Der anhaltende Mangel an RAM- und SSD-Komponenten hat viele Enthusiasten dazu gezwungen, ihre Pläne zum Bau von Custom-PCs zu verschieben oder ganz aufzugeben. Dieser Trend wird durch die neuesten Verkaufszahlen deutlich belegt.
Marktanalyse: Mindfactory meldet deutlichen Umsatzrückgang inmitten wirtschaftlicher Unsicherheit; CPU- und Motherboard-Verkäufe verzeichnen einen merklichen Rückgang
Die Knappheit an Arbeitsspeicher (DRAM) und SSDs hat zu deutlichen Preiserhöhungen in wichtigen Hardware-Kategorien geführt, darunter Grafikkarten, Komplettsysteme, Laptops und diverse Unterhaltungselektronik. Obwohl die Preise für CPUs relativ stabil geblieben sind, deuten erste Anzeichen für sinkende Absatzzahlen hin. Die gestiegenen Kosten für RAM und SSDs machen den Selbstbau eines PCs für viele potenzielle Käufer zunehmend unrentabel.



Aktuelle Daten des renommierten deutschen Online-Händlers Mindfactory deuten auf einen besorgniserregenden Trend hin: Die CPU-Verkäufe sind innerhalb von zwei Wochen auf unter 1.000 Einheiten gesunken – ein drastischer Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Konkret entfielen in diesem Zeitraum nur 860 verkaufte CPUs auf AMD, Intel lag mit lediglich 140 deutlich dahinter. Obwohl AMD weiterhin Marktführer ist, ist der Rückgang alarmierend. Die aktuellen Verkaufszahlen liegen demnach fast 25-mal niedriger als im Januar 2025. Selbst in einem schwachen Monat wie Juli 2025 lagen die wöchentlichen Verkaufszahlen noch über 13.000 Einheiten.
Darüber hinaus hat Amazon den gleichen Rückgang wie Mindfactory verzeichnet, mit einem deutlichen Einbruch der CPU-Verkäufe. Laut der Analyse von @TechEpiphanyYT zeigen die Daten für 2026 einen kontinuierlichen Rückgang der wöchentlichen Verkaufszahlen. So meldete Mindfactory beispielsweise in der zweiten Februarwoche einen Gesamtabsatz von rund 1.500 CPUs, was einem signifikanten Rückgang von über 50 % im Vergleich der Verkäufe innerhalb von zwei Wochen entspricht.

Der Absatz von Motherboards ist ebenfalls dramatisch eingebrochen: Die Auslieferungen sanken von über 3.000 bis 5.000 Einheiten pro Woche im Jahr 2024 auf kaum mehr als 1.000 Ende März. Dieser drastische Rückgang, den @TechEpiphanyYT als beispiellos in seinen zehn Jahren der Verkaufsanalyse bezeichnet, ist größtenteils auf die komplexen Herausforderungen des „AI Slop“-Phänomens zurückzuführen. Dieses hat die PC-Produktion erheblich beeinträchtigt und zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung.
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