ASUS hat eine aktualisierte BIOS-Version, AGESA „Pre1.3.0.0“, für seine AM5-Motherboards der Serien 800 und 600 veröffentlicht, die sowohl die Stabilität als auch die Leistung verbessern soll.
Verbessertes BIOS für mehr Sicherheit, Leistung und Stabilität auf ASUS AM5-Motherboards
Aufgrund von Nutzerfeedback zur Zuverlässigkeit von AMD Ryzen-Prozessoren auf seinen AM5-Mainboards hat ASUS eine umfassende Untersuchung eingeleitet. Im Anschluss daran veröffentlichte der Technologiekonzern das AGESA-BIOS-Firmware-Update für eine Vielzahl seiner AM5-Mainboards der 800er- und 600er-Serie.
ASUS hat zwar nicht explizit bestätigt, ob diese Updates die zuvor gemeldeten Probleme beheben, die neue Firmware bietet jedoch eine Reihe bedeutender Verbesserungen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt das Upgrade auf die ComboAM5 PI_Pre Firmware 1.3.0.0, das neben verbesserter Speicherkompatibilität für JEDEC-konforme Module auch höhere Sicherheit, gesteigerte Systemleistung und größere Stabilität verspricht.
Das neue BIOS bietet zudem eine wichtige Neuerung im Speichermanagement: die M_Ordering-Funktion bzw.den Bank-Refresh-Modus. Diese neue Speichercontroller-Richtlinie regelt die Verarbeitung von DDR5-Refresh-Protokollen und die zulässigen Refresh-Timing-Pfade.


Historisch gesehen war der M_Ordering-Modus standardmäßig auf „Normal“ eingestellt. In den neuesten BIOS-Versionen (AGESA 1.2.8.0+, 1.2.9.0, 1.3.0.0) wurde diese Einstellung jedoch auf „Entspannt“ geändert. Dies kann dazu führen, dass einige Speicherprofile instabil werden und WHEA-Fehler sowie Abstürze von Anwendungen oder Spielen verursachen. ASUS bietet hier Anleitungen zur effektiven Anpassung der Speicherprofile :
Mein vorheriges Profil ist jetzt instabil!
Die Verwendung enger Aktualisierungswerte kann zu vermehrten Startfehlern, WHEA-Fehlern und Abstürzen von Anwendungen oder Spielen führen, wenn die tRFC2-/tRFCsb-Einstellungen zu aggressiv sind. Dies liegt daran, dass der integrierte Speichercontroller (IMC) diese Werte nun aktiv durchsetzt, die zuvor ignoriert wurden.
Leitlinien für Stabilität
- Setze tRFC1 = tRFC2
- Verwenden Sie diesen Wert als denselben „tRFC-Zielwert“, der zuvor als tRFC1 mit dem Verhalten vor AGESA 1.2.8.0 angewendet wurde.
Dieser Ansatz minimiert das Risiko, versehentlich ein Profil zu übertragen, das unter der vorherigen Annahme optimiert wurde, dass ein einziger Aktualisierungspfad verwendet wird.
Entspannt sein bedeutet nicht, dass man frei spielen kann.
Lockerere Einstellungen erlauben nicht automatisch niedrigere tRFC-Konfigurationen. Auch eine schnellere Aktualisierungswiederherstellung als im Normalmodus wird durch bloßes Umschalten nicht zwangsläufig ermöglicht. Tests zur DRAM- und Systemstabilität sind unerlässlich, unabhängig davon, welcher Modus die beste Leistung für bestimmte Arbeitslasten liefert.
Empfehlungen für optimale Leistung
Die Leistung kann variieren, aber viele Nutzer, mich eingeschlossen, finden, dass die normalen Einstellungen im Allgemeinen die beste Leistung beim Spielen liefern. Obwohl die reine Bandbreite mit den entspannten Einstellungen verbessert werden kann, korreliert dies nicht unbedingt mit einer besseren Leistung beim Spielen in der Praxis.
Schlussbetrachtung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Standardeinstellungen für Gaming-Systeme in der Regel die bevorzugte Wahl sind, da sie im praktischen Einsatz meist die zuverlässigste Leistung bieten.Entspanntere Einstellungen können zwar bei synthetischen Speichertests geringfügige Verbesserungen der Bandbreite und Latenz bewirken, diese Vorteile führen jedoch nicht immer zu besseren Spielergebnissen, und die Unterschiede bleiben oft minimal. Wenn ein unterschiedliches Aktualisierungsverhalten nicht erforderlich ist, empfiehlt es sich, die Standardeinstellungen beizubehalten, um bei BIOS-übergreifenden Tests eine einheitliche und konsistente Darstellung zu gewährleisten.
Für alle, die sich für das neue BIOS interessieren, ist es über die entsprechenden Links unten oder auf der Support-Website von ASUS für einzelne Motherboards zu finden.
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