So berechnen Sie den Datenverbrauch für Google Maps

In der heutigen Zeit gehört die Nutzung von Navigations-Apps wie Google Maps einfach zum Alltag. Ob kurze Fahrt durch die Stadt oder ausgedehnte internationale Reise – zu wissen, wie viel Datenvolumen diese Apps verbrauchen, kann viel Ärger ersparen, etwa wenn mitten auf der Fahrt das mobile Datenvolumen aufgebraucht ist oder unerwartet hohe Kosten entstehen. Manchmal bemerken Nutzer, dass ihre Datenrechnung schneller steigt als erwartet, insbesondere wenn sie nicht wissen, wie viel Datenvolumen die Satellitenansicht oder häufiges Zoomen verbrauchen kann. Dieser kleine Leitfaden erklärt Ihnen, was im Hintergrund passiert, und gibt Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihren Datenverbrauch im Griff behalten.

Wie Google Maps tatsächlich funktioniert

Bevor wir uns mit den Datenmengen befassen, ist es wichtig zu verstehen, was genau passiert, wenn Sie Google Maps öffnen. Die App ruft im Wesentlichen viele Informationen von den Google-Servern ab – Straßen, Sehenswürdigkeiten, Verkehrslage usw. Diese sogenannten Kartendaten werden dynamisch aktualisiert, während Sie die Karte nutzen. Zusätzlich aktualisiert Google Maps ständig Ihren Standort per GPS und erfasst sogar Nutzungsdaten wie Ihre Lieblingsrestaurants oder -routen, um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Aus all diesen Gründen werden jedes Mal, wenn Sie die App öffnen, zoomen oder die Ansicht wechseln, Daten abgerufen oder aktualisiert, was sich schnell summieren kann, wenn Sie nicht aufpassen.

Wie viele Daten verbraucht Google Maps?

Google Maps verbraucht durchschnittlich etwa 0, 73 MB Daten alle 20 Minuten. Bei einer kurzen Fahrt sind das ungefähr 2, 2 MB pro Stunde und bei ganztägiger Navigation rund 53 MB. Im Laufe eines Monats summiert sich das auf etwa 1, 6 GB – genug, um bei einem knappen Datentarif ganz schön ins Geld zu gehen. Viele Faktoren beeinflussen den Verbrauch, daher sollten Sie diese Zahlen nicht als absolute Wahrheit betrachten; es sind Schätzwerte, die aber einen guten Anhaltspunkt bieten. Wenn Sie mehr über den Verbrauch bei längeren Nutzungszeiten oder intensiver Nutzung erfahren möchten, finden Sie unten einige hilfreiche Berechnungen.

Wie viele Daten fallen in 8 Stunden an?

Bei einer geschätzten Nutzung von 0, 73 MB pro 20 Minuten könnte eine achtstündige Navigationstour etwa die von Canstar Blue angegebenen 15 bis 20 MB Daten verbrauchen. Nicht viel, aber bei einem begrenzten Datenvolumen empfiehlt es sich, den Verbrauch im Auge zu behalten oder für längere Fahrten auf Offline-Karten umzusteigen.

Warum gibt es solche Unterschiede?

Google Maps hat natürlich einige Tricks auf Lager, die das Ganze etwas komplizierter machen. Hochauflösende Satellitenansichten, Zoomen, die Suche nach Orten und Echtzeit-Verkehrsinformationen treiben den Datenverbrauch in die Höhe. Wer beispielsweise ständig zwischen Satellitenansicht und Navigation wechselt, verbraucht deutlich mehr Daten – bis zu 30 MB in nur zehn Minuten. Je detaillierter und häufiger die Kartenaktualisierungen sind, desto mehr Daten werden ebenfalls benötigt. Deshalb kann es sein, dass manche Fahrten oder Routen mehr Datenvolumen verbrauchen als andere, selbst wenn man ähnliche Aktionen ausführt.

Wie man den Datenverbrauch reduziert und trotzdem reibungslos navigieren kann

Zum Glück gibt es einige recht einfache Möglichkeiten, den Datenverbrauch im Griff zu behalten, ohne die Navigationsqualität zu beeinträchtigen. Besonders hilfreich ist das, wenn der Empfang schwach ist oder man sein Datenvolumen nicht überschreiten möchte.

  1. Laden Sie vor Fahrtantritt Offline-Karten Ihres Ziels per WLAN herunter.Öffnen Sie dazu Google Maps, suchen Sie nach Ihrem Gebiet, tippen Sie auf Menü > Offline-Karten > Eigene Karte auswählen und speichern Sie die Karte. So nutzt Ihr Gerät während der Fahrt lokale Daten anstatt mobiler Daten.
  2. Deaktivieren Sie die Satellitenansicht und verwenden Sie die Standardkarte. Die Satellitenansicht ist zwar schön, verbraucht aber viel Datenvolumen, da sie hochauflösende Bilder lädt. Um sie zu deaktivieren, tippen Sie auf das Ebenensymbol (normalerweise das Kartensymbol oben rechts) und wählen Sie Normale Karte anstelle von Satellitenkarte.
  3. Passen Sie die Standort- und Kartenaktualisierungseinstellungen in Google Maps an. Gehen Sie zu Einstellungen > Navigationseinstellungen und aktivieren Sie Optionen wie Sprachausgabe nach Verzögerung oder reduzieren Sie die Häufigkeit der Verkehrsinformationen, wenn Sie nicht ständig Live-Verkehrsinformationen benötigen.
  4. Begrenzen Sie die Hintergrunddatennutzung für Google Maps über die App-Einstellungen Ihres Smartphones. Auf Android gehen Sie zu Einstellungen > Apps > Google Maps > Datennutzung und beschränken Sie die Hintergrunddatennutzung. Auf dem iPhone können Sie die Hintergrundaktualisierung von Apps unter Einstellungen > Allgemein > Hintergrundaktualisierung deaktivieren.
  5. Überwachen Sie Ihren Datenverbrauch über die integrierte Datenverwaltung Ihres Smartphones oder über die zugehörige App Ihres Mobilfunkanbieters. So behalten Sie den Überblick und vermeiden unangenehme Überraschungen am Monatsende.

Ein weiterer cleverer Trick ist, die App geschlossen zu halten oder im Hintergrundmodus laufen zu lassen, solange sie nicht aktiv genutzt wird. Manche Geräte oder Apps aktualisieren sich im Hintergrund, ohne dass Sie es bemerken. Behalten Sie diese Einstellungen daher im Auge, insbesondere wenn Ihr Datenvolumen begrenzt ist.

Zusammenfassung

Die genaue Datenmenge, die Google Maps verbraucht, lässt sich nicht ermitteln, aber diese Schätzungen und Tipps helfen Ihnen, Ihren Verbrauch besser zu kontrollieren. Laden Sie Offline-Karten für längere Fahrten herunter, vermeiden Sie Satellitenansichten, wenn sie nicht unbedingt nötig sind, und behalten Sie Ihr Datenvolumen im Auge, wenn Sie ein begrenztes Datenvolumen haben. Bei manchen Konfigurationen bewirkten schon wenige Änderungen in den Einstellungen einen deutlichen Unterschied. Denn seien wir ehrlich: Niemand möchte sein gesamtes Datenvolumen verbrauchen, nur weil er kurz navigieren musste.

Zusammenfassung

  • Google Maps benötigt etwa 0, 73 MB alle 20 Minuten.
  • Bei längeren Reisen können schnell einige hundert MB an Daten anfallen, sofern diese nicht offline heruntergeladen werden.
  • Satellitenansicht und häufiges Zoomen erhöhen den Datenverbrauch.
  • Laden Sie Offline-Karten im Voraus herunter und begrenzen Sie die Hintergrundaktivität.
  • Die Überwachung der Daten über Ihr Telefon oder Ihren Mobilfunkanbieter hilft, unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Nur noch eine Anmerkung

Hoffentlich ersparen diese Tipps dem einen oder anderen unterwegs ein paar Euro oder Ärger. Nichts Weltbewegendes, aber kleine Anpassungen können sich mit der Zeit wirklich lohnen. Ich drücke die Daumen und wünsche euch eine gute Fahrt!

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