Warum Bethesdas Creation Engine auch für zukünftige Titel die erste Wahl bleibt
Seit Bethesda sich von der Gamebryo-Engine verabschiedet hat, die Kulttitel wie The Elder Scrolls IV: Oblivion und Fallout 3 antrieb, setzt das Unternehmen bei der Spieleentwicklung auf die Creation Engine. Diese Engine war maßgeblich an der Entwicklung von The Elder Scrolls V: Skyrim und Fallout 4 beteiligt, die beide zwar viel Lob erhielten, aber auch Kritik an ihrer technischen Performance einstecken mussten.
Bedenken der Spieler bezüglich der Erstellungs-Engine
Trotz des Erfolgs der Spiele, die mit der Creation Engine entwickelt wurden, gab es in der Gaming-Community Gegenwind, insbesondere wegen ihrer Handhabung von weitläufigen Spielwelten, was zu veralteten Ladebildschirmen führt, die das Eintauchen in die Spielwelt stören – ein Problem, das kürzlich auch bei Starfield festgestellt wurde.
Argumente für die Weiterentwicklung der Creation Engine
Viele Spieler hoffen, dass Bethesda für zukünftige Projekte wie The Elder Scrolls VI und Fallout 5 eine modernere Engine einsetzen wird. Der Wechsel zu einer neuen Engine ist jedoch mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. In einem Interview mit Press Box PR betonte Bruce Nesmith, Design Lead von Skyrim, die Komplexität eines solchen Umstiegs.
Er erklärte: „Der Wechsel der Engine ist mit enormen Anstrengungen verbunden, da ganze Teams sich ausschließlich darauf konzentrieren müssen, Kompatibilität und Funktionalität sicherzustellen.“ Dies kann zu erheblichen Verzögerungen in der Spieleentwicklung führen, da die Entwickler möglicherweise erst dann spielen oder Inhalte erstellen können, wenn die neue Engine betriebsbereit ist.
Lehren aus Fallout 76
Nesmith erwähnte die Herausforderungen bei Fallout 76, wo Modifikationen an der Creation Engine unerlässlich waren, um den Mehrspielermodus zu ermöglichen. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie schwierig es sein kann, neue Systeme in ein etabliertes Framework zu integrieren.
Vorteile der Creation Engine
Trotz ihrer Einschränkungen hat die langfristige Investition in die Creation Engine erhebliche Vorteile gebracht. Nesmith betonte: „Die Engine wurde über die Jahre hinweg deutlich verbessert, was iterative Optimierungen ermöglicht und gleichzeitig die parallele Entwicklung gewährleistet.“ Diese kontinuierliche Weiterentwicklung trägt zu einer stabilen Entwicklungsumgebung bei.
Zukünftige Verbesserungen und Erwartungen
Nesmith argumentiert, dass die Creation Engine zwar noch Verbesserungspotenzial habe, insbesondere bei der Strukturierung weitläufiger offener Welten, es aber im besten Interesse von Bethesda liege, sie weiter zu optimieren.„Angesichts der Anpassungen, die wir bereits für Fallout 76 vorgenommen haben, können wir wahrscheinlich Funktionen neuerer Engines implementieren, ohne die Herausforderungen einer kompletten Überarbeitung bewältigen zu müssen“, bemerkte er.
Ausblick: The Elder Scrolls 6
Die Entwicklung von The Elder Scrolls VI schreitet voran, und die Erwartungen an ein verbessertes Spielerlebnis mit minimalen Ladezeiten sind hoch. Die Spieler sind gespannt, wie Bethesda innerhalb des bestehenden Systems Innovationen einbringen kann, um sicherzustellen, dass der sechste Teil die gestiegenen Ansprüche der Fans erfüllt. Auch wenn eine neue Engine das Kernerlebnis des Spiels nicht sofort revolutionieren mag, könnten Verbesserungen die Spielqualität und die Wahrnehmung durch die Community deutlich steigern.
Während Bethesda die Zukunft seiner Spieleentwicklung gestaltet, wird der Diskurs um die Creation Engine zweifellos weitergehen, da die Spieler gespannt darauf warten, wie sie sich weiterentwickelt, um den Herausforderungen des umfangreichen, immersiven Gamings gerecht zu werden.
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