Umgang mit der lästigen hohen CPU-Auslastung durch „System und komprimierter Speicher“ in Windows
Ja, das ist ein echter Klassiker. Immer wenn ein Spiel oder eine App startet oder einfach nur irgendwelche Windows-Prozesse ausgeführt werden, schnellt dieser Prozess in die Höhe und frisst CPU und Festplatte, als gäbe es kein Morgen. Manchmal ist es noch erträglich, aber oft ist es so schlimm, dass das ganze System träge oder gar nicht mehr reagiert. Es ist ziemlich seltsam, weil es sich um einen systemrelevanten Prozess handelt – man kann ihn nicht einfach wie Schadsoftware abschalten. Was kann man also tun? Nun, es gibt ein paar Tricks, die dieses Problem meist etwas lindern, manche davon sind aber etwas invasiver als andere. Mit etwas Glück finden Sie so etwas Abhilfe.
So beheben Sie eine hohe CPU-Auslastung durch „System und komprimierter Speicher“ in Windows
Methode 1: Auf Malware scannen – denn Malware kann natürlich Speicherprozesse beeinträchtigen.
Malware kann sich manchmal tarnen oder Systemdateien beschädigen, was zu einem erhöhten Ressourcenverbrauch führt. Ein schneller, gründlicher Virenscan ist daher immer ratsam. Windows Defender kann dies leisten, oder Sie bevorzugen ein Drittanbieter-Tool, wenn Sie besonders vorsichtig sein möchten. In jedem Fall lohnt es sich, hier anzufangen.
- Geben Sie „Windows-Sicherheit“ in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Bumm, weiter zum Viren- und Bedrohungsschutz
- Scanoptionen auswählen
- Wählen Sie „Microsoft Defender Offline-Scan“ – dadurch wird ein gründlicherer Scan außerhalb von Windows durchgeführt – und klicken Sie auf „ Jetzt scannen“.
- Ihr PC wird neu gestartet und der Scanvorgang ausgeführt. Hinweis: Dies kann etwas dauern; in der Zwischenzeit können Sie sich einen Snack holen.
- Sobald Sie wieder in Windows sind, überprüfen Sie die Ergebnisse. Falls Schadsoftware gefunden wurde, entfernen Sie diese, bevor Sie fortfahren.
Methode 2: Die Größe der Auslagerungsdatei anpassen – manchmal hat Windows einfach Probleme mit der Speicherverwaltung.
Das hilft, weil die Auslagerungsdatei (der virtuelle Speicher) falsch konfiguriert sein kann, wodurch Windows unnötig viel RAM verwalten muss. Eine manuelle Konfiguration kann das Problem beheben. Es ist zwar etwas technisch, aber kein Hexenwerk.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie System.
- Klicken Sie auf Erweiterte Systemeinstellungen (normalerweise in der Seitenleiste oder unter Verwandte Einstellungen ).
- Klicken Sie im Abschnitt „Leistung“ auf „Einstellungen“.
- Wechseln Sie zur Registerkarte „Erweitert“.
- Klicken Sie unter „Virtueller Speicher“ auf „Ändern…“.
- Deaktivieren Sie die Option „Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten“, um mehr Kontrolle zu erhalten.
- Legen Sie eine benutzerdefinierte Größe fest – beispielsweise 4096 MB für die Anfangs- und Maximalgröße –, wenn Sie sich unsicher sind, oder verwenden Sie aus Gründen der Einfachheit die systemseitig verwaltete Größe. Achten Sie nur darauf, dass die Größe nicht zu groß oder zu klein ist.
Dies kann die Speicherverwaltung stabilisieren und die durch „System- und komprimierten Speicher“ verursachte Last verringern.
Methode 3: Leistungsoptionen anpassen für ein schlankeres Windows – festlegen, worauf der Fokus liegen soll
Windows wählt seine Prioritäten – ob optisch ansprechend oder schnell – oft automatisch. Manchmal wird die Optik priorisiert, was zu einer hohen Ressourcenauslastung führt. Durch die Umstellung auf Leistung lässt sich diese CPU-Belastung reduzieren.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie System aus.
- Klicken Sie auf Erweiterte Systemeinstellungen
- Klicken Sie im Bereich „Leistung“ auf „Einstellungen“.
- Wählen Sie „Anpassen“, um die beste Leistung zu erzielen.
- Klicken Sie auf „Anwenden“ und dann auf „OK“.
Dadurch werden aufwendige Animationen und visuelle Effekte, die manchmal die Systemressourcen beeinträchtigen, reduziert. Für die meisten Nutzer, die einfach nur ein reibungsloses System ohne jegliche optische Spielereien wünschen, ist das ausreichend.
Methode 4: Führen Sie Systemdateiprüfungen durch – da beschädigte Windows-Dateien unvorhersehbares Verhalten verursachen.
Sind Systemdateien beschädigt (und seien wir ehrlich, das passiert häufiger, als uns lieb ist), kann dies dazu führen, dass Windows den Arbeitsspeicher oder die CPU nicht richtig verwaltet. SFC- und DISM-Scans beheben manchmal die Ursache.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator – geben Sie „cmd“ in die Suche ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“.
- Geben Sie Folgendes ein und führen Sie es aus: `
sfc /scannow` — warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. - Falls Probleme gefunden werden oder diese nicht behoben werden können, versuchen Sie die DISM-Befehle nacheinander:
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth - Führen Sie `
sfc /scannow` anschließend erneut aus. Starten Sie das System gegebenenfalls neu.
Mit diesen Schritten lassen sich beschädigte Systemdateien reparieren, die möglicherweise die Ursache für Fehlfunktionen des Speicherprozesses sind.
Methode 5: Überprüfen Sie den Zustand des Arbeitsspeichers (da ein defekter Arbeitsspeicher zu ungewöhnlichen CPU-Spitzen führen kann).
Von allen Hardwarekomponenten ist der Arbeitsspeicher (RAM) oft die Ursache für Probleme. Die Windows-Speicherdiagnose ist eine einfache Möglichkeit, um zu überprüfen, ob Ihre Speichermodule defekt sind.
- Geben Sie „Windows-Speicherdiagnose“ in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Wählen Sie „ Jetzt neu starten“ und prüfen Sie auf Probleme.
- Der Computer wird neu gestartet und einige Speichertests durchgeführt – lassen Sie sich Zeit, das kann ein paar Minuten dauern.
- Nach Abschluss des Vorgangs werden die Ergebnisse angezeigt. Alternativ können Sie den Bericht später in der Ereignisanzeige einsehen. Sollten Probleme auftreten, ist möglicherweise ein Austausch des Arbeitsspeichers (RAM) oder die Hinzuziehung eines Technikers erforderlich.
Methode 6: „System- und komprimierter Speicher“ vollständig deaktivieren (nicht empfohlen, aber manchmal notwendig)
Wenn nichts anderes hilft, deaktivieren manche Nutzer den Prozess in der Aufgabenplanung. Vorsicht: Dies ist keine Standardlösung und kann weitere Probleme verursachen. Verwenden Sie diese Option nur als letzten Ausweg.
- Geben Sie „Aufgabenplanung“ in die Suche ein und öffnen Sie sie.
- Navigieren Sie zu Aufgabenplanungsbibliothek > Windows > Speicherdiagnose
- Suchen Sie in der Liste nach RunFullMemoryDiagnostic.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Deaktivieren“.
Bei manchen Konfigurationen reduziert dies die CPU-Auslastungsspitze, kann aber auch aussagekräftige Diagnose- oder Verwaltungsfunktionen deaktivieren. Vorsicht ist geboten.
Methode 7: Schalten Sie den SuperFetch/SysMain-Dienst ab – da dieser manchmal seine Grenzen überschreitet.
Dieser Dienst lädt häufig verwendete Anwendungen vor, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Auf manchen Rechnern führt dies jedoch zu einer hohen Festplatten- und CPU-Auslastung. Durch Deaktivieren dieses Dienstes lassen sich manchmal Spitzen im Ressourcenverbrauch im Zusammenhang mit „System- und komprimiertem Speicher“ beheben.
Es gibt zwei Möglichkeiten, es zu deaktivieren:
Deaktivierung über Dienste
- Öffnen Sie services.msc über die Suchleiste.
- Scrollen Sie nach unten zu SysMain (ehemals SuperFetch).
- Rechtsklick, dann Eigenschaften
- Starttyp auf Deaktiviert ändern
- Klicken Sie auf „Anwenden“ und „OK“.
Deaktivierung über die Eingabeaufforderung
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
- Geben Sie Folgendes ein: `
net.exe stop sysmain` und drücken Sie die Eingabetaste. - Falls dies nach dem Neustart nicht erhalten bleibt, deaktivieren Sie es dauerhaft mit: `
sc config sysmain start=disabled`
Hinweis: Bei manchen Konfigurationen wird möglicherweise ein anderer Dienstname angezeigt, z. B.Superfetch, aber unter Windows 10/11 lautet er normalerweise SysMain.
Diese Lösungsansätze garantieren keine hundertprozentige Behebung – manchmal bleibt die hohe CPU-Auslastung hartnäckig bestehen. Probieren Sie sie aber aus; oft lässt sich das Problem dadurch zumindest etwas lindern.