Kenne ich nur zu gut. Nichts ist frustrierender als ein fehlgeschlagenes Windows-Upgrade, besonders mit einem Fehler wie 0xC1900101 – 0x20004. Wenn Sie das Upgrade schon mehrmals versucht haben und es immer wieder fehlschlägt, sollten Sie sich die häufigsten Ursachen genauer ansehen. Diese Fehler treten oft aufgrund von Hardware-Problemen oder fehlerhaften Systemeinstellungen auf – denken Sie an BIOS-Fehlkonfigurationen, lose Kabel oder veraltete Treiber. Die Behebung erfordert in der Regel eine Kombination aus Aufräumarbeiten, Überprüfungen und gegebenenfalls auch BIOS-Anpassungen. Es ist nicht immer einfach, aber einige bewährte Schritte können den Weg für ein reibungsloseres Upgrade ebnen.
So beheben Sie den Fehler 0xC1900101 – 0x20004 während eines Windows-Upgrades
Lösung 1. Führen Sie eine Datenträgerbereinigung durch.
Das ist aus gutem Grund ein Klassiker. Wenn Ihre Festplatte mit temporären Dateien, alten Windows-Update-Resten oder anderem Datenmüll voll ist, kann das den Upgrade-Prozess erheblich behindern. Durch das Aufräumen wird Speicherplatz freigegeben und Windows kann manchmal sogar die Blockierung beheben. Die Idee ist einfach: Entfernen Sie unnötigen Datenmüll, um Ihrem Upgrade einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
- Geben Sie „Datenträgerbereinigung“ in die Windows-Suche ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Wählen Sie C: (oder das Laufwerk, auf dem sich Ihre Windows-Installation befindet).
- Klicken Sie unten auf „Systemdateien bereinigen“, um weitere Optionen anzuzeigen.
- Wählen Sie aus, was Sie entfernen möchten – beispielsweise Windows-Update-Dateien, temporäre Dateien usw.
- Klicken Sie auf OK und warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Dies kann einige Minuten dauern, insbesondere wenn Ihr Laufwerk voll ist.
Lösung 2. Führen Sie Check Disk aus ( chkdsk).
Festplattenfehler können das Upgrade verhindern, egal wie oft man es versucht.chkdskScans und Reparaturen des Dateisystems helfen – ähnlich wie ein Mechaniker die Festplatte auf defekte Sektoren oder beschädigte Dateien überprüft. Warum das funktioniert, ist unklar, aber es klappt oft.
- Suchen Sie nach cmd, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eingabeaufforderung und wählen Sie Als Administrator ausführen.
- Geben Sie diesen Befehl ein und drücken Sie Enter:
chkdsk c: /f /r /x - Wenn eine Meldung wie „Dieses Volume wird verwendet“ erscheint, geben Sie einfach Y ein, um es für den nächsten Neustart einzuplanen.
- Starten Sie Ihren PC neu und lassen Sie den Scanvorgang abschließen. Dies kann einige Zeit dauern.
Lösung 3. Nicht verwendete SATA-Geräte entfernen
Manchmal können mehrere zusätzliche oder defekte SATA-Laufwerke oder -Geräte, die über Kabel angeschlossen sind, Konflikte verursachen. Seltsamerweise habe ich Fälle erlebt, in denen das Abziehen eines nicht benötigten Laufwerks oder einer externen Festplatte die Installation erfolgreich abschloss. Windows kann nämlich mit mehreren angeschlossenen Laufwerken durcheinanderkommen, insbesondere wenn eines davon defekt oder locker ist.
- Schalten Sie Ihr Gerät aus, öffnen Sie das Gehäuse (dadurch kann die Garantie erlöschen, gehen Sie daher mit Vorsicht vor).
- Ziehen Sie vorsichtig alle SATA-Kabel ab, die mit Laufwerken verbunden sind, die Sie nicht wirklich benötigen (zusätzliche HDDs, alte SSDs).
- Schließ es wieder und versuche das Upgrade erneut. Wenn es funktioniert – super, wenn nicht, auch kein Problem.
Lösung 4. Aktualisieren Sie alle Gerätetreiber
Veraltete Treiber sind dafür bekannt, Systemprozesse zu stören. Dies gilt insbesondere für Netzwerk- und Speichertreiber – sind diese nicht kompatibel, kann Windows beim Upgrade Probleme bereiten. Die Aktualisierung der Gerätetreiber kann die einwandfreie Funktion von Windows verbessern. Manchmal reicht es nicht aus, sich auf den Geräte-Manager zu verlassen. Prüfen Sie daher die Websites der Hersteller auf die neuesten Versionen.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und wählen Sie Geräte-Manager.
- Erweitern Sie Kategorien wie Netzwerkadapter oder Speichercontroller.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jedes Gerät und wählen Sie dann „Treiber aktualisieren“.
- Wählen Sie „Automatisch nach aktualisierter Treibersoftware suchen“ und folgen Sie den Anweisungen.
- Wiederholen Sie den Vorgang für alle wichtigen Geräte und starten Sie das Gerät anschließend neu, um zu sehen, ob das Problem behoben ist.
- Bonus: Besuchen Sie die Websites der Hersteller, um die neuesten Treiber herunterzuladen – manuelle Downloads sind oft besser als die automatische Treibersuche von Windows Update.
Lösung 5. Inkompatiblen WLAN-Chip deaktivieren
Das ist etwas ungewöhnlich, aber manche WLAN-Karten vertragen bestimmte Windows-Updates nicht. Durch vorübergehendes Deaktivieren des WLAN-Adapters während des Updates lassen sich Konflikte vermeiden. Normalerweise kann er nach erfolgreicher Installation wieder aktiviert werden.
- Geräte-Manager öffnen.
- Suchen Sie unter Netzwerkadapter Ihr WLAN-Gerät.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Gerät deaktivieren“.
- Führen Sie das Upgrade durch und aktivieren Sie das Gerät anschließend wieder.
Lösung 6. BIOS aktualisieren
Dies ist zwingend erforderlich, wenn Ihr BIOS veraltet oder falsch konfiguriert ist. Ein altes BIOS kann Kompatibilitätsprobleme verursachen, insbesondere mit neueren Windows-Versionen oder Hardware. Die Aktualisierung des BIOS kann etwas heikel sein – lesen Sie die Anweisungen sorgfältig durch und führen Sie die Aktualisierung nur durch, wenn Sie sich damit auskennen. Prüfen Sie beim Hersteller Ihres Mainboards oder Systems, ob die neueste BIOS-Version verfügbar ist – manchmal genügt ein kurzer Download und das anschließende Flashen.
- Überprüfen Sie Ihre aktuelle BIOS-Version, indem Sie in Windows „Systeminformationen“ eingeben und nach „BIOS-Version/Datum“ suchen.
- Besuchen Sie die Supportseite des Herstellers, suchen Sie nach Ihrem Modell und finden Sie die BIOS-Update-Dateien.
- Folgen Sie ihren Anweisungen – einige verwenden automatische Aktualisierungstools, andere erfordern das Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks und das Flashen über das BIOS-Menü.
Lösung 7. Windows Update-Dienst aktivieren
Wenn der Windows-Update-Dienst deaktiviert ist, kann das zu Problemen beim Upgrade führen. Er sollte zwar automatisch ausgeführt werden, aber manchmal ändern sich die Einstellungen (z. B.durch Antivirenprogramme, manuelle Anpassungen oder Systemfehler).Stellen Sie daher sicher, dass er aktiviert ist, um viel Ärger zu vermeiden.
- Geben Sie „Services“ in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Suchen Sie in der Liste nach Windows Update und doppelklicken Sie darauf.
- Stellen Sie den Starttyp auf Automatisch ein.
- Klicken Sie auf „Start“, falls es nicht ausgeführt wird, und anschließend auf „Anwenden“ und „OK“.
Lösung 8. Verwenden Sie eine Windows-ISO-Datei für das Upgrade.
Wenn alles andere fehlschlägt, kann die Verwendung des offiziellen Windows-ISO-Images einige Probleme beim Update-Prozess umgehen. Deaktivieren Sie unbedingt Ihre Antivirensoftware von Drittanbietern, da diese manchmal während des Upgrades Störungen verursacht. Mounten Sie das ISO-Image oder erstellen Sie einen bootfähigen USB-Stick und starten Sie das Setup von dort. Dies erhöht oft die Wahrscheinlichkeit eines reibungslosen Upgrades ohne Fehler, die auf Bugs in Windows Update zurückzuführen sind.
- Laden Sie die neueste ISO-Datei von der Microsoft-Website herunter.
- Doppelklicken Sie, um es einzubinden, oder verwenden Sie ein Tool wie Rufus, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.
- Führen Sie das Setup aus, wählen Sie „ Diesen PC jetzt aktualisieren“ und folgen Sie den Anweisungen.
- Es lädt die Dateien direkt vom ISO-Image herunter und versucht, ein möglichst sauberes Upgrade durchzuführen.
Das mag alles umständlich erscheinen, aber oft lässt sich damit nur ein kleiner Konflikt im Hintergrund beheben. Manchmal reicht schon das einfache Abklemmen einer defekten Festplatte oder ein schnelles BIOS-Update. Es handelt sich also nicht um komplizierte Schritte, sondern um praktische Maßnahmen, die jemandem geholfen haben, diesen hartnäckigen Fehler zu lösen.
Zusammenfassung
- Speicherplatz mit der Datenträgerbereinigung freigeben
- Ausführen
chkdsk, um Laufwerksfehler zu beheben - Nicht verwendete SATA- oder externe Laufwerke abziehen
- Aktualisieren Sie Gerätetreiber manuell oder über die Herstellerseiten.
- Inkompatible WLAN-Hardware vorübergehend deaktivieren
- Aktualisieren Sie das BIOS bei Bedarf.
- Stellen Sie sicher, dass der Windows Update-Dienst ausgeführt wird.
- Versuchen Sie ein ISO-Upgrade, falls alles andere fehlschlägt.
Zusammenfassung
Diese Schritte beseitigen in der Regel die häufigsten Hürden beim Upgrade. Nicht alles klappt auf Anhieb, aber die systematische Überprüfung von Hardware, Systemeinstellungen und Speicherplatz kann einen großen Unterschied machen. Manchmal genügt schon ein schnelles BIOS-Update oder das Trennen eines defekten SATA-Kabels. Hoffentlich hilft das jemandem, diesen lästigen Fehler zu beheben und Windows endlich ohne Frust zu aktualisieren.