AMD reduziert die Leistung der Ryzen AI 400 Desktop-CPU durch nur 10-12 nutzbare PCIe-Lanes.

AMD reduziert die Leistung der Ryzen AI 400 Desktop-CPU durch nur 10-12 nutzbare PCIe-Lanes.

Die neueste APU-Serie von AMD tendiert zu einer optimierten Leistung für Mini-PCs, vor allem aufgrund einer merklichen Reduzierung der Anzahl der PCIe-Lanes.

Begrenzte PCIe-Lanes bei Ryzen AI 400 Desktop-CPUs: Auswirkungen auf die GPU- und NVMe-SSD-Leistung

AMD hat kürzlich die Ryzen AI 400 Desktop-APU-Serie vorgestellt, die die Zen-5-Architektur in die AM5-Plattform integriert. Diese Weiterentwicklung ermöglicht es Nutzern, Gaming-Systeme ohne dedizierte Grafikkarte zu erstellen. Obwohl AMD insbesondere mit der neuesten RDNA-3.5-Architektur Fortschritte bei der Leistung integrierter Grafik erzielt hat, zeigen die tatsächlichen Spezifikationen dennoch deutliche Einschränkungen.

Ein genauer Blick auf die offiziellen AMD-Spezifikationen zeigt, dass die Ryzen AI 400-Serie nicht die umfassende Unterstützung ihres Vorgängers, der Zen 4-basierten Ryzen 8000G-Serie, bietet. Obwohl die neueren Modelle, darunter die Ryzen AI 400- und Ryzen AI Pro 400-Serie, über verbesserte Grafikfunktionen verfügen, gibt die Reduzierung der PCIe-Lanes direkt auf dem Chip Anlass zur Sorge bei potenziellen Nutzern.

Spezifikationen des AMD Ryzen AI 400-Serie-Chips
Allgemeine Spezifikationen des AMD Ryzen AI 400-Prozessors
Spezifikationen der AMD Ryzen AI 400-Serie

Der Ryzen AI 7 450G, das Flaggschiff unter den Prozessoren, bietet zwar 16 PCIe 4.0-Lanes, aber nur 12 davon sind nutzbar. Im Vergleich dazu bot der Vorgänger Ryzen 7 8700G vier nutzbare Lanes mehr, was die Aufrüstmöglichkeiten deutlich einschränkt. Diese Reduzierung bedeutet, dass dedizierte GPUs nur im x8-Modus betrieben werden können. Die verbleibenden Lanes reichen möglicherweise für eine primäre NVMe-SSD aus, was für moderne Spiele unter Umständen nicht mehr ausreicht.

Bei der PCIe 4.0 x8-Konfiguration steigt das Risiko von Leistungsdrosselung, insbesondere bei GPUs der Mittelklasse. Tests zeigen beispielsweise, dass Grafikkarten mit weniger VRAM, wie die RX 9060 XT 8 GB und die RTX 5060 Ti 8 GB, unter diesen Bedingungen Probleme haben könnten, da es zu Frame-Einbrüchen und Rucklern im Spiel kommt.

Leistungsvergleich der RTX 5060 Ti-Grafikkarten
Leistungsvergleich von RTX 5060 Ti-Konfigurationen (Bildquelle: Techspot.com)

Die RTX 5060 Ti mit 16 GB arbeitet beispielsweise mit PCIe 3.0 x16 (vergleichbar mit PCIe 4.0 x8) und erzielt unter denselben Bedingungen eine fast siebenmal höhere Bildrate (FPS) als die RTX 5060 Ti mit 8 GB. Diese reduzierte Anzahl an PCIe-Lanes führt bei Grafikkarten mit weniger VRAM zu deutlichen Leistungseinbußen. Nutzer der Einsteiger-Prozessoren der Ryzen AI 400-Serie, wie beispielsweise des Ryzen AI 5 435G, haben nur 10 nutzbare PCIe-Lanes zur Verfügung, was die Funktionalität einschränkt; SSDs können nicht mit voller Geschwindigkeit arbeiten, solange die GPU aktiv ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ryzen AI 400 Desktop-Serie strategisch für Mini-PC-Anwendungen konzipiert wurde. Für Anwender, die mehr Aufrüstungsmöglichkeiten und höhere Leistung wünschen, bleibt die Ryzen 9000-Serie jedoch die bessere Wahl, während die Ryzen 8000G-Serie weiterhin attraktive Alternativen für verbesserte Grafikleistung bietet.

Nachrichtenquelle: Via Videocardz

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