Teclab überwindet die Speichertaktbeschränkungen der NVIDIA RTX 50 und erreicht über 36 Gbit/s auf der RTX 5070 Ti.

Teclab überwindet die Speichertaktbeschränkungen der NVIDIA RTX 50 und erreicht über 36 Gbit/s auf der RTX 5070 Ti.

Teclab ist eine bemerkenswerte Leistung gelungen: Durch die erfolgreiche Umgehung der von NVIDIA auf die RTX 50-Serie auferlegten Speichertaktbegrenzungen konnte die RTX 5070 Ti eine erstaunliche Geschwindigkeit von 36 Gbit/s erreichen.

NVIDIAs RTX 50-Speichertaktbegrenzung aufgehoben: Teclab setzt mit 36 ​​Gbit/s auf der RTX 5070 Ti einen neuen Benchmark.

Das innovative Team von Teclab, bekannt für seine bahnbrechenden Modifikationen an NVIDIA-Grafikkarten, sorgte kürzlich für Schlagzeilen, indem es zahlreiche Übertaktungsrekorde brach. Das in Brasilien ansässige Unternehmen Teclab hatte zuvor bereits Maßstäbe gesetzt, indem es Modelle der GeForce-10-Serie durch individuelle Verbesserungen höhere VRAM- und Speichertaktraten ermöglichte.

In ihrem neuesten Projekt will Team Teclab die von NVIDIA für die GeForce RTX 50-Serie festgelegten Speichertaktbegrenzungen herausfordern. Diese GPUs, die mit fortschrittlichem GDDR7-Speicher ausgestattet sind, arbeiten typischerweise mit Geschwindigkeiten zwischen 28 und 30 Gbit/s. Die RTX 5080 soll eine effektive Taktfrequenz von etwa 15.000 MHz aufweisen, während die anderen Modelle der RTX 50-Reihe Taktraten um die 14.000 MHz erreichen.

Bisher waren Übertaktungsanwendungen auf eine Speicherübertaktung von +3000 MHz beschränkt – eine durch NVIDIAs Design bedingte Obergrenze. Modder versuchten bereits, diese Beschränkungen zu umgehen, indem sie die vorhandenen Speicherchips gegen höherfrequente Alternativen austauschten oder den Hex-Code veränderten, um die Speicherkapazität freizuschalten. Teclab präsentiert nun eine innovative Lösung.

Ein Tektronix 4 Series Mixed-Signal-Oszilloskop, das eine Wellenform anzeigt, ist auf einer Werkbank neben einem CPU-Kühler und anderen Geräten aufgebaut.

Teclab-Mitglied Burti_TecLab nutzte für diese Modifikation das Einsteigermodell GALAX 5070 Ti 1-Click OC und schuf so eine Basislinie, bei der die Leistungsaufnahme ohne Shunt-Modifikationen vollständig aufgehoben wurde. Interessanterweise zeigten erste Messungen, dass die Software den Stromverbrauch aufgrund eines deaktivierten Multiplexers, der normalerweise die Stromwerte ausgibt, nicht erfassen konnte. Der erste Leistungstest wurde ohne Übertaktung durchgeführt und profitierte lediglich von der aufgehobenen Leistungsaufnahme.

Im zweiten Leistungstest erreichte die GPU Geschwindigkeiten von über 3, 3 GHz. Der Durchbruch gelang im dritten Durchlauf: Die Modifikation ermöglichte es, das Taktmanagement der GPU auf logischer bzw. Programmebene zu manipulieren. Dadurch ging die GPU fälschlicherweise von einer niedrigeren Basisfrequenz aus, obwohl sie tatsächlich mit deutlich höheren Taktraten für GPU und Speicher lief.

Auf einem Desktop-Bildschirm wird der „Superposition Benchmark“ mit einem Wert von „11993“ angezeigt, während eine Person, die an einem mit Bauteilen gefüllten Schreibtisch sitzt, zusieht.

Obwohl die Überwachungstools reduzierte Taktraten von **3, 1–3, 2 GHz** und eine Speichergeschwindigkeit von **28 Gbit/s** anzeigten, übertrafen die tatsächlichen Leistungswerte die Ergebnisse der vorherigen manuellen Übertaktungsversuche. Teclab bestätigte, dass die RTX 5070 Ti tatsächlich mit über 36 Gbit/s (18.000 MHz+) arbeitete. Die Ergebnisse des Unigine Superposition Benchmarks lauten wie folgt:

  • RTX 5070 Ti (Nicht übertaktet/Leistungsbegrenzung aufgehoben): 9922 Punkte
  • RTX 5070 Ti (+500 GPU / +3000 Speicher / Leistungslimit aufgehoben): 11722 Punkte
  • RTX 5070 Ti (+330 GPU / 36 Gbps+ Speicher / Leistungslimit aufgehoben): 11993 Punkte

Teclabs Erfolg, die Beschränkungen von NVIDIA für die RTX-50-Serie zu umgehen, verdeutlicht das beeindruckende Potenzial von GDDR7-Speicher, da diese Module üblicherweise mit Geschwindigkeiten von 28 Gbit/s arbeiten. Branchenführer wie Samsung und Micron entwickeln derzeit Speicherlösungen mit 36 ​​Gbit/s, die höhere VRAM-Dichten versprechen. Deren Markteinführung wird jedoch voraussichtlich Ende 2023 erfolgen, wobei es aufgrund anhaltender Speicherengpässe zu Verzögerungen bis ins Jahr 2027 kommen kann.

Während Teclab sich darauf vorbereitet, mit der kommenden RTX 5070 Ti HOF von GALAX noch fortschrittlichere Übertaktungsfunktionen vorzustellen, erwartet die Tech-Community gespannt die nächste Generation und bestätigt damit einmal mehr das unermüdliche Streben nach Leistungssteigerungen im Bereich der Gaming-GPUs.

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