Großbritannien verbietet umstrittene Werbung für Call of Duty: Black Ops 7
Die britische Werbeaufsichtsbehörde (ASA) hat eine Werbung für Call of Duty: Black Ops 7 offiziell verboten und sie als „unverantwortlich und beleidigend“ eingestuft. Die ASA äußerte Bedenken, dass sich die Werbung um Humor drehe, der auf „der Demütigung und der impliziten Drohung schmerzhafter, nicht einvernehmlicher Penetration“ beruhe, insbesondere in einem Kontext, der ernste Themen verharmlose.
Dieser Werbespot ist Teil der „Replacers“-Kampagne mit Hollywood-Schauspielern wie Terry Crews, Nikki Glaser und Peter Stromare. Laut einem Bericht der BBC sorgte der Spot, in dem Glaser und Stromare als Aushilfs-Sicherheitsbeamte am Flughafen zu sehen sind, für Kritik. Sie springen humorvoll für ihre abwesenden Kollegen ein, die mit dem Spiel beschäftigt sind.
Inhalt der Anzeige und ihre Auswirkungen
In der hitzigen Szene unterzieht sich ein Reisender einer Sicherheitskontrolle, woraufhin Glasers Figur ihm angeblich die Uhr stiehlt. Anschließend teilt Stromares Figur dem Mann mit, er sei „zufällig ausgewählt worden, um unsanft behandelt zu werden “, und fordert ihn auf, sich auszuziehen, „bis auf die Schuhe“.Die Situation eskaliert, als Glaser ausruft: „Zeit für das Puppenspiel!“, während Stromare auf ein Körperscannergerät anspielt und dem Mann sagt: „Beiß die Zähne zusammen, denn sie geht jetzt ohne Kleidung rein.“
Obwohl die Werbung auf Plattformen wie YouTube verfügbar war, wurde sie zunächst auf Channel 5 und ITV vor dem Verkaufsstart des Spiels im November 2025 ausgestrahlt. Nach der Ausstrahlung gingen bei der ASA mindestens neun Beschwerden ein, in denen behauptet wurde, die Werbung verharmlose sexuelle Gewalt.
Activisions Verteidigung
Activision Blizzard verteidigte die Werbung und wies darauf hin, dass diese vor ihrer Veröffentlichung von Clearcast geprüft worden war. Das Unternehmen betonte, dass der Spot nicht in Programmen für Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren ausgestrahlt wurde. Die dargestellte Situation sei bewusst grotesk und parodistisch angelegt, um den Humor aus dem Unbehagen der Figur zu ziehen, anstatt die aufdringliche Durchsuchung zu sexualisieren. Zudem hob Activision hervor, dass die Werbung keine expliziten Inhalte enthalte.
Das Urteil der ASA
Entgegen Activisions Behauptungen kam die ASA zu dem Schluss, dass der Humor der Werbung auf der Andeutung von Demütigung und der Androhung nicht einvernehmlicher Handlungen beruhte. Daher darf die Werbung in ihrer jetzigen Form in Großbritannien nicht ausgestrahlt werden. Da das Spiel bereits seit einigen Monaten erhältlich ist, ist es denkbar, dass Activision die gesamte Kampagne einstellt und lediglich die digitalen Versionen auf YouTube belässt.
Reaktionen der Öffentlichkeit und Marktentwicklung
Die Haltung der ASA spiegelt sich in der öffentlichen Reaktion wider, wie die Kommentare auf YouTube zeigen, die ein weit verbreitetes Verständnis für die Unangemessenheit des Humors erkennen lassen. Viele Zuschauer stellten die Wirksamkeit der Werbung für Call of Duty: Black Ops 7 infrage und fragten sich, ob sie überhaupt zum Spielen animiert habe.
Activision sah sich zudem mit Herausforderungen konfrontiert, die über die öffentliche Wahrnehmung hinausgingen.Call of Duty: Black Ops 7 blieb im Vergleich zu Battlefield 6 sowohl zum Verkaufsstart als auch im Laufe des Jahres 2025 hinter den Verkaufszahlen zurück, wie Berichte über die meistverkauften Spiele in den USA belegen. Die enttäuschende Resonanz veranlasste Activision zu einer strategischen Neuausrichtung: Man werde künftig keine aufeinanderfolgenden Teile derselben Subserie mehr veröffentlichen. Fans können sich künftig auf jährlich wechselnde Veröffentlichungen von Black Ops- und Modern Warfare-Titeln freuen.
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