Windows-Updates sollen zwar die Funktionalität Ihres Computers verbessern, führen aber nicht immer zu positiven Ergebnissen. Ein kürzlich erschienenes Update hat nicht nur bei vielen Nutzern den Herunterfahrvorgang gestört, sondern das Problem auch mit nachfolgenden Patches nicht behoben. Ich habe verschiedene Methoden zur Behebung dieses Herunterfahrfehlers ausprobiert, während ich auf eine dauerhafte Lösung von Microsoft warte.
Das Problem beim Herunterfahren von Windows verstehen
Das von Nutzern als „Bug“ bezeichnete Problem mit dem Herunterfahren betraf zunächst hauptsächlich Windows 11-Systeme. Inzwischen sind jedoch auch Windows 10-Nutzer betroffen, vor allem aufgrund des Windows-Updates KB5073455, das Mitte Januar 2026 veröffentlicht wurde. Nutzer, die keine erweiterten Windows 10-Updates aktiviert haben, sind von diesem Fehler nicht betroffen.
Nach der Installation des Updates hatten viele Nutzer Probleme beim Herunterfahren ihrer Computer. Statt sich auszuschalten, starteten ihre PCs nach dem Klicken auf „Herunterfahren“ neu. Mein erster Gedanke war, einen Virus zu vermuten, da ich ähnliche Erfahrungen gemacht hatte, anstatt das Problem einem Windows-Update zuzuschreiben. Die Erkenntnis, dass es sich um einen Fehler von Microsoft handelte, löste Erleichterung und Frustration zugleich aus.
Als Reaktion darauf veröffentlichte Microsoft innerhalb einer Woche ein außerplanmäßiges Update (KB5077797), um das Problem mit dem Herunterfahren zu beheben. Trotz dieser schnellen Reaktion stellten viele, mich eingeschlossen, fest, dass dieser Patch das Problem nicht behoben hat. Dennoch ist es ratsam, das Update zu installieren, falls es bei Ihnen funktioniert.
Virtuellen Sicherheitsmodus deaktivieren
Die Probleme beim Herunterfahren betreffen tendenziell Nutzer mit aktiviertem Secure Launch. Diese virtualisierungsbasierte Sicherheitsfunktion zielt darauf ab, Sicherheitsrisiken auf Firmware-Ebene während des Bootvorgangs zu minimieren. Obwohl der kürzlich veröffentlichte Patch einigen Nutzern mit Secure Launch geholfen hat, zeigte sich bei Nutzern, die zusätzlich den virtuellen Sicherheitsmodus verwenden, keine Verbesserung.
Obwohl der virtuelle Sicherheitsmodus die Sicherheit erhöhen soll, kann er unbeabsichtigt Leistungsprobleme verursachen. Um ein reibungsloses Herunterfahren zu gewährleisten, habe ich diese Funktion deaktiviert. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Drücken Sie Win+ I, um auf die Windows-Einstellungen zuzugreifen.
- Navigieren Sie zu Datenschutz & Sicherheit → Windows-Sicherheit → Gerätesicherheit.
- Wählen Sie unter „Kernisolierung“ die Option „ Details zur Kernisolierung“ aus und deaktivieren Sie die Speicherintegrität.
- Starten Sie Ihren Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.

Nach Deaktivierung dieser Funktion fuhr mein Computer problemlos herunter. Gelegentlich kann sich der virtuelle Sicherheitsmodus automatisch wieder aktivieren. Sollten also erneut Probleme beim Herunterfahren auftreten, überprüfen Sie diese Einstellung erneut.
Es empfiehlt sich, den virtuellen Sicherheitsmodus wieder zu aktivieren, sobald Microsoft eine zuverlässige Lösung bereitstellt.
Windows-Updates rückgängig machen
Wenn Ihr Computer weiterhin Probleme beim Herunterfahren hat und die vorgeschlagene Lösung nicht funktioniert hat, sollten Sie die problematischen Updates rückgängig machen. Microsoft ermöglicht es Ihnen, Updates innerhalb von zehn Tagen nach der Installation rückgängig zu machen. Falls diese Frist bereits abgelaufen ist, müssen Sie die entsprechenden Updates deinstallieren.
Nachdem meine Versuche, den virtuellen Sicherheitsmodus wieder zu aktivieren, gescheitert waren (was weiterhin zu Herunterfahrfehlern führte), entschied ich mich, das ursprüngliche problematische Update und den dazugehörigen Patch zu deinstallieren.
So können Sie ein Update rückgängig machen:
- Öffnen Sie die Einstellungen mit Windem Pluszeichen (+) Iund navigieren Sie zu Windows Update → Updateverlauf → Updates deinstallieren.
- Suchen Sie die Updates KB5073455 und KB5077797 und klicken Sie dann jeweils auf „Deinstallieren“.

Bevor Sie Ihren Computer neu starten, öffnen Sie Windows Update und deaktivieren Sie die Option „Neueste Updates sofort nach Verfügbarkeit abrufen“, um die automatische Neuinstallation dieser Updates zu verhindern. Stellen Sie außerdem die Option „Updates pausieren“ für mindestens zwei Wochen ein.

Durch die Nutzung von Windows-Registry-Tweaks können Sie auch die Installation von Updates besser an Ihre Bedürfnisse anpassen.
Alternative Abschaltmethoden
Wenn Sie zögern, den virtuellen Sicherheitsmodus zu deaktivieren, oder wenn Sie befürchten, zukünftige Windows-Updates zu verpassen, sollten Sie alternative Herunterfahrmethoden in Betracht ziehen, um das Problem zu umgehen.
Führen Sie diesen Befehl über die Eingabeaufforderung oder PowerShell aus:
shutdown /s /t 0
Dieser Befehl fährt Ihren PC sofort herunter. Um den Vorgang zu vereinfachen, erstellen Sie ein Desktop-Skript:
- Öffne Notepad und gib den Befehl ein.
- Wählen Sie Datei → Speichern unter. Wählen Sie im Dropdown-Menü Dateityp die Option Alle Dateien und benennen Sie die Datei „shutdown.bat“.

Behebung von Problemen mit dem Windows-Ruhezustand
Neben dem Problem mit dem Herunterfahren hat das Update auch die Windows-Ruhezustandsfunktion beeinträchtigt. Der nachfolgende Patch konnte das Problem nicht beheben. Speichern Sie daher Ihre Arbeit, bevor Sie den Computer verlassen.
Eine mögliche Lösung besteht darin, den Ruhezustand vollständig zu deaktivieren, wodurch zusätzlich Speicherplatz freigegeben werden kann. Führen Sie in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten oder in PowerShell folgenden Befehl aus:
powercfg.exe /hibernate off
Um den Ruhezustand später wieder zu aktivieren, verwenden Sie einfach Folgendes:
powercfg.exe /hibernate on
Dieses Update scheint zwar keinen Einfluss auf die Energiespareinstellungen von Windows zu haben, doch verschiedene Probleme können zu einem endlosen Energiesparmodus führen. Um zu verhindern, dass Ihr System unerwartet in den Energiesparmodus wechselt, sollten Sie die folgenden Schritte zur Fehlerbehebung durchführen:
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