Der CEO von Ubisoft spricht über umfassende Umstrukturierung und zukünftige Projekte
Yves Guillemot, der CEO von Ubisoft, hat nach der umfassenden finanziellen Umstrukturierung des Unternehmens Anfang 2026 sein Schweigen gebrochen. Dieser „große Neustart“ führte zu weitreichenden Veränderungen innerhalb der Organisation, darunter die Entlassung von Hunderten von Entwicklern in verschiedenen Studios und die Schließung einiger Niederlassungen.
In einem kürzlich geführten Interview mit Variety wich Guillemot Fragen zu den anhaltenden Mitarbeiterstreiks bei Ubisoft aus und gab keine neuen Einblicke in die Einstellung wichtiger Projekte wie des Prince of Persia: Sands of Time Remakes. Er sprach jedoch über Entwicklungen im Zusammenhang mit bekannten Spieleserien unter dem Ubisoft-Banner.
Kommende Titel der Far Cry-Reihe
Im Gespräch über die Far Cry -Reihe verriet Guillemot, dass sich zwei neue Spiele in Entwicklung befinden. Bei einem handelt es sich voraussichtlich um Far Cry 7, beim anderen wahrscheinlich um Project Maverick, einen Multiplayer-Ableger, auf den Fans seit über drei Jahren warten.
„Wir haben bei Vantage Studios eine solide Entwicklungspipeline. Im Rahmen der Marke ‚Assassin’s Creed‘ werden mehrere Titel entwickelt, die sowohl Einzelspieler- als auch Mehrspieler-Erlebnisse bieten sollen. Unser Ziel ist es, die Community, die letztes Jahr die 30-Millionen-Marke überschritten hat, weiter auszubauen“, erklärte Guillemot.„Was ‚Far Cry‘ betrifft, befinden sich derzeit zwei sehr vielversprechende Projekte in der Entwicklung.“
Expandierende Universen: Film- und Fernsehbearbeitungen
In weiteren Gesprächen über Franchise-Erweiterungen jenseits von Videospielen hob Guillemot die kommende Far Cry -Fernsehserie von FX hervor und bestätigte den Abschluss der Dreharbeiten zum Watch Dogs -Film. Er zeigte sich zudem begeistert von der kommenden Assassin’s Creed -Netflix-Serie und der verlängerten zweiten Staffel der Splinter Cell Deathwatch- Serie.
Bewältigung von Herausforderungen im Unternehmen
Insgesamt dürften diejenigen, die auf einen detaillierten Bericht über die jüngsten Schwierigkeiten von Ubisoft und den Plan der Führungsebene zur Verbesserung gehofft hatten, Guillemots Ausführungen als etwas unbefriedigend empfinden.
Besonders umstritten war seine Reaktion auf die Vorwürfe der Vetternwirtschaft im Zusammenhang mit der Ernennung seines Sohnes Charlie Guillemot zum Co-Leiter der Vantage Studios.„Ubisoft wurde als Familienunternehmen gegründet, und unsere lange Tradition ermöglicht es uns, langfristig zu denken und nachhaltiges Wachstum und kreative Ambitionen statt kurzfristiger Gewinne zu fördern“, erklärte Guillemot.„Ich bin fest davon überzeugt, dass Christophe Derennes und Charlie ideal als Co-CEOs der Vantage Studios geeignet sind, da sie sich in ihren Stärken und ihrer Erfahrung ergänzen.“
Während Derennes die Leitung der nordamerikanischen Niederlassung von Ubisoft abgibt, sorgt Charlie Guillemots rasanter Aufstieg vom Hochschulabsolventen zum Studioleiter – trotz einer turbulenten Projektgeschichte, die unter anderem die Einstellung des Debütspiels seines Studios umfasste – für Verwunderung. Anschließend sammelte er Erfahrungen im Bereich der Non-Flatrate-Transaktionen (NFTs), bevor er zu Ubisoft zurückkehrte, um wichtige Spieleserien zu betreuen.
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