Microsoft räumt ein, dass Microsoft Teams im Leerlauf unter Windows RAM verbraucht, und die „Lösung“ ist lediglich eine weitere EXE-Datei.

Microsoft räumt ein, dass Microsoft Teams im Leerlauf unter Windows RAM verbraucht, und die „Lösung“ ist lediglich eine weitere EXE-Datei.

Microsoft Teams, insbesondere unter Windows 10 und 11, basiert auf dem WebView2-Framework. Obwohl es nicht mehr auf Electron basiert, haben Nutzer weiterhin mit erheblichen Leistungsproblemen zu kämpfen. Doch es gibt Hoffnung: Microsoft hat gegenüber Windows Latest angekündigt, ein Update zu testen, das die Startzeiten durch die Auslagerung der Aufruffunktionen in einen neuen, dedizierten Prozess verbessern soll.

Wenn Sie Microsoft Teams für Ihre tägliche Kommunikation nutzen, sind Ihnen die Leistungsschwächen wahrscheinlich bekannt. Die Anwendung verbraucht im Leerlauf oft bis zu 1 GB RAM, ein Wert, der während Besprechungen drastisch ansteigt. Moderne Geräte können zwar mit einem solchen RAM-Verbrauch umgehen, dennoch berichten viele Nutzer von frustrierend langen Startzeiten und einer insgesamt ruckeligen Benutzererfahrung.

Microsoft hat diese Leistungsprobleme im Microsoft 365 Admin Center, das ausschließlich Unternehmenskunden zur Verfügung steht, bestätigt. Das Unternehmen gab bekannt, dass die Langsamkeit von Teams, insbesondere während Anrufen, ein bekanntes Problem ist. Microsoft plant außerdem, im Januar 2026 ein Update zu veröffentlichen, das die Anruffunktionen in einen separaten Prozess auslagert.

Einführung von ms-teams_modulehost.exe: Ein separater Prozess für Anrufe

Mit dem kommenden Update wird Teams mit zwei Hauptprozessen arbeiten: ms-teams.exe, der weiterhin als Kernprozess Nachrichten, Chat und verschiedene UI-Komponenten verwaltet, und der neue Prozess ms-teams_modulehost.exe, der alle aufrufenden Funktionen übernimmt. Diese Architekturänderung soll die Leistungsprobleme deutlich beheben.

Teams rufen Erfahrung an

Dieser strategische Schritt von Microsoft ist bemerkenswert. Durch die Trennung des Anrufprozesses wird das Konfliktpotenzial verringert. Treten beispielsweise während eines Anrufs Leistungsprobleme auf, beeinträchtigen diese keine anderen Funktionen von Teams. So funktionieren Ihre Chat- und Messaging-Dienste weiterhin reibungslos, selbst wenn es bei der Anrufkomponente zu Problemen kommt.

„Mit der Einführung von ms-teams_modulehost.exe lagert der Microsoft Teams Desktop Client für Windows Anruffunktionen aus, um die Leistung zu verbessern und Startverzögerungen zu reduzieren“, erklärte Microsoft in einem Update des Admin Centers.

Die aktuellen Einschränkungen von Microsoft Teams

Nutzung der Ressourcen von Microsoft Teams

Eine kürzlich auf Reddit geführte Diskussion verdeutlichte, dass viele Systemadministratoren die Startzeit von Microsoft Teams als langsam und die Bedienung als umständlich empfinden. Diese Trägheit wird auf die Natur von Teams als umfassende Webanwendung zurückgeführt, die den Benutzer anmelden, verschiedene Teams, Chats, Kalender und Dateien abrufen und gleichzeitig mit mehreren Microsoft-Diensten interagieren muss.

Einige Nutzer berichten von häufigen Unterbrechungen bei organisationsweiten Telefonkonferenzen: Audioaussetzer, Videoruckeln und Verzögerungen während Präsentationen. Die Trennung der Telefoniefunktionen in einen separaten Prozess könnte diese Probleme möglicherweise beheben.

Verbesserte Leistung durch modulare Prozesse

Die neue Datei ms-teams_modulehost.exe fungiert als Hilfsprozess für die Verwaltung von Anruffunktionen, sodass ms-teams.exe alle übrigen Aufgaben übernimmt. Diese Anpassung soll die Ressourcenzuweisung optimieren und das gesamte Meeting-Erlebnis verbessern.

„Diese Anpassung dient der besseren Ressourcennutzung und gleichzeitig der Steigerung der Meetingqualität“, so Microsoft. Benutzeroberfläche und Funktionen bleiben unverändert. Nutzern wird jedoch empfohlen, ihre Antivireneinstellungen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass ms-teams_modulehost.exe nicht versehentlich blockiert wird.

Die aktualisierte Teams-Version wird ab Januar 2026 für alle Benutzer, einschließlich Einzelnutzer, eingeführt; die vollständige Einführung wird bis Februar 2026 erwartet.

Die Notwendigkeit, WebView2 zu überdenken

Die Einführung zusätzlicher Kindprozesse stellt zwar einen Fortschritt dar, behebt aber nicht die grundlegenden Leistungsprobleme von WebView2. Trotz Microsofts Bemühungen um modulare Prozesse bleiben die anhaltenden Ineffizienzen von WebView2 problematisch.

Das neue, auf Chromium basierende WhatsApp verbraucht mehr Arbeitsspeicher als die UWP-Version.
Berichten zufolge benötigt die auf Chromium basierende WhatsApp-Version 7-mal mehr Arbeitsspeicher als die UWP-Version.

Die Behebung der Ursachen für Ressourcenineffizienz – insbesondere im Zusammenhang mit WebView2 – ist weiterhin von entscheidender Bedeutung. Dieses Problem betrifft nicht nur Teams; beispielsweise hat sich auch die neue WhatsApp-Version, die von nativem Code auf WebView2 umgestellt wurde, als ressourcenintensive Anwendung erwiesen, was zu längeren Startzeiten führt.

Quellen & Bilder

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