Nach mehrtägigen Ausfallzeiten hat ASUS.de den Betrieb erfolgreich wieder aufgenommen, ganz im Gegensatz zu Acer, dessen deutsche Website weiterhin offline ist.
ASUS.de ist wieder erreichbar; Acer.de weiterhin offline – Produktlisten aufgrund des Münchner Gerichtsurteils geändert
ASUS und Acer befinden sich derzeit in einem Patentstreit mit Nokia um den HEVC/H.265-Videocodec. Nach einem Urteil des Landgerichts München I wurden die beiden Unternehmen angewiesen, den Direktvertrieb bestimmter Desktop-Computer und Laptops in Deutschland einzustellen. Das Gericht stellte fest, dass weder ASUS noch Acer eine Einigung über faire, angemessene und nichtdiskriminierende ( FRAND ) Lizenzbedingungen erzielt hatten, die für die Nutzung des HEVC-Standards unerlässlich sind.
Infolge des Gerichtsverfahrens wurde Nokia eine einstweilige Verfügung erteilt, die den Verkauf bestimmter Desktop- und Laptop-Modelle in Deutschland faktisch untersagte. ASUS und Acer vertreiben diese Produkte zwar weiterhin weltweit, ihre deutschen Webseiten wurden jedoch nach der Gerichtsentscheidung offline genommen. Obwohl beide Unternehmen aktiv an einer Lösung arbeiten, stellte die Unterbrechung der Webseiten die Nutzer in Deutschland vor erhebliche Probleme.

Zahlreiche Nutzer berichteten von Schwierigkeiten beim Zugriff auf die nicht-regionalen Websites von ASUS und Acer, was das Herunterladen von Treibern und Software für ihre Geräte zusätzlich erschwerte. Glücklicherweise hat ASUS den Zugriff auf seine deutsche Website wiederhergestellt, sodass Nutzer nun wieder Dateien herunterladen und die verfügbaren Produkte durchsuchen können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Desktop-PCs und Laptops aufgrund des laufenden Rechtsstreits derzeit nicht aufgeführt sind, Peripheriegeräte aber weiterhin erhältlich sind.

Im Gegensatz dazu ist Acers regionale Website weiterhin wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar. Diese anhaltende Ausfallzeit ist rätselhaft, insbesondere da die Entfernung der Desktop- und Laptop-Kataloge den Zugriff für Kunden vereinfacht hätte. Dennoch können Nutzer, die Acer-Produkte erwerben möchten, diese weiterhin über verschiedene Drittanbieter finden, sogar über solche, die zuvor aufgrund einer gerichtlichen Verfügung vom Acer-Portal ausgeschlossen waren.
Schreibe einen Kommentar