Die alleinige Marktführerschaft in der Halbleiterindustrie bringt Herausforderungen mit sich, insbesondere angesichts der immensen Nachfrage nach dieser Technologie. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) steht derzeit unter diesem Druck, angetrieben durch Großaufträge von Unternehmen wie NVIDIA, Apple, Qualcomm und MediaTek. Analysten prognostizieren, dass die Produktionskapazität von TSMC für die begehrte 3-nm-Technologie bis zum nächsten Jahr nahezu ausgeschöpft sein könnte. TSMC reagiert darauf mit Anpassungen seiner Fertigungsstrategien; dennoch wird mit Lieferengpässen gerechnet.
Kunden zahlen bis zu 100 % mehr für 3-nm-Bestellungen
Laut einem Bericht der Commercial Times haben Analysten von JPMorgan darauf hingewiesen, dass TSMC Maßnahmen ergreift, um die verschiedenen operativen Herausforderungen angesichts der hohen Nachfrage zu bewältigen. Dazu gehört die Umrüstung von Produktionslinien, die ursprünglich für die 4-nm-Technologie vorgesehen waren. Eine der Anlagen soll ihre Produktion um etwa 25.000 Wafer pro Monat steigern, während andere Werke für die kommenden 2-nm-Technologien N2 und A16 von TSMC reserviert sind. Darüber hinaus ist geplant, stillgelegte N6- und N7-Produktionslinien für die 3-nm-Back-End-Verarbeitung umzurüsten und so die Produktionskapazität potenziell um 5.000 bis 10.000 Wafer zu erhöhen.
Zuvor hieß es, TSMCs 3-nm-Prozess befinde sich in einer erfolgreichen Phase der Massenproduktion, und Prognosen gingen davon aus, dass die monatliche Waferproduktion bis 2025 auf rund 160.000 Einheiten steigen könnte. Aktuelle Daten deuten jedoch darauf hin, dass TSMC bis Ende 2026 möglicherweise nur eine Produktion zwischen 140.000 und 145.000 Einheiten erreichen wird, obwohl NVIDIA seinen Fertigungspartner dringend aufgefordert hat, die Kapazitäten zu erhöhen, um das ursprüngliche Ziel von 160.000 Einheiten zu erreichen. Obwohl diese Produktionsschwierigkeiten Herausforderungen mit sich bringen, könnten sie sich letztendlich für TSMC als vorteilhaft erweisen.
Die von JPMorgan durchgeführte Umfrage ergab, dass einige Kunden bereit sind, für eine pünktliche Lieferung deutlich höhere Preise zu zahlen – sogenannte „Hot-Run“-Preise, die 50 % bis 100 % über den Standardpreisen liegen –, obwohl diese Eilaufträge lediglich 10 % der Gesamtkapazität von TSMC ausmachen. Diese gestiegene Nachfrage hat es TSMC ermöglicht, die Bruttomarge auf über 60 % zu steigern. Darüber hinaus rechnet TSMC aufgrund der steigenden Nachfrage mit Preiserhöhungen von bis zu 10 %.Neben der Bewältigung dieser Herausforderungen in der 3-nm-Produktion muss TSMC auch die 2-nm-Prozesslinie im Blick behalten, deren Massenproduktion bis Ende 2025 beginnen soll.
Weitere Informationen finden Sie im Bericht der Commercial Times.
Schreibe einen Kommentar