich zur Verifizierung immer direkt bei LinkedIn an.

Wenn Sie sich unsicher sind, loggen Sie sich direkt in Ihr LinkedIn-Konto ein. Möglicherweise erhalten Sie auch eine Direktnachricht bezüglich des mutmaßlichen Verstoßes. Sollten sowohl die E-Mail als auch die Benachrichtigung vorliegen, können Sie davon ausgehen, dass es sich um eine vertrauenswürdige Kommunikation handelt.

Sollten weiterhin Bedenken bestehen, können Sie sich direkt über die Supportseite an LinkedIn wenden, um Unterstützung zu erhalten.

LinkedIn-Kontaktmöglichkeiten.

Schutz Ihres Kontos: Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

LinkedIn wird Sie niemals zur erneuten Bestätigung Ihrer Anmeldedaten auffordern, wenn Sie aktiv angemeldet sind. Sollten Sie auf eine separate Anmeldeseite weitergeleitet werden, geben Sie dort keine Informationen ein. Beachten Sie jedoch, dass Sie unter bestimmten Umständen bei Kontoaktualisierungen zur Bestätigung Ihres Passworts aufgefordert werden. Dies ist ein Standardverfahren.

Überprüfen Sie den Status Ihres Kontos

Der Phishing-Betrug, der die Kontosperrung ausnutzt, lässt sich leicht überprüfen. Melden Sie sich einfach von Ihrem LinkedIn-Konto ab und versuchen Sie, sich wieder anzumelden. Wenn Sie problemlos darauf zugreifen können und keine Benachrichtigung oder E-Mail von LinkedIn erhalten haben, ist Ihr Konto weiterhin sicher und der fragliche Kommentar ist wahrscheinlich Spam.

Offizielle LinkedIn-Kommentare enthalten immer einen Link im Format linkedin.com oder der Kurzform lnkd.in. Auch wenn Phishing-Angriffe mitunter ein ähnliches Format verwenden, ist es unerlässlich, diese Links vor dem Anklicken zu überprüfen.

Nutzen Sie Tools wie Expand URL oder Unshorten. It, um die vollständige URL anzuzeigen. Durch einfaches Einfügen in diese Tools wird das tatsächliche Ziel angezeigt.

Zusätzlich sollten Sie Links mit urlscan.io überprüfen. Dies klärt nicht nur das Ziel des Links, sondern prüft auch auf damit verbundene schädliche Aktivitäten. Bei der Überprüfung eines gemeldeten Phishing-Links kennzeichnete das Tool diesen als schädlich.

Schädlicher Link wurde auf urlscan.io verifiziert.

Eine wichtige Regel lautet: Klicken Sie nicht auf Links von unzuverlässigen Nutzern. Im Zweifelsfall seien Sie vorsichtig; Ihre Sicherheit hat oberste Priorität. Nachdem Sie Betrüger blockiert haben, sollten Sie weitere Möglichkeiten erkunden, Ihren LinkedIn-Feed relevanter zu gestalten.

Quellen & Bilder

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