Verkürzt dieser Modus tatsächlich die Windows-Startzeit? Nun, das kommt darauf an. Der Schnellstart (auch Hybridstart oder Hybrid-Herunterfahren genannt) ist seit Windows 8 verfügbar und soll den PC-Start beschleunigen, indem Teile der üblichen Startvorgänge übersprungen werden. Anstatt jedes Mal alle Treiber und Dienste zu laden, speichert Windows einen Systemzustand in der Datei hiberfil.sys und liest diesen beim Start aus. Theoretisch sollte dies den Startvorgang um einige Minuten verkürzen. Doch ehrlich gesagt ist der Modus nicht perfekt und hat seine Nachteile. Manchmal kann die Aktivierung das Aufwachen aus dem Ruhezustand beeinträchtigen oder Probleme mit verschlüsselten Laufwerken verursachen, insbesondere bei Verwendung von BitLocker oder anderen Sicherheitstools. Wenn Ihr System ohnehin schon langsam startet oder durch Updates blockiert ist, ist dies möglicherweise keine Wunderlösung. Wenn Sie dennoch schnellere Starts wünschen und mögliche Probleme in Kauf nehmen, erfahren Sie hier, wie Sie den Schnellstart aktivieren oder deaktivieren.
Option 1. Schnellstart über die Systemsteuerung aktivieren oder deaktivieren
Schritte für Windows 10 & 11
- Klicken Sie auf Start und geben Sie Hardware und Sound ein. Ja, selbst unter Windows 11 ist es noch vorhanden.
- Wählen Sie „Energieoptionen“. Oft ist es einfacher, direkt über „Einstellungen“ > „System“ > „Energie & Ruhezustand“ zu gehen und dann auf der rechten Seite auf „Zusätzliche Energieeinstellungen“ zu klicken.
- Klicken Sie auf „Auswählen, was die Netzschalter bewirken“.
- Tippen Sie auf „Einstellungen ändern, die momentan nicht verfügbar sind“. Möglicherweise werden Sie zur Administratorberechtigung aufgefordert; bestätigen Sie die Anfrage gegebenenfalls.
- Suchen Sie nach „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“. Wenn diese Option aktiviert ist und Sie den Schnellstart deaktivieren möchten, entfernen Sie einfach das Häkchen. Möchten Sie ihn wieder aktivieren? Aktivieren Sie die Option erneut. Klicken Sie anschließend auf „ Änderungen speichern“.
Das ist der einfachste Weg, und er funktioniert in den meisten Fällen. Auch wenn es nicht immer offensichtlich ist, sorgt das Aktivieren/Deaktivieren dieser Einstellung in der Regel für schnellere Systemstarts oder behebt seltsame Probleme nach Updates. Auf manchen Rechnern kann es beim ersten Mal fehlschlagen; versuchen Sie es dann nach einem Neustart erneut, und alles funktioniert.
Warum es hilft
Diese Methode aktiviert im Prinzip eine Option in der Windows-Systemsteuerung, um den Systemzustand schnell aus dem Ruhezustand wiederherzustellen. Das ist hilfreich, wenn Sie lange Startzeiten oder ungewöhnliche Probleme beim Aufwachen aus dem Ruhezustand feststellen. Rechnen Sie mit einem schnelleren Neustart – in der Regel ein bis zwei Minuten statt mehrerer, abhängig von Ihrer Hardware. Beachten Sie jedoch, dass die Deaktivierung dieser Funktion bestimmte Treiber- oder Hardwarekompatibilitätsprobleme beheben kann, insbesondere wenn Probleme beim Aufwachen aus dem Ruhezustand auftreten.
Option 2. Schnellstart über die Eingabeaufforderung aktivieren
Das ist ein praktischer Trick, falls die obige Option das Kontrollkästchen nicht anzeigt oder Sie gerne mit Befehlen experimentieren. Manchmal ist der Schnellstart nicht standardmäßig aktiviert, insbesondere bei Neuinstallationen oder benutzerdefinierten Konfigurationen. Mit einem kurzen Befehl lässt er sich aktivieren.
Schritte zur Aktivierung des Schnellstarts über die Eingabeaufforderung
- Drücken Sie die Eingabetaste Windows + R, um das Ausführen-Fenster zu öffnen, und geben Sie dann den Befehl ein
cmd. Um die Eingabeaufforderung als Administrator auszuführen – was wahrscheinlich erforderlich ist – klicken Sie entweder mit der rechten Maustaste auf die Eingabeaufforderung im Startmenü und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“, oder drücken Sie im Ausführen-Fenster die Eingabetaste Ctrl + Shift + Enter. - Geben Sie im Eingabeaufforderungsfenster Folgendes ein:
powercfg /hibernate on. Drücken Sie die Eingabetaste Enter. - Sobald das erledigt ist, gehen Sie zurück zu Systemsteuerung > Hardware und Sound > Energieoptionen > Auswählen, was beim Drücken der Netzschalter geschehen soll, und prüfen Sie, ob das Kontrollkästchen „Schnellstart aktivieren“ angezeigt wird. Jetzt können Sie es nach Belieben aktivieren oder deaktivieren.
Manchmal kann dieser Befehl Probleme beheben, wenn Windows den Schnellstart nicht aktiviert oder immer wieder zurücksetzt. Es mag seltsam klingen, aber bei manchen Konfigurationen ist dieser Schritt notwendig, damit alles reibungslos funktioniert.
Zusätzlicher Hinweis
Gelegentlich können Schadsoftware oder beschädigte Systemdateien die Ruhezustands- und Schnellstartoptionen beeinträchtigen. Sollten ungewöhnliche Fehlermeldungen auftreten oder die Einstellung nicht aktiviert/deaktiviert bleiben, empfiehlt sich ein Systemscan mit dem Systemdatei-Überprüfungsprogramm oder eine Suche nach Schadsoftware. Denn natürlich muss Windows es einem unnötig schwer machen.
Hoffentlich verkürzt das die Startzeit oder behebt Startprobleme. Manchmal reicht es schon, ein paar Einstellungen zu ändern und neu zu starten.
Zusammenfassung
- Die Schnellstartfunktion kann die Bootzeiten deutlich verkürzen, kann aber beim Aufwachen aus dem Ruhezustand oder bei verschlüsselten Laufwerken Probleme verursachen.
- Sie können es über die Systemsteuerung umschalten oder mithilfe von Befehlen in der Eingabeaufforderung aktivieren.
- Bei manchen Konfigurationen sind möglicherweise ein paar Anpassungen an den Systemdateien oder ein Neustart erforderlich, damit es ordnungsgemäß funktioniert.
Zusammenfassung
Die meisten, die schnellere Startzeiten anstreben, finden die Schnellstartfunktion hilfreich. Allerdings ist sie nicht für alle Systeme geeignet. Manchmal kann das Deaktivieren bestimmte Hardware- oder Kompatibilitätsprobleme beheben. Probieren Sie einfach verschiedene Methoden aus und sehen Sie, was funktioniert. Hoffentlich hilft das jemandem, sein System schneller zu starten – bei einigen Systemen hat es jedenfalls geklappt.