Intel bereitet die vollständige Inbetriebnahme seines 14A-Fertigungsprozesses vor, der für externe Kunden bestimmt ist. Es wird jedoch erwartet, dass dieser strategische Schritt die Kosten für die Auftragsfertigung deutlich erhöhen wird.
Intels 14A-Strategie: Notwendigkeit erhöhter Produktionskapazität und damit verbundener Kosten
Intel Foundry steht seit einigen Monaten im Fokus der Öffentlichkeit, da die Halbleiterlieferkette in den USA kontinuierlich ausgebaut wird. Intel ist stolz darauf, derzeit den weltweit fortschrittlichsten Fertigungsprozess, den 18A, zu betreiben. Auf der kürzlich stattgefundenen RBC Capital Markets Konferenz „2025“ zeigte sich John Pitzer, Vizepräsident von Intel, zuversichtlich hinsichtlich des bevorstehenden 14A-Prozesses. Er betonte das Engagement des Unternehmens für eine stärkere Ausrichtung auf externe Märkte, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass dies mit höheren Kosten verbunden sein werde.
Sobald wir einen Kunden für Intel 14A gewinnen, werden wir die Kosten deutlich vor dem Erreichen der Umsätze decken müssen. Aus Gründen der Transparenz möchte ich darauf hinweisen, dass sich die Gewinnschwelle voraussichtlich erst Ende 2027 erreichen wird, sobald sich die Kundennachfrage nach Intel 14A konkretisiert. Ich denke jedoch, dass die meisten Investoren damit einverstanden sein werden, da dies die Bestätigung dafür wäre, dass wir tatsächlich eine externe Auftragsfertigung betreiben können.
Der 14A-Prozess markiert offenbar einen Strategiewechsel, insbesondere im Vergleich zum 18A-Prozess, der primär interne Produktlinien wie Panther Lake und Clearwater Forest unterstützt. Aktuelle Anzeichen deuten auf ein erhebliches Kundeninteresse am 14A-Prozess hin, was sich in erfolgreichen PDK-Mustern widerspiegelt. Dies impliziert, dass Intel Foundry Services (IFS) seine Produktionskapazität möglicherweise deutlich ausbauen muss, um die erwartete externe Nachfrage zu decken. Wie Pitzer anmerkte, erfordert dies erhebliche Vorlaufinvestitionen.

Intel wird beim 14A-Prozess voraussichtlich vorsichtiger vorgehen und die Investitionen erst dann erhöhen, wenn sich eine eindeutige Kundennachfrage abzeichnet. Diese Strategie entspricht der „No Blankoscheck“-Politik von CEO Lip-Bu Tan. Sollte sich die 14A-Initiative jedoch als erfolgreich erweisen, müsste Intel das Ziel, die Gewinnschwelle zu erreichen, möglicherweise auf Ende 2027 verschieben – eine Verzögerung von fast einem Jahr. Pitzer geht dennoch davon aus, dass die meisten Investoren dies positiv bewerten werden, da es die Wettbewerbsposition von IFS neben Branchenriesen wie TSMC und Samsung stärken würde.
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