„Gartner prognostiziert das Verschwinden des Einsteiger-PC-Segments bis 2028 aufgrund steigender Speicherkosten, die die Hersteller belasten.“

„Gartner prognostiziert das Verschwinden des Einsteiger-PC-Segments bis 2028 aufgrund steigender Speicherkosten, die die Hersteller belasten.“

Die steigenden Speicherkosten machen es für PC-Hersteller zunehmend unwirtschaftlich, Gamern Hardware-Optionen zu Einsteigerpreisen anzubieten. Daher könnte sich der Markt für Budget-PCs grundlegend verändern.

Gartner prognostiziert Preiserhöhungen für PC-Hersteller aufgrund steigender Speicherkosten

Der DRAM-Speichermangel hat diverse Konsumgüterbranchen stark beeinträchtigt, doch der PC-Markt ist besonders stark betroffen. Die aktuelle Lage führt zu explodierenden Hardwarepreisen, verzögerten Produkteinführungen und sinkenden Lagerbeständen im Einzelhandel – allesamt Folgen einer unzureichenden Speicherversorgung, die die stark gestiegene Nachfrage nicht decken kann. Ein aktueller Marktbericht von Gartner prognostiziert für 2026 einen Rückgang der PC-Auslieferungen um 10, 4 Prozent, ein deutlich stärkerer Einbruch als im Smartphone-Sektor. Daher könnte das Konzept von „Budget-PCs“ bald der Vergangenheit angehören.

Das Segment der Einsteiger-PCs unter 500 US-Dollar wird bis 2028 verschwinden.

– Ranjit Atwal, Senior Director Analyst bei Gartner

Eine der größten Herausforderungen für Hersteller, die sich an preisbewusste PC-Spieler richten, sind die steigenden Speicherkosten, die sich unverhältnismäßig stark auf die Materialkosten auswirken. Früher trugen die Hersteller die steigenden Materialkosten selbst, um Kunden nicht durch Preiserhöhungen abzuschrecken. Unter den aktuellen Bedingungen sind sie jedoch gezwungen, diese Kosten an die Kunden weiterzugeben, was bedeutet, dass potenzielle Käufer im Preissegment von 500 bis 1000 US-Dollar mit erheblichen Kosten konfrontiert werden.

Zwei Hynix 2GB 1Rx8 PC4N-19000S Speichermodule mit der Aufschrift 'HMA325S7MFR8C - UG NO AA' sind auf einer lebendigen Siliziumwaferoberfläche platziert.
Bildnachweis: SK hynix

Laut Gartner-Prognosen werden Verbraucher voraussichtlich PC-Käufe verschieben, was bis zum Jahresende zu einer 20-prozentigen Verlängerung der durchschnittlichen PC-Lebensdauer führen dürfte. Herstellern stehen immer weniger Strategien zur Verfügung, um die aktuelle Krise abzumildern. Gartner vermutet, dass sie zur Aufrechterhaltung der Rentabilität mit geringeren Produktionsmengen rechnen müssen. Folglich dürfte sich die Lage im PC-Einzelhandel in naher Zukunft verschlechtern, insbesondere da die Speicherpreise im zweiten Quartal voraussichtlich weiter steigen werden, was mit sinkenden DRAM-Lagerbeständen einhergeht.

Die Aussichten für Gamer, insbesondere für solche mit begrenztem Budget, sind nicht günstig. Angesichts möglicher Lösungen für die steigenden PC-Kosten dürfte es am klügsten sein, Käufe aufzuschieben, bis sich die Speicherknappheit stabilisiert hat – ein Szenario, das sich bis weit ins nächste Jahr oder länger hinziehen könnte.

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