Intel wird in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern ein innovatives DDR5-Speicherdesign namens HUDIMM vorstellen. Obwohl es eine attraktive Option für preisbewusste PC-Bastler darstellt, wird dieser neue Standard voraussichtlich zu einem deutlichen Leistungsverlust führen.
Den DDR5-HUDIMM-Speicherstandard verstehen: Eine kostengünstige, aber leistungsschwächere Wahl
Intel hat kürzlich einen neuen Speicherstandard vorgestellt: HUDIMM (Half-UDIMM).Dieses Design verändert die Konfiguration von Speichermodulen grundlegend, indem die Anzahl der 32-Bit-Kanäle von zwei auf einen reduziert wird. Ziel ist es, die Herstellungskosten zu senken, indem nur die Hälfte der verfügbaren Speicherinfrastruktur pro Modul genutzt wird.
Zunächst wird HUDIMM in Varianten mit 8 GB und 12 GB erhältlich sein, sodass PC-Hersteller diese Module unabhängig von den Kapazitäten in bestehende UDIMM- und HUDIMM-Kits integrieren können.
Auf den ersten Blick erscheint HUDIMM eine praktikable Lösung für Anwender mit begrenztem Budget zu sein, insbesondere in Zeiten von Speicherknappheit. Eine eingehende Analyse offenbart jedoch erhebliche Nachteile, die die Attraktivität dieses neuen Standards schmälern könnten.

Leistungsbewertungen, die HKEPC in Zusammenarbeit mit ASUS durchführte, verdeutlichen die Auswirkungen dieser Umstellung. Dabei wurde ein Standard-UDIMM in ein HUDIMM umgewandelt, indem die Hälfte der Speicherbänke deaktiviert wurde. Dies führte zu einem Wechsel von zwei 32-Bit-Kanälen zu einem einzigen 32-Bit-Kanal. Diese Modifikation wurde anhand verschiedener Konfigurationen mit dem AIDA64-Cache- und Speicher-Benchmark evaluiert. Die Ergebnisse dieser Tests sind nachfolgend aufgeführt:
- [8 GB – 1 x 32-Bit Single Channel] 1 DIMM (Deaktiviert) – 7200 MT/s : 32.447 MB/s Lesen, 25.195 MB/s Schreiben, 26.894 MB/s Kopieren, 87, 7 ns
- [16 GB – 2 x 32-Bit Single Channel] 1 DIMM (unmaskiert) – 7200 MT/s : 58.913 MB/s Lesen, 48.800 MB/s Schreiben, 52.648 MB/s Kopieren, 85, 7 ns


Beispielsweise zeigte die Umwandlung eines 16-GB-UDIMM in ein 8-GB-HUDIMM einen drastischen Bandbreitenverlust von fast 60 GB/s auf nur noch 30 GB/s. Ebenso führte die Umwandlung eines 32-GB-UDIMM in ein 16-GB-HUDIMM zu einem Bandbreitenabfall von über 100 GB/s auf unter 60 GB/s, was den deutlichen Leistungsunterschied zwischen Single-Channel- und Dual-Channel-Systemen verdeutlicht.
- [16 GB – 1 x 32-Bit Dual Channel] 2 DIMM (Deaktiviert) – 7200 MT/s : 58.928 MB/s Lesen, 48.461 MB/s Schreiben, 51.473 MB/s Kopieren, 86, 5 ns
- [32 GB – 2 x 32-Bit Dual Channel] 2 DIMM (unmaskiert) – 7200 MT/s : 106, 02 GB/s Lesen, 93.235 MB/s Schreiben, 97.522 MB/s Kopieren, 86, 4 ns


Obwohl die Rekonfiguration die Latenz nicht wesentlich beeinflusste (sie blieb zwischen 85 ns und 87 ns), ist der scheinbare Leistungsabfall des Speichers erheblich. Dieser kritische Aspekt wurde bei der Markteinführung des HUDIMM nicht ausreichend hervorgehoben, was Verbraucher möglicherweise hinsichtlich seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit in die Irre geführt hat.
Für PC-Spieler und -Bastler ist die Schlussfolgerung klar: HUDIMM-DDR5-Speichermodule sind zwar günstiger, der erhebliche Leistungsverlust darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden. Tatsächlich ist ein einzelnes UDIMM im Single-Channel-Modus wahrscheinlich leistungsstärker als zwei HUDIMMs im Dual-Channel-Modus – ein Faktor, der viele potenzielle Nutzer von diesem neuen Speicherstandard abhalten könnte.
Weitere Einzelheiten finden Sie in der Originalquelle auf HKEPC.
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