Microsoft hat das Update Build 26200.8313 (KB5083631) für Nutzer des Release Preview Channels veröffentlicht. Dieses Update behebt einen wichtigen Fehler im Datei-Explorer. Ziel ist es, die Konsistenz der Ordneransichtseinstellungen zu verbessern und sicherzustellen, dass Anpassungen wie Sortierreihenfolge, Symbolgröße und Layout unabhängig vom Zugriffsweg des Nutzers erhalten bleiben.
Die Ansichtseinstellungen des Datei-Explorers erhalten ein dringend benötigtes Upgrade
Bisher wurden die im Datei-Explorer vorgenommenen Personalisierungen oft nicht beibehalten, wenn auf Ordner über andere Methoden zugegriffen wurde. Wenn Sie beispielsweise für Ihren Download-Ordner die Anzeige von Symbolen als „Extra große Symbole“ eingestellt hatten, wurde die Anzeige beim Öffnen über den Download-Manager von Edge auf die Detailansicht zurückgesetzt.

Diese Inkonsistenz betraf nicht nur die Symbolgrößen, sondern auch die Sortiereinstellungen; frühere Versionen des Datei-Explorers zeigten oft einen anderen Sortierstil an, je nachdem, wie ein Ordner geöffnet wurde. Viele Benutzer hatten sich zwar daran gewöhnt, doch dieses neue Update von Microsoft ist eine willkommene Verbesserung und sorgt für eine einheitliche Darstellung über alle Zugriffspunkte hinweg.
Das Update auf Build 26200.8313 stellt sicher, dass die im Datei-Explorer vorgenommenen benutzerdefinierten Einstellungen unabhängig vom Zugriffspunkt erhalten bleiben. Wenn Sie beispielsweise die Funktion „Nach Datum gruppieren“ im Download-Ordner deaktivieren, bleibt Ihre Auswahl auch dann erhalten, wenn Sie den Ordner über einen Browser oder eine andere Anwendung öffnen. Das Update umfasst außerdem Anpassungen der Sortierung, der Symbolgröße und der allgemeinen Layout-Einstellungen.

Laut einer offiziellen Stellungnahme von Microsoft wurde die Ordneransicht verbessert, sodass benutzerdefinierte Einstellungen (z. B.das Sortieren von Dateien nach Namen oder das Anpassen der Symbolgröße) nun unabhängig davon gelten, wie Sie einen Ordner öffnen. Wenn Sie denselben Ordner über eine andere Anwendung, z. B.einen Webbrowser, öffnen, bleiben Ihre Einstellungen automatisch erhalten (Zitat aus dem Windows Insider-Blog).
Die vorherigen Unstimmigkeiten verstehen
Es ist wichtig zu verstehen, dass das zuvor aufgetretene Problem kein einfacher Fehler war. Der Datei-Explorer speicherte zwar die Ordneransichtseinstellungen, jedoch nicht einheitlich über verschiedene Zugriffspunkte hinweg. Diese Inkonsistenz entstand, weil die Ordneransichten in der Registrierung unter dem Shell-Bags-System gespeichert wurden. Dieses System verknüpft die Ansichtseinstellungen mit der Zugriffsmethode des Ordners und nicht mit dem Ordner selbst.
Wird ein Ordner direkt im Datei-Explorer geöffnet, läuft er innerhalb eines einzigen Shell-Kontexts.Öffnet man denselben Ordner hingegen über eine externe Anwendung, beispielsweise einen Webbrowser, verwendet man einen anderen Aufrufpfad. Windows behandelt dies mitunter als separate Ansichtsinstanz, was die Unterschiede in der Ordneransicht erklärt – eine seit Langem bestehende Einschränkung, die mit diesem Update behoben wird.
Zusätzliche Verbesserungen am Datei-Explorer
Neben der Verbesserung der Ordneransicht bietet KB5083631 mehrere Optimierungen für den Datei-Explorer. Benutzer profitieren von einer schnelleren Startzeit, einem reduzierten weißen Blitzeffekt im Dunkelmodus und erweiterter Unterstützung für zusätzliche Archivformate wie uu, cpio, xar und nupkg. Auch die Zuverlässigkeit von explorer.exe beim Schließen von Fenstern wurde verbessert.
Da diese Updates jetzt im Release Preview-Kanal verfügbar sind, können Benutzer bis Mai mit einer breiteren Verteilung für Standard-Windows-11-PCs rechnen, die auch die mit Spannung erwarteten Anpassungen der Ordnerkonsistenz umfasst.

Weitere Verbesserungen sind in Sicht, da Microsoft eine modernisierte Suchleiste im Datei-Explorer testet, obwohl der Zeitplan für die Einführung noch ungewiss ist – sie ist derzeit in Canary-Vorschauversionen verfügbar.
Darüber hinaus hat Microsoft bedeutende Verbesserungen für den Datei-Explorer angekündigt, wobei der Schwerpunkt auf Leistungsverbesserungen liegt, deren Veröffentlichung für Ende 2026 geplant ist.
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