Die Fehlermeldung „Zeile 0: Fehler beim Öffnen der Datei“ beim Systemstart kann ziemlich frustrierend sein. Sie scheint oft mit übrig gebliebenen Autostart-Einträgen, beschädigten Systemdateien oder sogar Malware-Resten zusammenzuhängen. Tritt der Fehler jedes Mal auf, befindet sich wahrscheinlich etwas in der Registry oder den Autostart-Einträgen, das dort nicht mehr hingehört. Die gute Nachricht: Sie können verschiedene Lösungsansätze versuchen – manche sind einfacher, manche etwas aufwendiger. Ein Malware-Scan hilft in der Regel, schädliche Skripte aufzuspüren. Falls das nicht hilft, kann die Bearbeitung der Registry oder die Deinstallation von AutoIt das Problem möglicherweise beheben. Seien Sie jedoch vorsichtig: Eingriffe in die Registry sind riskant, daher sollten Sie vorher immer eine Sicherungskopie erstellen. Hier finden Sie eine detaillierte und ehrliche Anleitung, die Ihnen hilft, das Problem zu lösen und nicht bei jedem Systemstart zu verzweifeln.
So beheben Sie den Fehler „Zeile 0: Fehler beim Öffnen der Datei“ beim Windows-Start
Lösung 1. Führen Sie einen Malware-Scan durch.
- Drücken Sie die Windows -Taste und klicken Sie anschließend auf das Zahnradsymbol, um die Einstellungen zu öffnen.
- Geben Sie „Viren- und Bedrohungsschutz“ in die Suchleiste oben ein.
- Drücken Sie die Eingabetaste und suchen Sie nach der Schaltfläche „Schnellscan“ – heutzutage empfiehlt sich ein vollständiger Scan, da sich diese lästigen Autostart-Skripte oft unbemerkt einschleichen.
- Klicken Sie jetzt auf „Scannen“ und warten Sie. Es ist etwas seltsam, aber manchmal können Schadsoftware oder Adware Startdateien beschädigen und so Fehler wie diesen verursachen.
- Wenn Bedrohungen gefunden werden, klicken Sie auf „Bedrohungen bereinigen“ und lassen Sie Windows seine Arbeit erledigen.
- Nach Abschluss der Installation starten Sie Ihr System neu. Bei manchen Konfigurationen schlägt es beim ersten Mal fehl, funktioniert aber nach einem Neustart. Keine Ahnung, warum, aber nun ja, es ist Windows.
Lösung 2.Überprüfen Sie die Registry- und Autostart-Einträge.
- Drücken Sie die Taste Win + R, geben Sie dann etwas ein
regeditund drücken Sie OK. Hier ist jedoch Vorsicht geboten – hier geschieht die Magie (oder der Schabernack). - Sichern Sie Ihre Registry vorsichtshalber, indem Sie auf „ Datei “ > „Exportieren“ klicken. Benennen Sie die Datei beispielsweise „RegistryBackup“ und speichern Sie sie an einem sicheren Ort. So haben Sie im Notfall einen Wiederherstellungspunkt.
- Navigieren Sie zu HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
- Achten Sie auf verdächtige oder verbliebene Einträge wie AdobeFlash, Windows Update, Adobe Update oder Google Chrome. Diese können legitim sein, aber wenn Sie sie nicht kennen oder sie nicht mehr installiert sind, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Löschen“.
- Als Nächstes gehen Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
- Wiederholen Sie die Bereinigung für diese Einträge – gehen Sie genauso vor und löschen Sie alles Ungewöhnliche oder Überbleibsel von deinstallierten Apps.
- Schließen Sie den Registrierungseditor und starten Sie den Computer neu. Manchmal bleiben diese Einträge bestehen und verursachen Startfehler. Das Entfernen dieser Einträge behebt den Fehler oft, insbesondere wenn er durch ein fehlerhaftes Autostart-Programm verursacht wurde.
Lösung 3. Deinstallieren Sie AutoIt, falls es noch installiert ist.
- Drücken Sie die Taste Win + R, geben Sie ein
appwiz.cplund drücken Sie die Eingabetaste. Dadurch öffnet sich das klassische Fenster Programme und Funktionen. - Suchen Sie in der Liste nach AutoIt. Falls es dort aufgeführt ist, wählen Sie es aus.
- Klicken Sie auf „Deinstallieren“ und folgen Sie den Anweisungen – manchmal werden Administratorrechte benötigt, seien Sie also darauf vorbereitet.
- Nach der Deinstallation muss der Computer neu gestartet werden. Denn natürlich muss Windows das unnötig kompliziert machen.
Lösung 4. Entfernen Sie AutoIt-Skripte aus dem Autostart mithilfe von Autoruns.
- Laden Sie Autoruns von [Microsoft Sysinternals](https://docs.microsoft.com/en-us/sysinternals/downloads/autoruns) herunter und extrahieren Sie es.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei autoruns.exe und führen Sie sie als Administrator aus. Viele dieser Autostart-Probleme sind in versteckten Autostart-Ordnern verborgen.
- Geben Sie im Filterfeld autoit ein.
- Suchen Sie nach AutoIt3- Einträgen – klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Löschen“. Manchmal bleiben Skripte oder Autostart-Prozesse alter AutoIt-Installationen auch nach der Deinstallation des Programms bestehen.
Lösung 5. Windows zurücksetzen (als letzte Möglichkeit)
- Öffnen Sie die Einstellungen und navigieren Sie zu Update und Sicherheit.
- Klicken Sie in der Seitenleiste auf „Wiederherstellung“.
- Klicken Sie im Hauptfenster unter „Diesen PC zurücksetzen“ auf „ Los geht’s “.
- Wählen Sie die Option, Ihre Dateien zu behalten – glauben Sie mir, Sie wollen nach Möglichkeit vermeiden, alles zu löschen.
- Folgen Sie den Anweisungen, um Windows neu zu installieren. Dies ist zwar ein drastischer Schritt, beseitigt aber in der Regel tiefgreifende, hartnäckige Probleme wie beschädigte Systemdateien, die Fehler verursachen.
Die Behebung dieses Fehlers kann sich als mühsam erweisen, je nachdem, was ihn tatsächlich verursacht – ob es sich um übriggebliebene Autostart-Einträge, Malware oder beschädigte Dateien handelt. Häufige Verdächtige sind Registry-Überbleibsel, unnötige AutoIt-Skripte oder schädliche Autostart-Einträge. In der Regel beseitigt ein Malware-Scan in Kombination mit der Bereinigung der Autostart-Registry die hartnäckigsten Ursachen. Gehen Sie dabei aber nicht planlos in der Registry vor, es sei denn, Sie sind damit vertraut, und erstellen Sie vorher immer ein Backup. Manchmal hilft nur noch ein Zurücksetzen des Systems, wenn nichts anderes mehr hilft.