K-Pop-Star Mino droht Militärdienst wegen Verurteilung wegen unentschuldigten Fernbleibens

K-Pop-Star Mino droht Militärdienst wegen Verurteilung wegen unentschuldigten Fernbleibens

Dem K-Pop-Star Mino, bekannt als Mitglied der beliebten Gruppe WINNER, drohen erhebliche rechtliche Konsequenzen, darunter eine Haftstrafe oder die Wiedereinberufung zum südkoreanischen Militärdienst. Hintergrund sind Vorwürfe von Staatsanwaltschaft und Rechtsexperten wegen wiederholter unerlaubter Abwesenheit während seines alternativen Wehrdienstes.

Song Min-ho, im Volksmund Mino genannt, steht derzeit vor dem Bezirksgericht Seoul-West. Ihm wird vorgeworfen, während seiner Zeit als Beamter gegen das Wehrpflichtgesetz verstoßen zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 18 Monaten und betont, dass sein Handeln eine schwere Pflichtverletzung darstelle.

Einzelheiten des Prozesses

Während der ersten Gerichtsverhandlung am 21. April 2026 gestand Mino alle Anklagepunkte und erklärte, er werde das Urteil akzeptieren. Laut Berichten der Korea Times zeigte er sich offen für die möglichen Konsequenzen seines Handelns.

Mino wurde zum alternativen Dienst eingeteilt und erfüllte seine militärischen Pflichten durch Arbeit in öffentlichen Einrichtungen im Mapo-Bezirk von Seoul vom 24. März 2023 bis zu seiner Entlassung am 23. Dezember 2024. Die Staatsanwaltschaft behauptet jedoch, dass er insgesamt 102 Tage ohne Genehmigung abwesend war – fast 25 % seiner vorgeschriebenen Dienstzeit.

Nachweis von Abwesenheit

Die Anklageunterlagen weisen auf einen besorgniserregenden Trend bei Minos Anwesenheit hin, insbesondere je näher sein Entlassungstermin rückte. Im Juli 2024 erreichte er mit 19 Fehlzeiten einen Höchststand, im November 2024 folgten 14. Zu den Vorwürfen gehören auch Fälle, in denen er angeblich vorzeitig die Arbeit verließ und für seine Abwesenheiten irreführende Gründe angab, wie die Korea JoongAng Daily berichtete.

Mögliche Ergebnisse

Nach dem strengen Wehrpflichtgesetz Südkoreas können schwere Vergehen wie unerlaubte Abwesenheit oder Fahnenflucht zu empfindlichen Strafen führen, darunter Haft und die Möglichkeit der Wiedereinberufung zum Wehrdienst. Rechtsexperten gehen davon aus, dass Mino im Falle einer Haftstrafe nach seiner Entlassung möglicherweise seine verbleibenden Wehrpflichten erfüllen muss, abhängig von weiteren gerichtlichen Gutachten und Einschätzungen der Militärbehörden.

Im Gerichtsverfahren äußerte Mino seine Bereitschaft, sich erneut zum Militärdienst zu melden und seine Dienstverpflichtungen „gewissenhaft zu erfüllen“, falls ihm eine weitere Gelegenheit dazu gegeben würde, was darauf hindeutet, dass eine Rückkehr zum Militärdienst möglich sein könnte.

Öffentliche Reaktion und Rechtsverteidigung

Der 33-jährige Künstler hat sich öffentlich bei seinen Fans und der Öffentlichkeit entschuldigt und sein Bedauern darüber ausgedrückt, den Erwartungen derjenigen, die ihn als Vorbild sehen, nicht gerecht geworden zu sein. Sein Verteidigungsteam hat um Milde gebeten und auf seine psychischen Probleme, darunter eine bipolare Störung, Panikattacken und eine chronische Wirbelsäulenerkrankung, hingewiesen.

Eine Entscheidung über Minos Freiheit und Zukunft – sei es eine Gefängnisstrafe, die Rückkehr zum Militärdienst oder ein milderes Ergebnis wie Bewährung – wird in den kommenden Wochen erwartet, wie Soompi berichtet.

Quellen & Bilder

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