Windows 11 führt haptisches Feedback für die Funktionen zum Einrasten und Ändern der Größe ein, aber Kompatibilitätsprobleme bestehen weiterhin für die meisten Laptops.

Windows 11 führt haptisches Feedback für die Funktionen zum Einrasten und Ändern der Größe ein, aber Kompatibilitätsprobleme bestehen weiterhin für die meisten Laptops.

Microsoft verbessert die Benutzererfahrung von Windows 11 durch haptisches Feedback für bestimmte Aktionen, wie z. B.das Ändern der Fenstergröße, das Andocken von Fenstern, das Bewegen des Mauszeigers über die Schließen-Schaltfläche und das Ausrichten von Objekten in PowerPoint. Um diese Funktion nutzen zu können, benötigen Anwender kompatible Hardware, beispielsweise Laptops mit haptischem Trackpad. Da diese Geräte bei Windows-OEMs noch nicht weit verbreitet sind, bietet sich Herstellern die Möglichkeit, diese Technologie in ihre Produkte zu integrieren.

Die Einführung dieser Funktion ist derzeit für Windows Insider im Gange, die die Preview Build 26300.8155 oder neuer im Dev-Kanal verwenden. Laut jüngsten Ankündigungen von Microsoft wird der Übergang zum Experimental-Kanal voraussichtlich bald erfolgen.

March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, betonte, dass haptisches Feedback eine Funktion ist, deren Nutzen Nutzern oft erst bewusst wird, wenn sie sie selbst erleben. Diese Aussage deckt sich mit einem bekannten Zitat von Steve Jobs: „Die Leute wissen nicht, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt.“

Apple hat die Technologielandschaft mit Innovationen wie kapazitiven Touchscreens und haptischen Feedback-Mechanismen zweifellos geprägt. Obwohl Touchscreens mittlerweile allgegenwärtig sind, selbst bei günstigen Windows-Laptops, haben sich haptische Trackpads im Windows-Ökosystem nicht flächendeckend durchgesetzt. Dies ist verwunderlich, insbesondere da viele Enthusiasten und Tester die haptischen Erlebnisse von MacBooks regelmäßig loben.

Haptisches Feedback: Ein bedeutendes Update für Windows-PCs

Microsoft hat noch keine vollständige Liste der Interaktionen mit haptischem Feedback veröffentlicht. Folgende Aktionen sind jedoch bestätigt:

  • Fensterschnappen
  • Fenstergröße ändern
  • Objektausrichtung in PowerPoint
  • Wenn Sie mit der Maus über den Schließen-Button fahren

Die Entwicklung der Mauszeigerinteraktionen mit haptischem Feedback stellte Microsoft vor eine Herausforderung. Aktuell simulieren haptische Trackpads typischerweise einen Links- oder Rechtsklick, während sie selbst stillstehen.

Interessanterweise hat Microsoft nicht definiert, was als „kompatible Eingabegeräte“ gilt. Es ist klar, dass haptische Trackpads unerlässlich sind, doch Premium-Mäuse wie die Logitech MX Master 4, die über ein integriertes haptisches Feedback verfügt, unterstützen die oben genannten Aktionen möglicherweise nicht.

Logitech MX Master 4 Maus mit haptischem Feedback
Logitech MX Master 4 Maus mit haptischem Feedback

Nutzer können haptisches Feedback unter Einstellungen > Bluetooth & Geräte > Maus > Haptisches Feedback aktivieren oder deaktivieren. Darüber hinaus wurde mit den jüngsten Updates der Canary-Version eine neue Touchpad-Einstellung eingeführt, mit der Nutzer die Größe der rechten Klickzone anpassen können. Diese ist für kompatible Touchpads in den Optionen klein, mittel und groß verfügbar.

Die Notwendigkeit für Windows-OEMs: Haptische Touchpads einführen

Derzeit hängt der Erfolg dieser Funktion von der Hardwareverfügbarkeit ab, was eine erhebliche Hürde darstellt. Zwar kann Microsoft haptisches Feedback in Windows integrieren, doch ist dies nur dann effektiv, wenn OEMs Geräte herstellen, die diese Funktion unterstützen.

Das kürzlich erschienene ASUS Zenbook A16, das mit dem Snapdragon X2 Elite Xtreme ausgestattet ist, erhielt beispielsweise Lob für seine Leistung, verfügt aber trotz seines Preises von 1.999 US-Dollar über kein haptisches Touchpad.

Das ASUS Zenbook A16 verfügt nicht über ein haptisches Trackpad.

Im Gegensatz dazu hat Apple haptisches Feedback bei seinen Geräten nahezu zum Standard gemacht, sodass Nutzer diese Reaktionsschnelligkeit erwarten. Das MacBook Neo bildet die einzige Ausnahme, da es kein haptisches Touchpad besitzt; sein Mechanismus bietet jedoch ein Gefühl, das herkömmliche Windows-Touchpads übertrifft.

MacBook Neo Trackpad-Baugruppe
Trackpad-Baugruppe des MacBook Neo. Quelle: Dave2D

Sobald Nutzer haptisches Feedback auf einem MacBook erlebt haben, kann die Rückkehr zu herkömmlichen Touchpads schwierig sein. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für Windows-OEMs, attraktive Hardware anzubieten, die das Interesse der Nutzer am Windows-Ökosystem aufrechterhält.

Dank der neuen haptischen Feedback-Funktionen von Microsoft haben Windows-Laptops die Chance, ihr Premium-Gefühl deutlich zu steigern. Dennoch ist es für OEMs weiterhin entscheidend, in die Produktion preisgünstiger Geräte mit dieser innovativen Technologie zu investieren.

Quellen & Bilder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert