Dario Amodei, CEO von Anthropic, kritisiert die US-Genehmigung für den Export des NVIDIA H200 KI-Chips nach China: „Das ist wie der Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea.“

Dario Amodei, CEO von Anthropic, bekräftigte kürzlich seine Position zu den Folgen des US-Exports von NVIDIA-KI-Chips nach China. Er bezeichnete diesen Schritt als potenziell gefährlich und argumentierte, dass Peking dadurch im Wettbewerb um künstliche Intelligenz aufholen könnte.

Chinas Rückstand im KI-Wettlauf ist laut Amodei auf begrenzte Rechenleistung zurückzuführen.

Die anhaltende Debatte um NVIDIAs Zugang zum chinesischen KI-Markt hat die Aufmerksamkeit zahlreicher Branchenexperten auf sich gezogen. Amodei lehnt den Export von H200-KI-Chips entschieden ab und argumentiert, dass solche Transaktionen die amerikanische Vormachtstellung in der KI-Technologie untergraben könnten. In einem kürzlich geführten Interview mit Bloomberg Television verglich er die Entscheidung mit dem „Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea“ und unterstrich damit die Tragweite der damit verbundenen Konsequenzen.

Ich finde das verrückt. Es ist so ähnlich wie – keine Ahnung – Atomwaffen an Nordkorea zu verkaufen und dann damit anzugeben: „Boeing hat die Argumente geliefert.“ Nein, ich möchte jetzt keine bestimmten Personen nennen, sondern nur sagen, dass diese spezielle Politik…

Dies ist nicht das erste Mal, dass Amodei Bedenken hinsichtlich der US-Exportpolitik äußert. Bereits im Mai warf er NVIDIA vor, mit falschen Versprechungen den Wiedereinstieg in den chinesischen KI-Markt zu erzwingen. Er thematisierte den Chipschmuggel innerhalb Chinas und erwähnte Taktiken wie das Verstecken von Chips in künstlichen Babybäuchen. Amodei hat NVIDIAs CEO, Jensen Huang, auch öffentlich zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit KI-Wettbewerb herausgefordert, was auf wachsende Spannungen zwischen den beiden Unternehmen hindeutet.

NVIDIA H200 AI-Server
Bildquelle: NVIDIA

Amodei behauptet, die USA würden durch die Genehmigung dieser Exporte Chinas KI-Fähigkeiten unbeabsichtigt stärken, obwohl chinesische KI-Firmen ohne leistungsstarke NVIDIA-Chips benachteiligt seien. Er verweist auf Unternehmen wie DeepSeek, die eingeräumt hätten, aufgrund ihres eingeschränkten Zugangs zu Schlüsseltechnologien ins Hintertreffen geraten zu sein. Selbst wenn die USA den Export veralteter Chipgenerationen, wie beispielsweise der Hopper-Reihe, erlauben würden, seien diese laut Amodei den chinesischen Alternativen immer noch überlegen.

Die Debatte um diese Richtlinien ist komplex. Die Führungsriege von NVIDIA kritisiert häufig die „China-kritische“ Haltung der vorherigen Trump-Administration. Unternehmen wie Anthropic hingegen plädieren für strenge Exportbestimmungen, einschließlich der vorgeschlagenen Richtlinien zur Verbreitung von KI. Obwohl beide Seiten überzeugende Argumente vorbringen, liegt die endgültige Entscheidung bei der US-Regierung, die NVIDIAs Engagement auf dem chinesischen Markt vorerst wieder aufgenommen hat.

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