Der CEO von Ashes of Creation gewinnt den ersten Rechtsstreit mit einer einstweiligen Verfügung gegen TFE und Vorstandsmitglieder.

Der CEO von Ashes of Creation gewinnt den ersten Rechtsstreit mit einer einstweiligen Verfügung gegen TFE und Vorstandsmitglieder.

Update zum Rechtsstreit um Ashes of Creation

Im andauernden Rechtsstreit um Ashes of Creation wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Steven Sharif, Gründer und CEO von Intrepid Studios, erwirkte erfolgreich eine einstweilige Verfügung gegen TFE Games Holdings, die Klägerseite. Diese Entscheidung wurde Anfang der Woche von einem Richter verkündet.

Hintergrund des Falls

Der Konflikt eskalierte nach der abrupten Abschaltung von Ashes of Creation und dessen anschließender Entfernung von Steam. Dies führte zu Betrugsvorwürfen eines Investors des Spiels und schließlich zu einer Klage von TFE Games Holdings gegen Sharif am 9. Februar 2026 vor dem Bezirksgericht Nevada. Sharif reagierte umgehend und reichte am 14. Februar 2026 vor einem Bundesgericht in Kalifornien eine Gegenklage gegen den Großinvestor Robert Dawson ein, der Berichten zufolge bis zu 80 Millionen US-Dollar in das Spiel investiert hatte.

Einzelheiten der vom Gericht erlassenen einstweiligen Verfügung

Am 4. März 2026 erkannte Richterin Linda Lopez vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von Kalifornien die Begründetheit von Sharifs Antrag im einstweiligen Verfügungsverfahren an und bestätigte alle vier für eine einstweilige Verfügung erforderlichen Elemente:

  • Erfolgsaussichten in der Sache: Das Gericht hob „ernsthafte Fragen“ hinsichtlich der Zwangsvollstreckungsklage nach Artikel 9 und der Klage wegen widerrechtlicher Aneignung von Geschäftsgeheimnissen hervor und betonte, dass der Erwerb von Geschäftsgeheimnissen durch TFE aufgrund unzulässiger Verfahren rechtswidrig gewesen sei.
  • Unwiederbringlicher Schaden: TFE hatte bereits potenzielle Käufer sowohl für Ashes of Creation als auch für seine sensiblen Geschäftsgeheimnisse ausfindig gemacht, und das Gericht betonte, dass solche geschützten Informationen nach ihrer Offenlegung unwiederbringlich verloren gehen.
  • Öffentliches Interesse: Der Schutz der Rechte an geistigem Eigentum wurde als entscheidend erachtet, wodurch die Notwendigkeit, deren widerrechtliche Aneignung zu verhindern, unterstrichen wurde.
  • Abwägung der Härten: Das Urteil stellte fest, dass die Beibehaltung des Status quo Sharif deutlich begünstigt, da die potenziellen Härten für TFE durch das Risiko, dass Intrepid unschätzbare Vermögenswerte verliert, aufgewogen werden.

Folgen der einstweiligen Verfügung

Die einstweilige Verfügung untersagt TFE den Zugriff auf, die Nutzung und den Verkauf von Geschäftsgeheimnissen von Intrepid, einschließlich des Quellcodes, der Algorithmen und verschiedener Entwicklungswerkzeuge des Spiels. Darüber hinaus wurde der Zugriff auf 24 kritische Plattformkonten von Intrepid – wie AWS, GitHub, Google Workspace und Adobe – untersagt, wodurch jegliche Weiterentwicklung des Spiels praktisch unmöglich wird.

Ernennung eines Verwalters

In einer weiteren rechtlichen Maßnahme ordnete der Richter an, dass bis zum 9. März 2026 ein neutraler Verwalter für geistiges Eigentum bestellt wird, der alle Zugangsdaten sichert und die Konten von Intrepid überwacht. Diese Regelung bleibt bis zur Anhörung über die einstweilige Verfügung am 18. März 2026 um 16:30 Uhr PST in Kraft.

Konflikt zwischen Urteilen von Bundes- und Landesgerichten

Bemerkenswert ist, dass ein früheres Urteil in Nevada eine einstweilige Verfügung erlassen hatte, die Sharif untersagte, Benutzernamen und Passwörter für die Technologieplattformen von Intrepid zurückzuhalten. Dieses Nebeneinander von Gerichtsentscheidungen spiegelt eine komplexe Überschneidung wider, da das Gericht in Nevada TFE aufgrund ihrer Zwangsvollstreckungsansprüche als rechtmäßigen Eigentümer der Vermögenswerte von Intrepid betrachtet, während das Bundesgericht diese Eigentumsrechte aktiv bestreitet.

Mögliche Zuständigkeitsprobleme

Der Bundesrichter hat die möglichen Interessenkonflikte in beiden Fällen erkannt und weitere Stellungnahmen zu Zuständigkeitsfragen angefordert. Die Zuständigkeit des Bundes hat in der Regel Vorrang vor Landesrecht in Bezug auf Bundesgesetze, was Sharifs Fall zugutekommen könnte. Der Ausgang dieses Verfahrens bleibt jedoch ungewiss.

Sharifs Position und Anschuldigungen

Zu seiner Verteidigung hat Steven Sharif jegliche Vorwürfe der Veruntreuung von Steam-Einnahmen aus der Early-Access-Phase des Spiels entschieden zurückgewiesen. Er beteuert, keinerlei dieser Gelder erhalten zu haben, und bezeichnet die Darstellung, die ihn für den Niedergang von Intrepid verantwortlich macht, als Teil einer irreführenden Kampagne, die von Dawson und seinen Verbündeten orchestriert wurde, um die Verantwortung von den eigenen Fehlern des Vorstands abzulenken.

Ich freue mich auf

Die Zukunft von Ashes of Creation und Intrepid Studios ist angesichts der laufenden Rechtsstreitigkeiten ungewiss. Wir werden unsere Leser über alle wichtigen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Quellen & Bilder

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