Samsungs Fortschritt bei der 2-nm-Gate-All-Around-Technologie (GAA) stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber den vorherigen 3-nm-GAA-Prozessen dar, die durch enttäuschende Ausbeuten von nur 30 % gekennzeichnet waren. Diese unzureichende Leistung veranlasste viele Halbleiterhersteller ohne eigene Fertigung, sich für ihre Produktion an TSMC zu wenden. Mit der Einführung des Exynos 2600 – dem ersten 2-nm-GAA-Chipsatz des Unternehmens – festigt Samsung seine Position als bedeutender Akteur im Foundry-Markt. Jüngste Einschätzungen von Investmentanalysten zeigen jedoch, dass Samsung seine Ausbeuteraten deutlich verbessern muss, um die Profitabilitätsziele bis 2027 zu erreichen.
Analysten äußern sich vorsichtig zu Samsungs 2-nm-GAA-Ausbeute.
Frühere Prognosen gingen davon aus, dass Samsungs 2-nm-GAA-Prozess eine Ausbeute von rund 50 % erreicht hatte. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf eine Technologie der zweiten Generation namens SF2P, deren erste Entwürfe Berichten zufolge bereits fertiggestellt sind. Angesichts dieser Fortschritte überrascht es, dass KeyBank, wie das koreanische Nachrichtenportal Chosun berichtet, eine konservativere Prognose mit einer geschätzten Ausbeute von unter 40 % abgegeben hat. Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Exynos 2600 derzeit für den Einsatz in Geräten wie dem Galaxy Z Flip 8 geprüft wird, was auf weiterhin optimistische Aussichten hindeutet.
Darüber hinaus stellt Samsungs Werk in Taylor (USA), das ursprünglich für die 4-nm-Fertigung vorgesehen war, nun auf die 2-nm-Waferherstellung um. Der voraussichtliche Testbetrieb der EUV-Anlagen von ASML im März dieses Jahres könnte Samsungs Produktionskapazitäten deutlich stärken. Dies positioniert Samsung als ernstzunehmende Alternative zu TSMC, insbesondere in einer Zeit, in der TSMC mit extrem hohem Nachfragedruck zu kämpfen hat und Kunden deshalb Aufschläge von bis zu 100 % zahlen, um sich Produktionsaufträge zu sichern.
Angesichts der Tatsache, dass Samsungs Ausbeute tatsächlich unter die 40%-Marke fallen könnte, wirft dies Fragen hinsichtlich der kürzlich geschlossenen Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit Tesla auf. Als die Massenproduktion des Exynos 2600 angekündigt wurde, ging man von einer Ausbeute von rund 50 % aus. Bis heute sind diese Zahlen seit September 2025 unverändert, was Verwirrung über den tatsächlichen Stand der Ausbeuteverbesserung stiftet – entweder hat die Branche Samsungs Leistungsfähigkeit noch nicht vollständig erfasst, oder KeyBanks pessimistische Prognose trifft zu. Wir neigen dazu, Samsung einen Vertrauensvorschuss zu geben, da es unwahrscheinlich ist, dass ein Auftragsfertiger ohne überzeugende Produktionsbilanz nennenswerte Aufträge sichern kann.
Weitere Informationen finden Sie im Originalartikel auf Chosun.