AMD hat sich im derzeitigen turbulenten PC-Markt, der vor allem durch einen DRAM-Mangel beeinflusst wird, ehrgeizige Ziele gesetzt. Es bleibt die Frage: Kann das Unternehmen diese Ziele inmitten dieser Volatilität erreichen?
AMD kooperiert mit AICs, um die GPU-Preise inmitten des DRAM-Mangels zu steuern
Der anhaltende DRAM-Mangel, verschärft durch den jüngsten Nachfrageboom im Bereich KI-Technologie, hat zu einem sprunghaften Anstieg der GPU-Preise geführt. Während einige Hersteller versuchen, die gestiegenen Beschaffungskosten abzufedern, haben andere die Preise rasch erhöht, um von der Marktdynamik zu profitieren. Diese Krise hat sich stark auf Komplett-PCs, Laptops, Smartphones und Grafikkarten ausgewirkt, und viele Marken verlagern ihren Fokus auf den wachsenden KI-Sektor.
Aktuelle Analysen deuten auf einen deutlichen Preisanstieg für Grafikkarten der nächsten Generation von NVIDIA und AMD hin. NVIDIA dominiert derzeit den Markt für Mainstream-GPUs, hat aber Schwierigkeiten, genügend GeForce RTX 5070 Ti-Modelle bereitzustellen und konzentriert sich daher auf Varianten mit 8 GB. AMD hingegen hat sich bisher nur spärlich zu seiner Lieferkette und seinen Preisstrategien geäußert.
Wir pflegen seit vielen Jahren strategische Partnerschaften mit allen DRAM-Herstellern, um sicherzustellen, dass sowohl die benötigte Liefermenge als auch die Wirtschaftlichkeit der von uns getätigten Käufe unseren Bedürfnissen im Grafikgeschäft entsprechen.
– David McAfee, Vizepräsident von Ryzen
In einem kürzlich geführten Gespräch mit Gizmodo gab David McAfee, Vizepräsident von AMD Ryzen, Einblicke in die aktuelle Unternehmensstrategie. Er betonte AMDs langjährige Beziehungen zu führenden DRAM-Herstellern, um die benötigten Komponenten zu sichern. Gleichzeitig räumte er ein, dass Prognosen weiterhin schwierig seien, da sich einer der wichtigsten Speicherhersteller aus dem Endkundensegment zurückgezogen habe, wodurch AMD in eine ähnliche Lage wie NVIDIA gerate.
Ohne ausreichend Speicher zum richtigen Preis ist es eine schwierige Rechnung, gemeinsam mit unseren Partnern für Erweiterungskarten Grafikkarten zu entwickeln, die den richtigen Preis und Markt treffen.
Die sorgfältige Steuerung dieses Speichersystems ist daher absolut ein Kernbestandteil unserer Arbeit.
– David McAfee, Vizepräsident von Ryzen
McAfee bekräftigte, dass AMD weiterhin bestrebt sei, die GPU-Preise so niedrig wie möglich zu halten und eng mit seinen Boardpartnern zusammenarbeite, um dieses Ziel zu erreichen. Er warnte jedoch davor, dass es aufgrund der stark steigenden Speicherkosten schwierig werden könnte, die Preise auf oder nahe der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) zu halten.
Schreibe einen Kommentar