Microsoft hat das neueste Update für die Windows 11 Beta- und Dev-Insider-Programme veröffentlicht. Die Version mit der Build-Nummer 26220.7344 trägt die Kennung KB5070316. Dieses Update enthält zahlreiche neue Funktionen, Verbesserungen und bestätigte Fehler, um die Benutzerfreundlichkeit für die Teilnehmer dieser Kanäle zu optimieren.
Eine wesentliche Verbesserung dieser Version ist die automatische Aktivierung der Funktion „Schnelle Maschinenwiederherstellung “ (QMR) auf professionellen Geräten, analog zur Einführung bei Heim-PCs. Zusätzlich wird die Unified Update Orchestration Platform (UOP) implementiert, um Anwendungsaktualisierungen zu optimieren und dadurch schneller und zuverlässiger zu gestalten.
Das Update beinhaltet außerdem Verbesserungen der „Open with“ -Funktionalität und optimiert so die Benutzerfreundlichkeit. Darüber hinaus wurde die öffentliche Vorschau der Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP) eingeführt, wodurch Entwickler neue Funktionen nutzen können. Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zu diesen Änderungen.
Native Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP)
Die neueste Windows-Version unterstützt nun nativ das Model Context Protocol (MCP), einen offenen Standard, der KI-Agenten eine einheitliche Methode zur Interaktion mit verschiedenen Anwendungen, Tools und Diensten bietet. Dieses Framework ermöglicht es Agenten, kompatible Tools nahtlos über eine sichere Windows-Geräteregistrierung (ODR) zu erkennen und mit ihnen zu interagieren. Innerhalb dieser Umgebung behalten Agenten-Konnektoren ihre eindeutigen Identitäten und Audit-Protokolle bei, was Sicherheit und einfache Verwaltbarkeit gewährleistet. Die Integration von MCP auf Betriebssystemebene verbessert die Auffindbarkeit und Kontrolle und ermöglicht es Entwicklern, IT-Experten und Anwendern, agentenbasierte Workflows effizient zu erstellen und zu verwalten.

Diese Version enthält zwei integrierte Agentenkonnektoren:
- Datei-Explorer-Connector: Dieser ermöglicht es Agenten, lokale Dateien mit Zustimmung des Benutzers zu verwalten, zu organisieren und abzurufen. Auf Copilot+-fähigen PCs verbessert er die Dateisuchfunktionen durch Verarbeitung natürlicher Sprache.
- Windows Settings Connector: Dieser Connector ermöglicht es Benutzern von Copilot+ PCs, Einstellungen zu überprüfen und zu ändern oder mithilfe von natürlichsprachlichen Befehlen zu bestimmten Seiten zu navigieren.
Verbesserungen bei der schnellen Maschinenwiederherstellung
Die Funktion „Schnelle Maschinenwiederherstellung“ (QMR) ist jetzt standardmäßig für Windows Professional-Geräte aktiviert, die nicht in eine Domäne eingebunden sind, und bietet ihnen Funktionen, die zuvor nur Privatanwendern vorbehalten waren. Bei Unternehmenssystemen, die in eine Domäne eingebunden sind, bleibt QMR inaktiv, sofern es nicht von der Organisation aktiviert wird.
Einheitliche Update-Orchestrierungsplattform (UOP)
Die Einführung der Unified Update Orchestration Platform (UOP) für Windows Insider im Dev- und Beta-Kanal hat begonnen. Ziel dieser Plattform ist es, App-Updates reibungsloser und vorhersehbarer zu gestalten und Unterbrechungen zu minimieren. Nutzer finden unter Einstellungen > Apps > App-Updates einen neuen Bereich, in dem sie den Update-Fortschritt überwachen und bei Bedarf Aktionen durchführen können.
So funktioniert UOP
- Die Anwendungen registrieren sich über APIs bei UOP.
- UOP wird registrierte Apps auffordern, basierend auf der Benutzeraktivität und dem aktuellen Systemzustand, nach Updates zu suchen, diese herunterzuladen und zu installieren.
- Die Apps werden weiterhin ihre eigenen Systeme nutzen, um Aktualisierungen abzurufen und ihren Status an UOP zurückzumelden, was auf der Seite „App-Aktualisierungen“ sichtbar ist.
Obwohl derzeit keine Apps UOP nutzen, ist es für Dev- und Beta-Channel-Insider teilweise aktiviert und wird voraussichtlich bald die volle Funktionalität erreichen; die API-Dokumentation wird in Kürze folgen.
Start der Windows MIDI-Dienste
Wir freuen uns, die offizielle Veröffentlichung der Windows MIDI-Dienste bekanntzugeben. Sie sind ab heute für die Entwickler- und Beta-Versionen im Windows Insider-Kanal verfügbar und werden in den kommenden Monaten auch für reguläre Windows-Nutzer ausgerollt. Dieses Update optimiert das MIDI-Erlebnis für Musiker und unterstützt sowohl MIDI 1.0 als auch MIDI 2.0.
Wir bedanken uns für das wertvolle Feedback der Insider, die an der Vorschau vom 5. Februar 2025 teilgenommen haben. Zu den wichtigsten Neuerungen dieser Version gehören:
- Umfassende Unterstützung für WinMM MIDI 1.0 und WinRT MIDI 1.0, die es jeder Anwendung ermöglicht, sich nahtlos mit MIDI-Geräten zu verbinden und gleichzeitig Funktionen wie den Zugriff mehrerer Anwendungen auf einen einzigen MIDI-Port zu ermöglichen.
- Erweiterte Loopback- und App-zu-App-MIDI-Verbindungen.
- Zahlreiche Leistungsverbesserungen und Fehlerbehebungen dank unserer engagierten Community.
Das MIDI App SDK und Tools-Paket wird unabhängig von Windows verfügbar sein und den Zugriff auf neue MIDI 2.0-Funktionen und wichtige Verwaltungstools ermöglichen.


Musikern empfehlen wir, die Windows MIDI-Dienste auszuprobieren und sie mit ihren bestehenden Anwendungen und Geräten zu verbinden. Bei Fragen oder Feedback könnt ihr euch in unseren Discord-Diskussionen austauschen! Bekannte Probleme mit diesem Dienst findet ihr hier.
Aktualisierungen zur Funktion „Öffnen mit“
Die Funktion „Öffnen mit“ wurde verbessert. Falls eine benötigte Anwendung nicht installiert ist, wird Nutzern nun die Option angezeigt, diese direkt zu installieren, anstatt im Microsoft Store suchen zu müssen. Diese Verbesserung ermöglicht ein effizienteres Auffinden und Installieren der benötigten Anwendungen.

Fehlerbehebungen und Verbesserungen
Zu den wichtigsten Fehlerbehebungen in dieser Version gehören:
- Suche: Ein Problem wurde behoben, das dazu führte, dass das Suchfenster über der Taskleiste schwebte.
- Datei-Explorer: Probleme mit KI-Aktionen behoben und Suchleistung für bestimmte SMB-Freigaben verbessert.
- Windows Hello: Probleme mit der Fingerabdruckerkennung, die bei einigen Benutzern auftraten, wurden behoben.
- Anzeige und Grafik: Ein Problem wurde behoben, das die korrekte Anzeige des Projektfensters verhinderte.
- Xbox Vollbild-Erlebnis: Die virtuelle Tastatur funktioniert jetzt auch für Controller-Benutzer auf Geräten ohne Touchscreen einwandfrei.
Bekannte Probleme
- Xbox-Vollbildmodus: Bei einigen Anwendungen kann es in diesem Modus zu unerwartetem Verhalten kommen.
- Taskleiste & Systemablage: Es kann vorkommen, dass sich das Startmenü beim Anklicken nicht öffnet, obwohl es über die Windows-Taste weiterhin zugänglich ist.
- Datei-Explorer: Laufende Arbeiten zur Behebung des Problems fehlender Scrollleisten im Dunkelmodus und von Navigationsproblemen.
Den vollständigen offiziellen Blogbeitrag finden Sie hier auf der Microsoft-Website.
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