Die Meldung „Standardmäßige Hardware-Sicherheit nicht unterstützt“ in der Windows-Sicherheit kann extrem ärgerlich sein. Sie erscheint scheinbar, wenn Ihr Gerät nicht vollständig mit bestimmten Sicherheitsfunktionen wie Windows Hello oder der Geräteverschlüsselung kompatibel ist. Das ist besonders ärgerlich, wenn diese Funktionen für Ihren Arbeitsablauf oder einfach nur für Ihre Sicherheit unerlässlich sind. Normalerweise liegt die Ursache in veralteten Treibern, inkompatibler Hardware oder nicht ganz aktueller Firmware. Wenn dieser Fehler auftritt, bemerken Sie möglicherweise, dass einige Sicherheitsfunktionen deaktiviert sind oder nicht richtig funktionieren. Das ist besorgniserregend, denn Windows soll ja schließlich unsere Daten schützen. Die Behebung dieses Problems beschränkt sich also nicht nur auf das Löschen des Fehlers, sondern zielt darauf ab, die Sicherheit Ihres Systems zu gewährleisten. Das Schwierige daran: Manchmal hilft ein Treiber- oder Firmware-Update, aber bei anderen Konfigurationen wird die Hardware einfach nicht mehr unterstützt. Und da Windows-Einstellungen auf niedriger Ebene oft umständlich sind, müssen Sie manchmal tief in das BIOS oder die Systemdateien eingreifen. Glücklicherweise gibt es einige brauchbare Lösungsansätze, von BIOS-Anpassungen über die erneute Registrierung von Apps bis hin zur Änderung der Sicherheitseinstellungen. Es ist nicht immer einfach, aber bei sorgfältiger Durchführung lassen sich die meisten dieser Schritte beheben. Erwarten Sie jedoch keine schnelle Lösung – manchmal ist etwas Ausprobieren nötig.
So beheben Sie den Fehler „Standard-Hardwaresicherheit wird nicht unterstützt“ in Windows
Methode 1. BIOS-Einstellungen ändern
- Zuerst müssen Sie ins BIOS gelangen. Normalerweise drücken Sie dafür beim Hochfahren des PCs F1, F2, F10 oder die Entf-Taste – die genaue Tastenkombination kann jedoch je nach Mainboard oder Hersteller variieren. Achten Sie beim Start auf eine kurze Meldung. Sobald Sie im BIOS sind, wechseln Sie zum Reiter „Sicherheit“.
- Suchen Sie die TPM- oder Trusted Platform Module-Einstellung und aktivieren Sie sie . Denn wenn TPM nicht aktiv ist, erkennen die Windows-Sicherheitsfunktionen Ihre Hardware nicht als die erforderlichen Protokolle unterstützend.
- Wechseln Sie als Nächstes zum Reiter „Boot“. Aktivieren Sie Secure Boot. Andernfalls stehen einige Sicherheitsfunktionen nicht zur Verfügung. Prüfen Sie außerdem, ob die Einstellung „SVM-Modus“ (für AMD-Prozessoren) oder „Intel Virtualisierungstechnologie“ vorhanden ist. Aktivieren Sie diese, da die Virtualisierungsunterstützung häufig mit Hardware-Sicherheitsfunktionen zusammenhängt.
- Speichern Sie Ihre Änderungen (normalerweise mit F10 oder über eine Menüaufforderung) und starten Sie den Computer neu.
- Manchmal kann das BIOS-Menü etwas knifflig sein oder unterschiedliche Bezeichnungen haben. Wenn Sie diese Optionen nicht finden können, schauen Sie in Ihrem Motherboard-Handbuch oder auf den Supportseiten des Herstellers nach.
Methode 2. Aktivieren der Datenausführungsverhinderung (DEP)
- Drücken Sie die Taste Windows key + R, geben Sie ein
sysdm.cplund drücken Sie die Eingabetaste. Dadurch gelangen Sie zu den Systemeigenschaften. - Wechseln Sie zum Reiter „Erweitert“ und klicken Sie dann unter dem Abschnitt „Leistung“ auf „Einstellungen“.
- Wechseln Sie im Fenster „Leistungsoptionen“ zur Registerkarte „Datenausführungsverhinderung“.
- Wählen Sie „DEP für alle Programme und Dienste aktivieren, außer für die von mir ausgewählten“. Oder, falls Sie ein Problem beheben möchten, aktivieren Sie DEP einfach allgemein, um zu sehen, ob sich dadurch die Situation stabilisiert. Manchmal können DEP-Probleme dazu führen, dass Windows-Sicherheitsfunktionen nicht richtig funktionieren.
- Klicken Sie auf „Anwenden“ und dann auf „OK“. Starten Sie den Computer nach den Änderungen neu und prüfen Sie, ob der Fehler weiterhin besteht.
Methode 3. Speicherintegrität aktivieren
- Öffnen Sie die Windows-Einstellungen mit Windows key + I.
- Gehen Sie zu Datenschutz und Sicherheit > Windows-Sicherheit > Gerätesicherheit.
- Klicken Sie auf „Details zur Kernisolierung“. Dort sollte ein Schalter für die Speicherintegrität angezeigt werden. Falls dieser deaktiviert ist, aktivieren Sie ihn.
- Beachten Sie, dass die Aktivierung dieser Funktion auf manchen Rechnern zu Treiberkonflikten führen kann. Sollte Ihr System instabil werden, müssen Sie die Funktion möglicherweise wieder deaktivieren.
- Nach dem Umschalten die Einstellungen schließen und prüfen, ob der Sicherheitsfehler behoben ist.
Methode 4. Windows-Sicherheits-App zurücksetzen
- Öffnen Sie die Einstellungen mit [Tastenkombination Windows key + Ieinfügen] und gehen Sie dann zu Apps > Installierte Apps.
- Scrollen oder suchen Sie nach „Windows-Sicherheit“.
- Klicken Sie auf die drei Punkte (Menü) daneben und wählen Sie dann Erweiterte Optionen.
- Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf die Schaltfläche „Zurücksetzen “.Dadurch können seltsame Fehler oder Beschädigungen in der App behoben werden.
- Starten Sie Ihren PC nach dem Zurücksetzen neu. Manchmal reicht das schon aus, um die Fehlermeldung zu beseitigen.
Methode 5. Windows-Sicherheit neu registrieren (PowerShell-Fix)
- Suchen Sie im Startmenü nach PowerShell, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Ja, hierfür sind Administratorrechte erforderlich.
- Fügen Sie folgenden Befehl ein:
- Drücken Sie die Eingabetaste. Dadurch wird das Sicherheits-App-Paket neu registriert, das manchmal beschädigt wird oder verloren geht.
- Starten Sie das System anschließend neu und prüfen Sie, ob die lästige Meldung verschwindet.
PowerShell -ExecutionPolicy Unrestricted -Command "& {$manifest = (Get-AppxPackage Microsoft. Windows. SecHealthUI).InstallLocation + '\AppxManifest.xml' ; Add-AppxPackage -DisableDevelopmentMode -Register $manifest}"
Methode 6. Kritisch: Übernehmen Sie die Verantwortung für den Ordner „SecurityHealth“.
- Öffnen Sie den Datei-Explorer und navigieren Sie zu C:\Windows\System32\SecurityHealth. Aufgrund der Windows-Berechtigungen benötigen Sie hierfür möglicherweise Administratorrechte.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie „Eigenschaften“, wechseln Sie dann zur Registerkarte „Sicherheit“ und klicken Sie auf „Erweitert“.
- Klicken Sie neben „Besitzer“ auf „Ändern“. Klicken Sie anschließend erneut auf „Erweitert“ und dann auf die Schaltfläche „Jetzt suchen“.
- Wählen Sie „Administratoren“ oder Ihr Benutzerkonto aus, klicken Sie auf „OK“ und anschließend auf „Namen überprüfen“, um die Auswahl zu bestätigen. Aktivieren Sie unbedingt die Option „ Besitzer für Untercontainer und Objekte ersetzen“.
- Wenden Sie die Änderungen an und stellen Sie in den Ordnerberechtigungen sicher, dass Ihr Konto über Vollzugriff verfügt.
- Dieser Schritt ist etwas knifflig, aber manchmal verursacht die Unfähigkeit der App, auf ihren Ordner zuzugreifen, diese Fehlermeldung. Versuchen Sie anschließend, die App neu zu installieren oder sich erneut zu registrieren.
Da Windows Berechtigungen und Hardwarekonfigurationen mitunter etwas eigenwillig handhabt, mögen diese Lösungsansätze zunächst übertrieben oder umständlich erscheinen. In der Praxis helfen sie jedoch, Ihr Gerät wieder in den Normalzustand zu versetzen, insbesondere wenn die Hardwareunterstützung nicht optimal ist oder Updates die Probleme verschlimmert haben.
Zusammenfassung
- BIOS-Einstellungen prüfen: TPM, Secure Boot, Virtualisierung.
- Datenausführungsverhinderung aktivieren.
- Aktivieren Sie die Speicherintegrität in den Windows-Sicherheitseinstellungen.
- Setzen Sie die Windows-Sicherheits-App zurück oder registrieren Sie sie neu.
- Übernehmen Sie gegebenenfalls die Besitzrechte für den Ordner „SecurityHealth“.
- Hab Geduld – manchmal ist eine Kombination dieser Schritte nötig.
Zusammenfassung
Das kann ganz schön nervig sein, besonders wenn Windows kryptische Fehlermeldungen zur Hardware-Sicherheit ausgibt. Wenn die Reparatur des BIOS oder die erneute Registrierung von Apps geholfen hat, deutet das oft darauf hin, dass die Systemkomponenten angepasst oder die Berechtigungen optimiert werden mussten. Im Allgemeinen sind die meisten dieser Methoden sicher, wenn man sie sorgfältig befolgt. Trotzdem sollte man immer ein Backup erstellen, bevor man an Ordnerberechtigungen oder BIOS-Einstellungen herumexperimentiert. Hoffentlich bringt das ein Update in Gang. Denken Sie daran: Sicherheitsfunktionen haben ihren Sinn. Halten Sie Ihre Hardware daher so kompatibel und aktuell wie möglich.