Netflix steigt aus dem Bieterwettstreit mit Warner Bros. um Discovery aus – Paramount-Deal nun sehr wahrscheinlich

Netflix steigt aus dem Bieterwettstreit mit Warner Bros. um Discovery aus – Paramount-Deal nun sehr wahrscheinlich

Das Bieterverfahren um Warner Bros. Discovery ist entschieden.Netflix sorgte kürzlich für Schlagzeilen, indem es die Verhandlungen offiziell abbrach. Angesichts eines deutlich höheren Angebots des Konkurrenten Paramount Skydance erklärten die beiden CEOs Ted Sarandos und Greg Peters, dass die Übernahme des neuen Preises für Netflix finanzielle Schwierigkeiten mit sich gebracht habe, was letztendlich zu ihrem Ausscheiden aus dem Bieterverfahren führte.

In der gemeinsamen Erklärung bekräftigte die Netflix-Führung ihr Engagement für den Erhalt der traditionsreichen Marken von Warner Bros.und betonte die Wichtigkeit eines ausgewogenen Finanzmanagements. Sie merkte an:

Wir sind überzeugt, dass wir die legendären Marken von Warner Bros.gut verwaltet hätten und dass unser Deal die Unterhaltungsindustrie gestärkt sowie Produktionsarbeitsplätze in den USA erhalten und geschaffen hätte. Diese Transaktion war jedoch immer nur ein nettes Extra zum richtigen Preis, kein Muss zu jedem Preis.

Stunden vor der Ankündigung von Netflix hatte der Vorstand von Warner Bros. Discovery das jüngste Angebot von Paramount als „das überlegene Angebot“ bezeichnet und damit effektiv Druck auf Netflix ausgeübt, entweder das Angebot zu erreichen oder sich zurückzuziehen, wofür sie sich letztendlich entschieden.

Chronologie des Bieterwettbewerbs um die Warner Bros. Discovery

Um diesen Bieterwettbewerb einzuordnen, ist ein Blick zurück unerlässlich. Warner Bros. Discovery, 2022 durch die Fusion von AT&T und Discovery entstanden, kündigte offiziell seine Verkaufsabsicht für die zweite Jahreshälfte 2025 an. Bereits im Oktober desselben Jahres gab der Vorstand bekannt, dass er mit mehreren Interessenten in Gesprächen sei.

Rund fünf Wochen später unterbreitete Netflix ein gigantisches Angebot zur Übernahme der Studio- und Streaming-Assets von Warner Bros.für 72 Milliarden US-Dollar, was den Gesamtwert des Angebots auf 82, 7 Milliarden US-Dollar bezifferte. Doch nur drei Tage nach Netflix‘ Ankündigung trat Paramount Skydance mit einem aggressiven Barangebot von 108, 4 Milliarden US-Dollar auf den Plan. Der Vorstand von Warner Bros.empfahl den Aktionären zunächst, das Angebot von Paramount zugunsten des Netflix-Vorschlags abzulehnen, doch Paramount blieb hartnäckig.

Am 10. Februar 2026 erweiterte Paramount sein Angebot um mehrere entscheidende Komponenten:

  • Eine Vereinbarung zur Deckung der 2, 8 Milliarden Dollar Entschädigung, die WBD durch den Ausstieg aus dem Vertrag mit Netflix entstehen würde.
  • Die Zusage, eine Schuldenrefinanzierung zu unterstützen, die die Ausgaben von WBD um 1, 5 Milliarden Dollar reduzieren könnte.
  • Eine laufende Gebühr von 650 Millionen US-Dollar in bar pro Quartal als Ausgleich, falls der Deal bis Ende 2026 nicht zustande kommt.

Diese strategische Neuausrichtung lenkte den Fokus des Warner Bros. Discovery-Vorstands auf Paramount. Der endgültige Vorschlag wurde am Dienstag, dem 24. Februar, eingereicht und bot 31 US-Dollar pro Aktie in bar – deutlich mehr als Netflix mit 27, 75 US-Dollar. Paramount steht somit kurz vor der Übernahme von Warner Bros. Discovery für insgesamt 111 Milliarden US-Dollar, dem finanziell überlegenen Angebot.

Die Auswirkungen auf die Gaming-Sparte von Warner Bros. Discovery sind noch unklar, insbesondere angesichts der in naher Zukunft erwarteten großen Spieleveröffentlichungen. Bemerkenswert ist, dass Netflix WB Games nicht in sein Angebot einbezogen hat, da es das Unternehmen als relativ unbedeutend einstufte. Paramount hingegen ist an Skydance Interactive, einem Entwickler verschiedener VR-Spiele, beteiligt und arbeitet mit Skydance New Media zusammen, einem Studio unter der Leitung von Amy Hennig, das unter anderem an Marvel 1943: Rise of Hydra sowie einem kommenden Star-Wars -Spiel arbeitet.

Während sich diese Situation weiterentwickelt, hoffen die Beteiligten, dass die strategische Planung für die Zukunft von Warner Bros. Games bereits im Gange ist.

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