Das kürzlich erschienene Treiberupdate von NVIDIA scheint Spannungsbeschränkungen für die RTX 50-Serie einzuführen, die insbesondere Modelle wie die RTX 5090 betreffen.
Niedrigere Spannungen bei der GeForce RTX 5090 nach der Installation des neuesten NVIDIA-Treibers
Vor Kurzem veröffentlichte NVIDIA den GeForce Game Ready Driver (GRD) in Version v595.59, der speziell für Resident Evil Requiem optimiert und einige weitere Fehler behoben haben sollte. Kurz nach der Veröffentlichung meldeten jedoch zahlreiche Nutzer verschiedene Probleme, darunter nicht funktionierende GPU-Lüfter, gedrosselte Taktraten und enttäuschende Spieleleistung.
Unser Korrespondent Sebastian Castellanos entdeckte in den Berichten, dass die Performance von Resident Evil Requiem mit dem neuen Treiber deutlich nachließ. Um die Performance wiederherzustellen, installierte er wieder ältere Treiberversionen und erzielte so eine bemerkenswerte Steigerung der Bildrate um 68 %.
Hahaha, ich hab’s gerade selbst getestet und kann es bestätigen: – Neueste NVIDIA Game Ready Treiber (595.59): 79 FPS – GRD 576.88 ab Juli 2025: 133 FPS. Exakt dieselbe Szene, 1440p Path Tracing mit DLSS SR Quality + FG 2x + RR. Was für ein Chaos! https://t.co/HAkECHICe2 pic.twitter.com/YO9PJn8piC
— Sebastian Castellanos (@Sebasti66855537) 27. Februar 2026
Aufgrund der zahlreichen Beschwerden entfernte NVIDIA umgehend den Treiber v595.59 aus seinem Downloadportal und empfahl den Nutzern, auf die ältere WHQL-Version v591.86 zurückzugreifen. Anschließend veröffentlichte das Unternehmen einen aktualisierten Treiber, v595.71 WHQL, der die zuvor aufgetretenen Probleme behob und die erwartete Leistung wiederherstellte.
Die Situation scheint sich jedoch durch die Einführung von Spannungsbegrenzungen bei der RTX-50-Serie weiter zu verkomplizieren. Auf dieses Problem wurde zuerst vom Tech-Kanal Bang4BuckPC Gamer auf YouTube hingewiesen, der darauf hinwies, dass der neue Treiber die Spannungspegel von RTX-50-GPUs beschränkt.
Den Ergebnissen zufolge ist die getestete RTX 5090 nun auf Frequenzen unter 3 GHz und Spannungen unter 1 V beschränkt, während dieselbe GPU zuvor über 1 V verarbeiten und bei anspruchsvollen Aufgaben Frequenzen von über 3 GHz erreichen konnte. Dies wird besonders deutlich beim Übertakten der Karte, was auf eine künstliche Begrenzung hindeutet.
Um diese Behauptungen zu überprüfen, führten wir eigene Tests durch. Mit einer MSI GeForce RTX 5090 SUPRIM X, die mit NVIDIAs GRD v591.86 lief, stellten wir fest, dass die GPU mit Spannungen von 1, 020–1, 030 V lief und Frequenzen von 3015–3030 MHz erreichte, wenn die manuelle Übertaktung um +200 MHz auf den Kern und +2000 MHz auf den Speicher eingestellt war, wobei der Regler für die Kernspannung maximal ausgereizt war.
NVIDIA RTX 5090 Spannung/Taktraten unter GRD 591.86 Treiber (Manuelle Übertaktung):

Im Gegensatz dazu zeigte dieselbe GPU im Test mit dem aktuellen GRD v595.71 eine geringere Leistung. Sie taktete mit Frequenzen unter 3 GHz und Spannungen zwischen 1, 005 und 1, 010 V, wobei die Spannung gelegentlich auf 1, 00 V abfiel. Zwar kann die Karte ohne Übertaktung höhere Spannungen um die 1, 015 V verkraften, doch mit früheren Treibern erreichte sie im Standardbetrieb 1, 03 bis 1, 04 V. Dies bedeutet einen deutlichen Leistungsabfall im Vergleich zu früheren Versionen.
NVIDIA RTX 5090 Spannung/Taktraten unter GRD 595.71 Treiber (Manuelle Übertaktung):

NVIDIA RTX 5090 Spannung/Taktraten unter GRD 595.71 Treiber (Standardkonfiguration):

Die neuesten NVIDIA-Treiberversionen scheinen daher Spannungsbeschränkungen eingeführt zu haben. Die Gründe für diese Änderung sind derzeit unklar, könnten aber mit zuvor gemeldeten Problemen mit den 16-Pin-Anschlüssen zusammenhängen und darauf abzielen, das Risiko von GPU-Überhitzung oder -Beschädigung zu verringern. Durch diese Spannungsbegrenzungen könnten die Möglichkeiten für Übertaktungsbegeisterte zunehmend eingeschränkt werden.
Resident Evil Requiem bietet im Vergleich zu früheren Treiberversionen ein verbessertes Spielerlebnis. Unabhängig davon, ob die GPU im Standardbetrieb oder übertaktet läuft, dürften die Auswirkungen der Spannungsbegrenzungen jedoch kaum spürbar sein.
Nachrichtenquelle: Beyond FPS
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