Leistungshürden in Monster Hunter Wilds
Seit seinem Erscheinen vor fast einem Jahr hat Monster Hunter Wilds viel Aufmerksamkeit erregt, vor allem aufgrund seiner mangelhaften Performance. Spieler äußerten ihre Bedenken, was zu einer Reihe von Updates und Community-Projekten führte, die das Spielerlebnis verbessern sollen.
Die Modding-Community greift ein
Kurz nach dem Erscheinen des Spiels veröffentlichte der bekannte Modder Praydog eine aktualisierte Version seines REFrameworks. Dieses Tool sollte Ruckler beheben, die durch die Manipulationsschutzmechanismen des Spiels verursacht wurden. Im April 2025 wurde ein Textur-Dekompressor veröffentlicht, der weitere Rucklerprobleme durch die Dekomprimierung im Spiel während des Echtzeitbetriebs beseitigte.
Bemühungen der Entwickler zur Verbesserung des Gameplays
Als Reaktion auf das Feedback der Spieler führte CAPCOM auch Leistungsverbesserungen ein. Mit dem Ende Juni veröffentlichten Titel-Update 2 wurde die Unterstützung für NVIDIA DLSS 4 Multi Frame Generation und AMD FSR 4 hinzugefügt, was jedoch nicht ausreichte. CAPCOM sah sich daraufhin heftiger Kritik aus der Gaming-Community ausgesetzt, was schließlich zur Absage eines geplanten Fachvortrags auf der Computer Entertainment Developers Conference 2025 ( CEDEC ) führte.
Titel-Update 4: Ein Schritt vorwärts, aber noch nicht die vollständige Lösung
Das neueste Titel-Update 4 brachte über hundert Leistungsverbesserungen und behob viele kritische Probleme. Allerdings traten bei Spielern weiterhin Probleme auf: Das Spiel überprüfte permanent den Besitz aller veröffentlichten herunterladbaren Inhalte (DLCs).Spieler ohne DLCs bemerkten einen deutlichen Leistungsabfall.
Einblicke aus der Community
Reddit-Nutzer De Tylmarande entdeckte diesen beunruhigenden Fehler bei Experimenten mit zwei separaten Steam-Konten auf identischen Hardware-Konfigurationen:
- Account 1: Nur Basisspiel – starke FPS-Einbrüche (20-25 FPS) in Hubs.
- Account 2: Alle DLCs installiert – flüssiges Gameplay (80+ FPS).
Nachdem alle Variablen – Aussehen der Spielfigur, Ort, Tageszeit, Grafikeinstellungen und Treiber – sorgfältig kontrolliert wurden, war der Besitz der DLCs der einzige Unterschied. Das Problem trat auf beiden Accounts wiederholt auf. De Tylmarande entwickelte daraufhin eine kleine Modifikation, die das Spiel dazu brachte, alle DLCs als im Besitz befindlich zu erkennen, was zu einer sofortigen und deutlichen Leistungssteigerung führte.
Eine überraschende Entdeckung
Dass ein Modder diesen gravierenden, die Performance stark beeinträchtigenden Fehler fast ein Jahr nach Veröffentlichung entdeckt hat, insbesondere bei einem so wichtigen Titel, wirft Fragen auf. De Tylmarande erwähnte außerdem, dass Digital Foundry eine detaillierte Analyse angefordert hat, was darauf hindeutet, dass weitere Erkenntnisse zu erwarten sind. Die ersten Ergebnisse sind jedoch bereits so überzeugend, dass sie Beachtung verdienen.
Für weitere Details siehe den unten stehenden Quelllink.
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