Die ersten Apple Silicon Macs mit ihren lediglich 8 GB Arbeitsspeicher eigneten sich gut für grundlegende Aufgaben. Sobald Nutzer jedoch mehrere Anwendungen öffneten oder anspruchsvollere Prozesse ausführten, traten bald Leistungsprobleme auf, insbesondere aufgrund des RAM-Auslagerns, das die SSD des Rechners stark beanspruchte. Diese Abhängigkeit führte zu einem spürbaren Rückgang der Flüssigkeit und der Gesamtleistung.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen hat Apple alle seine aktuellen Silicon Macs mit 16 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Doch nun ist ein neues Problem aufgetaucht: die Spieleleistung. Ein kürzlich veröffentlichtes Video, das Gameplay von Cronos: The New Dawn auf verschiedenen Macs zeigt, verdeutlicht erhebliche Einschränkungen: Der Framebuffer ist schnell ausgelastet, sodass die SSD zur Unterstützung benötigt wird und es zu Leistungseinbußen kommt.
Die Grenzen einheitlicher Speicherkonfigurationen in Apple Silicon Macs
In einem Video von MrMacRight wird das Unreal Engine 5-Spiel getestet, das mit Apples MetalFX-Upscaling-Technologie kompatibel ist, was auf die offizielle Portierung auf macOS hindeutet. Leider liefert der M4-Prozessor selbst mit niedrigen Grafikeinstellungen und aktiviertem MetalFX kein zufriedenstellendes Spielerlebnis.

Obwohl Cronos: The New Dawn das System stark beansprucht und dadurch ständig Shader kompiliert werden, bleibt die unzureichende Speicherzuweisung das Hauptproblem. Die Notwendigkeit, temporäre Daten auf der SSD zu speichern, verschärft die Leistungsprobleme zusätzlich. Ein Neustart des Spiels mag zwar kurzfristig Abhilfe schaffen, ist aber keine dauerhafte Lösung.

Während des Spielens zeigt das Overlay durchschnittlich 15 FPS an, wobei die Framerate zeitweise unter 7 FPS fällt – ein deutliches Zeichen für die hohe Systembelastung. Die M4 Pro-Variante mit 24 GB Arbeitsspeicher bewältigt rechenintensive Aufgaben zwar besser, aber auch sie erfordert niedrigere Grafikeinstellungen und Upscaling, um überhaupt akzeptable Leistungswerte zu erzielen.

Es ist erwähnenswert, dass die Unreal Engine 5 auf verschiedenen Plattformen Leistungsprobleme aufweist. Wie in unserem Testbericht erwähnt, treten selbst auf PCs Ruckler auf. Daher könnte der Kauf von Windows-Hardware speziell für Spiele die zuverlässigere Wahl sein, da solche Systeme dank leistungsstärkerer Komponenten in der Regel höhere FPS liefern.
Um Gaming-Fans anzusprechen, muss Apple die Speicherzuweisung seiner Silicon Macs überdenken. Erfahrungsgemäß könnte diese Änderung an frühere Erfolge anknüpfen, doch es ist wichtig zu verstehen, dass Gaming nicht Apples Hauptaugenmerk ist, weshalb größere Speichererweiterungen unwahrscheinlich sind.
Das kommende Budget-MacBook soll beispielsweise nur magere 8 GB Arbeitsspeicher haben, aber dennoch 2025 25 % von Apples Umsatz mit tragbaren Computern ausmachen. Für ein detaillierteres Verständnis dieser Probleme mit der Spieleleistung empfiehlt sich das oben verlinkte Video von MrMacRight – allerdings sollte man sich der darin dargestellten eher mäßigen Spielerfahrung bewusst sein.
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