Führende CPU-Hersteller wie Intel, AMD und MediaTek erhöhen ihre Prozessorproduktion; die Preise dieser Komponenten steigen jedoch weiter.
CPU-Hersteller erhöhen Produktion angesichts steigender Preise und Lieferengpässe
Die stark gestiegene Nachfrage nach KI-Technologien ist maßgeblich für den anhaltenden CPU-Mangel verantwortlich, der wiederum zu steigenden Preisen am Markt geführt hat. Das Verhältnis von GPUs zu CPUs ist deutlich von 8:1 auf 4:1 gesunken, und Anzeichen deuten darauf hin, dass es bald 1:1 erreichen könnte. Da die Lieferengpässe weiterhin ein dringendes Problem darstellen, reagieren die wichtigsten Akteure der Chipindustrie mit dem Ausbau ihrer Produktionskapazitäten.
Quellen aus der Lieferkette deuten darauf hin, dass Intels Entscheidung, die begrenzten Produktionskapazitäten vorrangig für hochpreisige Xeon-Serverprozessoren zu nutzen, zu einer deutlichen Verschiebung auf dem Notebook- und Desktop-Markt geführt hat. Dies hat einen merklichen Anstieg des Marktanteils von AMD im Prozessorsegment zur Folge. Darüber hinaus wird erwartet, dass MediaTek, ein führendes taiwanesisches Unternehmen für integrierte Schaltkreise mit langjähriger Präsenz im Chromebook-Bereich, bis 2026 erstmals ein Absatzwachstum von über 40 % verzeichnen wird. MediaTek plant, seine Prognosen für 2026 auf der bevorstehenden Gewinnkonferenz am 30. April näher zu erläutern.
Wie DigiTimes berichtet, ist die Nachfrage nach Intels Xeon-Prozessoren sprunghaft angestiegen, sodass das Unternehmen Schwierigkeiten hat, die Kundenbedürfnisse zu decken. Intel konnte zuletzt mit seiner Xeon-6-Reihe an Fahrt gewinnen und greift sogar auf wiederverwertete Chips zurück, um den Umsatz zu steigern. Konkurrenten wie AMD und MediaTek nutzen diese Chance, um ihre Marktpräsenz auszubauen.

Mit steigender Nachfrage steigen auch die Preise. Intels CPU-Preise sind seit dem letzten Jahr bereits um 10 % und allein im letzten Monat um weitere 10 % gestiegen. Experten erwarten in den kommenden Quartalen weitere Preiserhöhungen, die sowohl die Xeon- als auch die Mainstream-Produktlinien betreffen könnten. Vor diesem Hintergrund ist AMD gut positioniert, um einen signifikanten Marktanteil bei Server-CPUs zu erobern und möglicherweise schon bald 50 % zu erreichen.
Dieses Jahr bringt AMD außerdem seine EPYC Venice-Prozessoren der nächsten Generation auf den Markt. Diese basieren auf der Zen-6-Architektur und werden mit TSMCs fortschrittlicher N2-Technologie gefertigt, was Intel im Serverbereich vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Darüber hinaus wird NVIDIA voraussichtlich noch in diesem Jahr seinen Vera-Prozessor veröffentlichen, was auf die Absicht des Unternehmens hindeutet, die Abhängigkeit von Drittanbieter-Prozessoren für seine KI-Lösungen zu reduzieren.
Unterdessen verzeichnen die Massenmärkte, insbesondere der Chromebook-Markt, einen alarmierenden Anstieg der Lieferzeiten auf bis zu ein Jahr. Dies ist ein entscheidendes Segment für Intel, und da das Unternehmen seinen Fokus verstärkt auf Server- und High-End-CPU-Produkte richtet, suchen Originalgerätehersteller (OEMs) nach Alternativen, um ihre Lieferketten zu bedienen. MediaTek ist gut positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren und rechnet mit einem Absatzwachstum von 40 % bei Chromebook-Plattformen.
Angesichts der steigenden Nachfrage intensivieren alle drei großen Hersteller ihre Produktionsanstrengungen. Diese Maßnahmen mögen zwar zu höheren Umsätzen führen, werden die starke Marktnachfrage aber voraussichtlich nicht vollständig befriedigen können.
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