Prozessorengpässe bei Intel und AMD verschärfen sich: Lieferzeiten in China überschreiten sechs Monate, was zu deutlichen Preiserhöhungen führt.

Prozessorengpässe bei Intel und AMD verschärfen sich: Lieferzeiten in China überschreiten sechs Monate, was zu deutlichen Preiserhöhungen führt.

Der aktuelle Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) hat erhebliche Auswirkungen auf den Markt für Prozessoren (CPUs), wie ein kürzlich erschienener Bericht von Reuters zeigt. Sowohl Intel als auch AMD haben zunehmend Schwierigkeiten, die steigende Nachfrage von Unternehmen zu befriedigen, was zu deutlichen Preiserhöhungen führt.

Hyperscaler treiben die Server-CPU-Nachfrage an

Die Lieferkette der Technologiebranche steht aufgrund des anhaltenden Infrastrukturausbaus unter enormem Druck. In den letzten Quartalen kam es zu deutlichen Engpässen bei DRAM, NAND und Halbleitern. Diese Engpässe beeinträchtigen nicht nur die Verbraucher, sondern stellen auch Hersteller wie Intel und AMD vor große Herausforderungen. Laut Reuters steigen die Preise für Intels Server-CPUs in China erheblich, und die Lieferzeiten verlängern sich Berichten zufolge aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage aus dem professionellen Bereich auf über sechs Monate.

AMD steht vor ähnlichen Lieferengpässen, vor allem weil die EPYC-Prozessoren von TSMC gefertigt werden. Da TSMC die stark wachsende KI-Lieferkette bedient, sind die Produktionskapazitäten stark ausgelastet, was zu längeren Fertigungszeiten führt. Im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des vierten Quartals merkte Intels CEO, Lip-Bu Tan, an, dass Intel aufgrund dieser Lieferengpässe Schwierigkeiten habe, die Nachfrage der Hyperscaler zu decken.

AMD EPYC Prozessoren
Bildnachweis: AMD

Dieses Zusammentreffen von Faktoren stellt Gamer vor zusätzliche Herausforderungen, da Hyperscaler ihre Serverhardware auf neuere x86-Architekturen aufrüsten und so die Nachfrage auf dem Server-CPU-Markt erheblich ankurbeln.Ähnlich wie bei den Grafikkarten für Endverbraucher dürften Intel und AMD den Bedarf von Unternehmen gegenüber dem von Privatkunden priorisieren, was möglicherweise zu CPU-Verknappung im Einzelhandel und höheren Preisen führen könnte.

Letztendlich spürt jeder Bereich des PC-Marktes die Auswirkungen des aktuellen Ausbaus der KI-Infrastruktur. Berichten zufolge ist in naher Zukunft mit deutlichen Preiserhöhungen bei CPUs, RAM und GPUs zu rechnen. Wir hoffen zwar auf eine baldige Entspannung der Lieferengpässe, doch die Aussichten für Gamer und Alltagsnutzer bleiben vorerst schwierig.

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