NVIDIAs neueste Vera-Rubin-GPUs werden voraussichtlich 2023 einen erheblichen Anteil der weltweiten Speicherressourcen beanspruchen und damit den ohnehin schon angespannten Markt weiter verschärfen. Dies dürfte erhebliche Auswirkungen auf große Smartphone-Hersteller wie Apple und Samsung haben, die möglicherweise gezwungen sein werden, die Preise für ihre kommenden Modelle im Jahr 2026 anzuheben. Diese Prognose basiert auf einer aktuellen Analyse von KeyBanc, die die wachsenden Herausforderungen im Speichersektor verdeutlicht.
Auswirkungen der Vera Rubin KI-GPUs von NVIDIA auf die globalen Speicherressourcen
Mit der Einführung KI-optimierter Funktionen in ihren Vera Rubin GPUs will NVIDIA den Wettbewerb um Speicher in einem Markt, der bereits mit Engpässen zu kämpfen hat, weiter verschärfen. Diese fortschrittlichen GPUs sind unerlässlich für die Verarbeitung von KI-Abfragen, die umfangreiche temporäre Speicherprotokolle, den sogenannten KV-Cache, erzeugt. Derzeit speichert NVIDIA diese Daten in HBM-Modulen (High Bandwidth Memory).Geplant ist jedoch die Einführung eines neuen Systems namens Inference Memory Context Storage (ICMS), das ausschließlich den KV-Cache verwaltet und so eine effizientere Speichernutzung ermöglicht.
Laut KeyBanc könnte der Speicherverbrauch von NVIDIA in diesem Jahr dem von 100 bis 150 Millionen Smartphones entsprechen – das wären etwa 10 % des weltweiten Smartphone-Marktes:
„Die neueste Vera-CPU von NVIDIA (NVDA) nutzt 1, 5 TB Arbeitsspeicher – im Vergleich zu den 512 GB des Vorgängers Grace – was bedeutet, dass NVIDIA in diesem Jahr 20 Milliarden Gigabyte (Gb) Arbeitsspeicher benötigen wird. Dieser Verbrauch entspricht 100–150 Millionen Smartphones oder knapp 10 % des gesamten Smartphone-Marktes.“
Smartphone-Giganten Apple und Samsung stehen vor Speicherproblemen.
Die Speicherknappheit stellt Branchenführer wie Apple und Samsung vor erhebliche Herausforderungen. Jüngsten Berichten zufolge hat sich Apple zwar bis Anfang 2026 den Zugriff auf NAND-Flash-Speicher gesichert, doch laut Morgan Stanley ist zu erwarten, dass Anbieter wie KIOXIA die Preise nach Abschluss langfristiger Verträge deutlich anheben werden.
Darüber hinaus steht Apple vor einer noch größeren Herausforderung bei der DRAM-Versorgung, nachdem das Unternehmen zuvor von günstigen Langzeitverträgen profitiert hatte. Morgan Stanley prognostiziert, dass Apple bis zum ersten Quartal 2026 einen Preisanstieg von über 50 % bei DRAM-Ressourcen verzeichnen wird.
Darüber hinaus hat Apple derzeit mit Störungen in seiner Lieferkette zu kämpfen. Einem Bericht von Nikkei Asia zufolge fällt es dem Unternehmen schwer, hochwertiges Glasfasergewebe, sogenanntes T-Glas, zu beschaffen, das für elektronische Bauteile unerlässlich ist. Dieses Material trägt zur Wärmeableitung und zur allgemeinen Zuverlässigkeit der Schaltungen bei.
Apple bezieht T-Glas hauptsächlich vom japanischen Unternehmen Nitto Boseki. Die stark gestiegene Nachfrage im Zusammenhang mit KI-Anwendungen hat die Lieferkapazitäten von Nittobo jedoch Berichten zufolge überlastet. Daher hat Apple die japanische Regierung um Unterstützung gebeten und prüft alternative Lieferanten wie Mitsubishi Gas Chemical, das ebenfalls auf T-Glas von Nittobo angewiesen ist. In der Zwischenzeit erwägt Apple den Einsatz einer weniger hochwertigen T-Glas-Variante, was umfangreiche Tests vor einer möglichen Implementierung erforderlich macht.
Samsungs DS-Sparte hat kürzlich den Preis für DRAM, das an Samsungs MX-Sparte geliefert wird, um etwa 60–70 % erhöht. Sie verlangen selbst für MX, das zur selben Produktfamilie gehört, solch absurde Konditionen – man kann sich also vorstellen, wie stark sie die Preise für andere Unternehmen anheben. Ich denke, die…
– Jukan (@jukan05) 11. Januar 2026
Interessanterweise ist selbst Samsung, ein bedeutender Speicherhersteller, von den Folgen steigender Preise und Lieferengpässe nicht verschont geblieben. Berichten zufolge hat Samsungs DS-Division die Kosten für DRAM für ihre MX-Mobilgeräte um etwa 60 bis 70 % erhöht. Diese Preiserhöhung veranlasste Samsung, die voraussichtlichen Kosten der Galaxy S26-Serie in ausgewählten Märkten, darunter Südkorea, um 30 bis 60 US-Dollar anzuheben.
Da der Speicher etwa 20 % der Materialkosten eines Smartphones ausmacht, gehen die Analysten von KeyBanc davon aus, dass sowohl Samsung als auch Apple die Preise ihrer Geräte um 100 bis 150 US-Dollar erhöhen müssen, was möglicherweise die Verbrauchernachfrage dämpfen könnte.
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