Haben Sie das Gefühl, Ihre Spotify- oder Apple-Music-Playlists sind nicht mehr so spannend? Damit sind Sie nicht allein. Viele Nutzer finden, dass diese Plattformen immer wieder dieselben beliebten Titel spielen, was eher zu einer Routine führt, als dass man Neues entdeckt. Wenn Sie gerne neue Musik hören, könnte YouTube Music die ideale Alternative sein. Das einzigartige Empfehlungssystem kann Ihr Hörerlebnis deutlich aufwerten.
Die Überlegenheit der Empfehlungen von YouTube Music
Sowohl Spotify als auch Apple Music setzen auf bekannte Musik, um die Nutzerbindung zu erhalten, und präsentieren den Hörern häufig dieselben beliebten Titel. Dies führt oft zu einem eintönigen Hörerlebnis.
Spotifys Algorithmus ist beispielsweise für seine Rückkopplungsschleife berüchtigt. Hört man sich längere Zeit ein bestimmtes Genre an, geht er davon aus, dass dies die einzige Vorliebe ist und beschränkt die Playlists ausschließlich auf dieses Genre.
Im Gegensatz dazu bietet YouTube Music in seiner Zufallswiedergabe ein breiteres Spektrum an Inhalten. Durch die Analyse Ihrer Musikvorlieben und Ihres YouTube-Wiedergabeverlaufs werden Ihnen vielfältigere Songs vorgeschlagen. Da Nutzer über Videos oft auch andere Interessen entdecken, finden Sie dank des Ansatzes von YouTube Music mit hoher Wahrscheinlichkeit Titel, die zu den von Ihnen angesehenen Videos passen.

Andererseits setzt Apple Music stark auf nutzergenerierte Inhalte und Playlists. Beim Erstellen eines Senders basierend auf einem bestimmten Künstler konzentriert sich der Algorithmus meist auf populäre Hits und vernachlässigt dabei oft die verborgenen Schätze des jeweiligen Genres. YouTube Music hingegen ist nicht so eingeschränkt. Der Dienst kann Titel von Live-Konzerten, Musikvideos, Remixen und sogar umfangreichen Analyse-Playlists nutzen und so inoffizielle Inhalte einbinden, die die Konkurrenz möglicherweise übersieht.
Zurücksetzen deiner YouTube-Musikempfehlungen
Um den YouTube Music-Algorithmus optimal zu nutzen, müssen Sie ihm Ihre Vorlieben genau beibringen. Seien Sie bei Ihren ersten Interaktionen wählerisch; Ihre ersten fünf bis zehn Likes beeinflussen zukünftige Empfehlungen maßgeblich. YouTube empfiehlt, mindestens zehn Ihrer Lieblingssongs mit einem Daumen hoch zu bewerten, um Ihre personalisierte Playlist zu verfeinern.

Um Ihre Vorschläge weiter zu optimieren, navigieren Sie zu Ihrem Profilsymbol in der oberen rechten Ecke.

Gehen Sie anschließend zu Einstellungen -> Empfehlungen und wählen Sie „Musikempfehlungen verbessern“.



Hier kannst du deine Lieblingskünstler auswählen. YouTube Music empfiehlt fünf, du kannst aber auch mehr auswählen. Beim Scrollen findest du noch weitere Künstler. Tippe nach der Auswahl auf „ Jetzt anhören“, um eine personalisierte Wiedergabeliste basierend auf deinen Vorlieben zu erstellen.


Einschränkungen von YouTube Music
YouTube Music punktet zwar mit seinen Empfehlungen, hat aber auch Einschränkungen, insbesondere hinsichtlich der Audioqualität. Die maximale Bitrate beträgt 256 kbps AAC, was im Vergleich zu Spotifys 320 kbps und den verlustfreien Optionen von Apple Music, einschließlich Dolby Atmos, deutlich geringer ausfällt.
Darüber hinaus kann die besondere Stärke der Plattform, inoffizielle Inhalte zu integrieren, zu einer unübersichtlichen Benutzererfahrung führen. Songs von Konzerten oder Remixen erscheinen möglicherweise mit langen Titeln wie „Künstler – Song (Offizielles Video) [HD 1080p]“, was die Übersichtlichkeit Ihrer Musikbibliothek stören und die Navigation erschweren kann.
Trotz seiner zahlreichen Funktionen mangelt es YouTube Music an ausgereiften sozialen Features für gemeinsame Playlists und das Teilen von Inhalten, die die Konkurrenz längst perfektioniert hat. Auch das Fehlen einer eigenen Desktop-Anwendung schränkt die Benutzerfreundlichkeit ein; die Nutzung eines Webplayers kann frustrierend sein, insbesondere wenn man effizient zwischen mehreren Tabs navigieren möchte.
Ist YouTube Music das Richtige für Sie?
YouTube Music spricht Hörer an, die genug von eintönigen Playlists haben und sich nach neuer Musik sehnen. Besonders diejenigen, die neben den Audiotracks auch Musikvideos schätzen, kommen hier auf ihre Kosten. Für bestehende YouTube Premium-Abonnenten bietet YouTube Music zusätzlichen Mehrwert ohne Aufpreis. Wer jedoch anspruchsvolle Audio-Ansprüche hat oder gerne gemeinschaftliche Playlists erstellt, könnte mit YouTube Music möglicherweise nicht zufrieden sein.
Übertragen Sie Ihre Musik nahtlos
Neugierig auf YouTube Music, aber noch unsicher, ob man sich gleich darauf einlassen möchte? Sie können die App erkunden, ohne bei null anzufangen.
Um Wiedergabelisten von anderen Diensten zu migrieren, gehen Sie zu Profil -> Einstellungen -> Datenschutz und Daten.
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Diverse Drittanbieter-Apps unterstützen zwar die Musikübertragung, doch die integrierte Funktion ist besonders für YouTube Premium-Nutzer unkompliziert und kostenlos. Wer YouTube Music ohne Premium-Abo testen möchte, kann von Rabatten und Aktionen profitieren. Und falls Sie YouTube Music bereits nutzen, aber einen Wechsel zu Spotify erwägen, ermöglicht die neue TuneMyMusic-Integration von Spotify einen reibungslosen Übergang.