Microsoft verzögert die Einführung der Web-App: Outlook für Windows 11 ist erst ab 2027 für Unternehmen verfügbar.

Microsoft verzögert die Einführung der Web-App: Outlook für Windows 11 ist erst ab 2027 für Unternehmen verfügbar.

Microsoft verlängert die Einführungsfrist für das neue Outlook bis März 2027

In einer bedeutenden Aktualisierung hat Microsoft angekündigt, dass Unternehmen erst ab März 2027 zur Einführung des neuen Outlook verpflichtet sein werden. Diese Entscheidung verschiebt den ursprünglich für April 2026 geplanten Stichtag faktisch nach hinten, was auf mögliche Unentschlossenheit seitens Microsoft oder auf ein Eingeständnis des Widerstands von Unternehmen gegen das neue System hindeutet.

Nach der Einstellung der Mail- und Kalender-Apps wurden Privatnutzer auf das neue Outlook umgestellt, Unternehmen behalten jedoch bis April 2029 Zugriff auf Outlook Classic. Auch Einzelnutzer mit einer Microsoft 365-Lizenz können die Classic-Version weiterhin nutzen.

Outlook Classic, basierend auf der ursprünglichen Win32-Architektur, ist bekannt für seine Geschwindigkeit und seinen umfangreichen Funktionsumfang – Eigenschaften, die im neuen Outlook nicht vollständig zum Tragen kommen. Der Zugriff ist jedoch nicht unbegrenzt möglich, da der Support für Outlook Classic offiziell im April 2029 endet. Dieser bevorstehende Stichtag zwingt Microsoft, die Nutzer schrittweise auf die neuere Plattform umzustellen.

Neues Outlook für Windows 11

Überblick über bisherige Zeitpläne und Änderungen

Anfang 2025 skizzierte Microsoft zunächst einen Plan, die neue Outlook-Version ab April 2026 für Unternehmenskunden verpflichtend einzuführen, wobei einige Ausstiegsmöglichkeiten vorgesehen waren. Gemäß dieser ursprünglichen Strategie hätte der Zugriff auf Outlook Classic nach April 2026 automatisch zu einem Wechsel zur neuen Version geführt, was bei vielen Unternehmenskunden großen Unmut hervorgerufen hätte.

Diese Einführung hätte erfordert, dass das neue Outlook automatisch auf den Geräten der Benutzer installiert und gestartet wird. Administratoren hätten jedoch weiterhin die Möglichkeit gehabt, bei Bedarf zu Outlook Classic zurückzukehren.

Outlook-Abmeldebutton
Die Möglichkeit zum Deaktivieren des neuen Outlook ist verfügbar, sobald die Einführung beginnt.

Laut früheren Aussagen von Microsoft kann der Übergang zum neuen Outlook einmalig umgeschaltet werden, wobei zukünftige Anpassungen möglich sind. Die Benutzer hätten aber weiterhin Zugriff auf die klassische Version, wie in einem vor über einem Jahr veröffentlichten Update der Produkt-Roadmap bestätigt wurde.

Da der März 2026 näher rückt, hat Microsoft seine Pläne erneut überarbeitet und Unternehmen ein zusätzliches Jahr Zeit gegeben, sich auf den Übergang zum neuen Outlook vorzubereiten.

Wie aus einem kürzlich von Windows Latest veröffentlichten Dokument hervorgeht, hat Microsoft die Opt-out-Phase für das neue Outlook in Enterprise von April 2026 auf März 2027 verschoben und gibt Unternehmen damit 12 Monate Zeit zur Vorbereitung. Dieses Update ist insbesondere für Administratoren mit Microsoft 365 Enterprise-Lizenzen relevant.

Auswirkungen der Verzögerung auf die Unternehmensakzeptanz

Diese zwölfmonatige Fristverlängerung deutet wahrscheinlich auf die Zurückhaltung von Unternehmen hin, auf das neue Outlook umzusteigen. Microsoft scheint zu erkennen, dass eine sofortige Einführung der neuen Version zu einer breiten Ablehnung in Unternehmen führen könnte.

Auch wenn dies keine Änderung der Stimmungslage darstellt, ist es erwähnenswert, dass Microsoft das Feedback der Nutzer möglicherweise nicht vollständig berücksichtigt; andernfalls stünde die erzwungene Einführung gar nicht erst zur Debatte.

Obwohl Microsoft behauptet, dass das neue Outlook aufgrund der Bereitschaft der Unternehmen eine „starke und zunehmende Akzeptanz“ erfährt, scheinen viele Firmen mit dem Übergang unzufrieden zu sein. Die klassische Version ist dem neuen Outlook in vielerlei Hinsicht weiterhin überlegen, unter anderem in der vollständigen Kompatibilität mit.pst-Dateien, die die neue Version nur teilweise unterstützt.

Trotz Microsofts Beteuerungen, das neue Outlook sei eine starke Alternative, bevorzugen viele Nutzer allein aufgrund der besseren Performance die klassische Version. Nutzer können das neue Outlook bei Bedarf über die klassische Benutzeroberfläche testen und die Option jederzeit wieder deaktivieren, falls sie damit nicht zufrieden sind.

Probieren Sie das neue Outlook in Outlook Classic aus.

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