Die Speicherpreise sind in unerwartet hohe Höhen gestiegen, wobei die Hersteller einen Aufschlag von 125 % verlangen. Dadurch entsteht ein starker Verkäufermarkt für DRAM.

Die Speicherpreise sind in unerwartet hohe Höhen gestiegen, wobei die Hersteller einen Aufschlag von 125 % verlangen. Dadurch entsteht ein starker Verkäufermarkt für DRAM.

Die Preisgestaltung für Speicherkontrakte erlebt derzeit einen beispiellosen Aufschwung: Die Quartalspreise sind angesichts der enormen Nachfrage um fast 100 Prozent gestiegen. Dieser bemerkenswerte Trend signalisiert eine bedeutende Veränderung im Speichermarkt, die Verbraucher und Branchenakteure genau beobachten müssen.

Die DRAM-Preise dürften aufgrund der Bevorzugung von Hyperscalern bei der Zuteilung stark steigen.

Speicherknappheit ist in der Tech-Branche ein wiederkehrendes Thema, und es ist wichtig, dass Leser über die aktuelle Entwicklung informiert bleiben. Jüngste Erkenntnisse von DRAMeXchange – einer führenden Quelle für die Beobachtung von DRAM- und NAND-Preisen – deuten darauf hin, dass derzeit Verhandlungen zwischen Speicherherstellern und Hyperscalern laufen. Micron hat als erster großer Akteur drastische Preiserhöhungen vorgeschlagen und plädiert für einen Anstieg von 115 % bis 125 % gegenüber den Preisen im vierten Quartal 2025.

Es wird immer deutlicher, dass der Anstieg der DRAM-Preise ungebremst anhält. Ein beträchtlicher Teil der langfristigen Verträge (LTAs) in diesem Quartal entfällt auf Server-DRAM, da der PC-Einzelhandel einen deutlichen Rückgang der Auslieferungen verzeichnet. Der Großteil der aktuellen Speichernachfrage verlagert sich hin zu Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI), die von Hyperscalern, Halbleiterherstellern und Server-ODMs intensiv genutzt werden. Laut DRAMeXchange begünstigt die aktuelle Marktdynamik die Verkäufer, wodurch Käufer bei Großeinkäufen nur geringe Verhandlungsmacht haben.

SK hynix DDR5-Speicher
Bildnachweis: SK hynix

TrendForce schließt sich dieser Einschätzung an und prognostiziert einen Preisanstieg von 90 bis 95 % für DRAM im laufenden Quartal – ein Ergebnis, das branchenweiten Schätzungen entspricht. Sollten sich die Spotpreise für DRAM innerhalb eines Quartals verdoppeln, wären die Auswirkungen auf die Unterhaltungselektronikbranche gravierend, insbesondere mit dem Markteintritt neuer Laptop-Modelle mit Intels Panther Lake- und AMDs Gorgon Point-Technologien. Die Lage für Grafikkarten (GPUs) sieht ähnlich düster aus, da GDDR-Speichermodule voraussichtlich dem Preisanstieg von DRAM folgen werden.

Darüber hinaus hat Micron bekannt gegeben, dass seine Expansionspläne für Chipfertigungsanlagen erst 2028 zu nennenswerten Ergebnissen führen werden. Gleichzeitig äußern Zulieferer Bedenken hinsichtlich einer aggressiven Steigerung der DRAM-Produktion, was darauf hindeutet, dass Engpässe in den kommenden Quartalen ein anhaltendes Problem bleiben könnten.

Für weitere Informationen zu dieser sich entwickelnden Situation verweisen wir auf die Quelle: Jukan

Quellen & Bilder

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