WhatsApp informiert seine Nutzer über eine wichtige bevorstehende Änderung: Ab dem 9. Dezember 2025 werden Nutzer der Desktop-App beim nächsten Update automatisch abgemeldet. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die zu Meta gehörende Plattform ihre Nutzer warnt, da sie offenbar schrittweise von der alten Universal Windows Platform (UWP) WhatsApp auf eine neue webbasierte Version umstellt.
Ende Oktober erhielten viele Desktop-Nutzer Benachrichtigungen, dass sie ab dem 5. November abgemeldet würden. Berichte von Windows Latest hoben diese Ankündigungen hervor, die praktischerweise unterhalb des Abschnitts „Suchen oder einen neuen Chat starten“ auf der Benutzeroberfläche der App platziert waren.
Nach dem Update Anfang November bemerkten Nutzer einen deutlich erhöhten Ressourcenverbrauch. Das neue, auf Chromium basierende WhatsApp nutzte konstant rund 1 GB RAM, während die native Version durchschnittlich unter 100 MB verbrauchte. WhatsApp warnt nun weitere Nutzer, die das Update noch nicht installiert haben, und weist darauf hin, dass sie es unbedingt nachholen müssen, um nicht abgemeldet und auf die rechenintensive Webversion umgestellt zu werden.
WhatsApp-Update-Benachrichtigung
Aktuelle Benachrichtigungen von WhatsApp deuten darauf hin, dass Nutzer ihre App bald aktualisieren müssen, obwohl es noch Möglichkeiten gibt, dieses Update vorübergehend hinauszuzögern.

Die Warnmeldung lautet:
„ Das nächste Update startet am 9. Dezember. Sie werden abgemeldet, um das Update abzuschließen, und benötigen Ihr Telefon, um sich wieder anzumelden.“
Wer neugierig ist: Ein Klick auf die Option „Mehr erfahren“ unterhalb der Benachrichtigung öffnet ein Popup mit Details zu den kommenden Funktionen von WhatsApp unter Windows, darunter Kanäle sowie Verbesserungen für Status und Communities.

Nach dem Update müssen sich die Nutzer über ihr Mobilgerät erneut bei WhatsApp anmelden. Das Unternehmen sichert zu, dass der Chatverlauf bis zu einem Jahr lang synchronisiert wird.
Es ist erwähnenswert, dass solche Benachrichtigungen für routinemäßige Updates ungewöhnlich sind, da sie durch die Notwendigkeit des Abmeldens der Benutzer entstehen. Dies ist jedoch nicht der einzige Nachteil dieser Umstellung.
Bewertung des neuen WhatsApp: Chromium vs. Native
Umfangreiche Tests von Windows Latest haben zu detaillierten Vergleichen zwischen dem neuen, auf Chromium basierenden WhatsApp und seinem Vorgänger, der nativen UWP-App, geführt. Das Ergebnis ist eindeutig: Metas Umstellung auf eine webbasierte Anwendung ist angesichts der damit verbundenen Einbußen bei Leistung und Reaktionsfähigkeit nicht gerechtfertigt.

Testergebnisse zeigen, dass die neue Version bis zu siebenmal mehr Arbeitsspeicher verbraucht als die vorherige native Version. Dieser Anstieg wäre tolerierbar, wenn die App dadurch schneller und effizienter wäre; leider ist das Gegenteil der Fall: Die Web-Oberfläche zeigt die für vergleichbare Anwendungen typische, träge Performance.
Nutzer werden den Chatwechsel deutlich langsamer empfinden, was besonders ärgerlich sein kann. Nach einem Neustart des Computers benötigt die neue App 10 bis 20 Sekunden, um Chats zu laden – weit entfernt von der idealen Geschwindigkeit, die man von einer Instant-Messaging-Plattform erwartet.
Die neue Version benötigt beim ersten Start etwa 600 MB RAM, der Verbrauch steigt bei normaler Nutzung, wie beispielsweise beim Scrollen durch Konversationen, auf beachtliche 1, 2 GB. Dies stellt insbesondere Nutzer mit leistungsschwächeren Geräten, etwa solchen mit 8 GB RAM (was heutzutage als unterdurchschnittlich gilt), vor Herausforderungen.
Dieses zunehmende Problem des RAM-Verbrauchs gibt Anlass zur Sorge, insbesondere da die Speicherkosten in die Höhe schnellen, die Anwendungen aber ständig mehr Ressourcen verbrauchen, was vor allem auf Frameworks wie Electron und WebView zurückzuführen ist.
Optionen zum Beibehalten des alten WhatsApp
Aktuell haben die Nutzer die Möglichkeit, die alte Version weiterhin zu verwenden, ohne zum Update gezwungen zu werden.
WhatsApp schreibt derzeit noch keine Updates vor, wie diese zweite Benachrichtigung zeigt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ähnliche Plattformen in Zukunft verpflichtende Updates erzwingen könnten, was die Nutzbarkeit bei Nichtbeachtung einschränken würde.
Um automatische Updates zu verhindern, können Benutzer Updates in den Einstellungen des Microsoft Store pausieren:
- Öffnen Sie die Microsoft Store-App.
- Klicken Sie auf Ihr Profilsymbol in der oberen rechten Ecke.
- Wählen Sie „Store-Einstellungen“ und deaktivieren Sie „App-Updates“.


Beachten Sie, dass das Deaktivieren dieser Einstellung nicht verhindert, dass Aktualisierungen angezeigt werden; Aktualisierungen werden weiterhin im Store angezeigt, aber die Benutzer können selbst entscheiden, wann sie implementiert werden.
Nachdem ich die neue, auf Chromium basierende Version getestet habe, bevorzuge ich das alte, native WhatsApp, solange es noch nutzbar ist. Das Fehlen von Kanälen und Communities ist zwar enttäuschend, aber ich schätze die App in erster Linie als Messenger und weniger als soziales Netzwerk.
Sind Sie bereits auf das neue WhatsApp umgestiegen? Wenn ja, wie sind Ihre Erfahrungen?
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