MediaTek wird voraussichtlich 2026 weiterhin die weltweit größten Auslieferungen von Smartphone-Chipsätzen vorantreiben, trotz des erwarteten Rückgangs zusammen mit Apple und Qualcomm angesichts steigender DRAM-Kosten.

MediaTek wird voraussichtlich 2026 weiterhin die weltweit größten Auslieferungen von Smartphone-Chipsätzen vorantreiben, trotz des erwarteten Rückgangs zusammen mit Apple und Qualcomm angesichts steigender DRAM-Kosten.

Der anhaltende DRAM-Mangel wird laut Counterpoint Research voraussichtlich zu einem Rückgang der weltweiten Smartphone-Chipsatz-Lieferungen um 7 % im Jahr 2026 führen. MediaTek dürfte jedoch seine Position als führender Chipsatzhersteller behaupten. Trotz der geringeren Liefermengen wird für System-on-Chip (SoC) in diesem Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum erwartet. Prognosen zufolge wird 2026 jedes dritte verkaufte Smartphone ein Premium-Modell sein. Dieser Trend dürfte den Branchenriesen Apple und Qualcomm zugutekommen, die von den steigenden Verkaufszahlen im High-End-Bereich deutlich profitieren werden.

Mit der Einführung von 2-nm-Chipsätzen in der Branche wird erwartet, dass führende Unternehmen wie MediaTek, Apple und Qualcomm ihre Chiparchitekturen weiterentwickeln. Zu den Innovationen zählen Verbesserungen der Cache-Größen, die es diesen Unternehmen ermöglichen, ihre bisher fortschrittlichsten Technologien auf den Markt zu bringen. Samsung hat bereits den weltweit ersten 2-nm-Gate-All-Around-Chipsatz (GAA) vorgestellt, den Exynos 2600, der dem Unternehmen helfen soll, sich von den aktuellen Marktherausforderungen zu erholen.

Trotz Schwierigkeiten, insbesondere für MediaTek – das über 50 % seines Umsatzes mit SoC-Lieferungen erzielt – prognostiziert Counterpoint Research, dass das taiwanesische Technologieunternehmen einen substanziellen globalen Marktanteil von 34 % halten wird, ein leichter Rückgang gegenüber 34, 4 % im Jahr 2025. Die prognostizierten Marktanteile der wichtigsten Wettbewerber sind nachfolgend aufgeführt:

  • MediaTek: 34, 4 % im Jahr 2025, Prognose: Rückgang auf 34 % im Jahr 2026
  • Qualcomm: 25, 1 % im Jahr 2025, voraussichtlicher Rückgang auf 24, 7 % im Jahr 2026
  • Apple: 18, 3 % im Jahr 2025, erwarteter Rückgang auf 18, 1 % im Jahr 2026
  • Samsung: 11, 2 % im Jahr 2025, prognostizierter Anstieg auf 12, 1 % im Jahr 2026
Counterpoint Research: Weltweite Lieferprognosen für Smartphone-Chipsätze bis 2026

Obwohl sowohl Apple als auch Qualcomm mit Umsatzrückgängen rechnen müssen, sind sie aufgrund des vorherrschenden Trends zur Premiumisierung im Markt besser aufgestellt. Verbraucher sind zunehmend bereit, auf höherwertige Geräte umzusteigen, insbesondere auf iPhones oder Geräte mit Snapdragon-Prozessoren. Zwar könnte der DRAM-Mangel die Liefermengen von Chipsätzen beeinträchtigen, doch Soumen Mandal, Senior Analyst bei Counterpoint Research, merkt an, dass die steigenden Speicherpreise das Umsatzwachstum bei System-on-a-Chip (SoC) deutlich ankurbeln werden.

„Trotz des kurzfristigen Lieferdrucks erwarten wir für den Smartphone-SoC-Markt im Jahr 2026 ein zweistelliges Umsatzwachstum. Dieses Wachstum wird durch die anhaltende Premiumisierung, höhere Speicherpreise und die rasche Verbreitung KI-gestützter Funktionen in Smartphones getrieben.“

In einer bemerkenswerten Entwicklung hat Apple Berichten zufolge mehr als die Hälfte der ersten Lieferung von 2-nm-Chips von TSMC für seine kommenden Modelle A20 und A20 Pro gesichert. Gleichzeitig gab MediaTek die erfolgreiche Fertigung seines eigenen 2-nm-SoCs mit dem Namen Dimensity 9600 bekannt. Obwohl das Unternehmen kurzfristig voraussichtlich weiterhin auf ARM-CPU-Designs setzen wird, ermöglicht diese Strategie MediaTek, seine hochmodernen Chips im Vergleich zu Qualcomm preislich attraktiver anzubieten. Angesichts der steigenden Kosten für DRAM und NAND-Flash ist es wahrscheinlich, dass mehrere Smartphone-Hersteller den Dimensity 9600 in ihre Flaggschiffmodelle integrieren werden, um die Gesamtkosten für Komponenten zu senken.

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